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USA: Polizei räumt "autonome Zone" in Portland

In Portland im US-Bundesstaat Oregon haben Protestler versucht, eine autonome Zone zu errichten, wie es auch in Seattle von Anhängern der "Black Lives Matter"-Bewegung getan wurde. Die Stadt ließ das "Protestcamp" jedoch prompt räumen. Wie die Polizei zu dem Einsatz erklärt, hatten Hunderte Demonstranten versucht, vor dem Wohnsitz des Bürgermeisters ein Camp zu errichten. Der ist wenig begeistert.
USA: Polizei räumt "autonome Zone" in Portland© Screenshot Twitter

Bürgermeister und Demokrat Ted Wheeler zeigte sich gar nicht erfreut über seine neuen Nachbarn: 

Ich will nicht, dass in Portland eine autonome Zone entsteht. [...] Lassen Sie es mich unmissverständlich klarstellen. Ich unterstütze das absolut nicht, und ich glaube, es ist eine Ablenkung von der größeren Bewegung, die schwarze Stimmen in unserer Gemeinde unterstützen und erheben soll.

Offenbar wollten diese, ähnlich wie in Seattle, ein Gebiet einnehmen und zur autonomen Zone ausrufen.

Dazu sagte Wheeler:

Was ich aus Seattle höre, besorgt mich. Menschen laufen in dieser autonomen Zone bewaffnet herum. Leute werden am Eingang der autonomen Zone aufgefordert, ihre Papiere zu zeigen und zu erklären, wo sie herkommen. 

Wheeler nahm stattdessen Müllbeutel und Greifzange in die Hand und half bei den Aufräumarbeiten nach den Protesten. 

In der Nacht zuvor hatten Demonstranten die autonome Zone vor Ort ausgerufen und ihr beanspruchtes Gebiet verbarrikadiert: 

Laut Polizei ist das Gebiet Donnerstagfrüh geräumt worden. 

In Seattle hatten Polizisten während der George-Floyd-Proteste ein Revier geräumt und verlassen, das dann von Protestlern besetzt wurde. Mittlerweile beanspruchen diese ein Gebiet ums Polizeirevier herum für sich sich, das sich über sechs Blocks erstreckt, und haben es abgeriegelt. 

Die Zone wurde von Präsident Donald Trump und anderen scharf kritisiert und die verantwortlichen Politiker aufgefordert, diese Zone zu räumen und wieder Recht und Ordnung walten zu lassen. Die demokratische Bürgermeisterin von Seattle, Jenny Durkan, unterstützt die autonome Zone aber.

Trump attackierte sie dafür:

Die Bürgermeisterin von Seattle sagt über die Übernahme ihrer Stadt durch die Anarchisten: 'Es ist ein Sommer der Liebe.' Diese liberalen Demokraten haben keine Ahnung. Die Terroristen verbrennen und plündern unsere Städte, und sie finden es einfach wunderbar, sogar den Tod. Diese Übernahme in Seattle muss jetzt beendet werden!

Durkan antwortete darauf: 

Seattle geht es gut. Hab' doch nicht eine solche Angst vor Demokratie.

Seit George Floyd, ein Afroamerikaner, am 25. Mai durch einen Polizisten in Minneapolis getötet wurde, kommt es überall auf der Welt und besonders in den USA zu großen Protesten und teilweise massiven Unruhen. 

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