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Russland: Putin ruft zu globalen Anstrengungen zur Stabilisierung der Energiemärkte auf

Koordinierte weltweite Anstrengungen seien notwendig, um die globalen Energiemärkte ins Gleichgewicht zu bringen, sagte Russlands Präsident Wladimir Putin am Mittwoch bei einem Online-Treffen mit Energieminister Alexander Nowak und den Leitern der russischen Top-Unternehmen in Nowo-Ogaryowo. Die Energiemärkte in Russland anderswo in der Welt hätten in den letzten Monaten einige ernsthafte Schocks erlebt. Er rief zu einer globalen Anstrengung auf, um den Energiemarkt ins Gleichgewicht zu bringen.
Russland: Putin ruft zu globalen Anstrengungen zur Stabilisierung der Energiemärkte aufQuelle: Sputnik © Alexei Druzhinin

"Die Ausbreitung des Coronavirus und die erzwungenen restriktiven Maßnahmen haben sich am negativsten auf die Weltwirtschaft ausgewirkt und ihr Tempo verringert. Das Welt-BIP ist rückläufig, die Energienachfrage, sowohl in einzelnen Staaten als auch weltweit, ist zurückgegangen", sagte Putin den Teilnehmern.

Der Präsident betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen Russland und seinen ausländischen Partnern notwendig sei, um die Situation zu stabilisieren. "Es sind gemeinsame Anstrengungen erforderlich, einschließlich solcher wie das jüngste OPEC+-Abkommen. Wir werden weiterhin eine effektive Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern aufbauen, Vereinbarungen zum Ausgleich des Energiemarktes treffen, nach Lösungen suchen, die es den Unternehmen ermöglichen, langfristige Pläne umzusetzen, in die Entwicklung zu investieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen", erklärte Putin.

Laut Putin ist Energie ein Schlüsselsektor der russischen Wirtschaft. Sie wirkt sich direkt auf die Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes, des Verkehrs, der Landwirtschaft, der Städte, der Dörfer und des Landes insgesamt aus und bestimmt weitgehend das Exportpotenzial Russlands und den Zustand der öffentlichen Finanzen.

Die Nachfrage nach Öl ist auf ein 20-Jahres-Tief gesunken, da durch Lockdowns und weitere Coronavirus-Restriktionen weltweit Ausgangssperren verhängt wurden. In der vergangenen Woche drehte das WTI (West Texas Intermediate), der wichtigste Öl-Benchmark für Nordamerika, zum ersten Mal in der Geschichte ins Minus.

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