International

Anwalt: Snowden will russische Aufenthaltsgenehmigung verlängern

Der US-amerikanische Whistleblower Edward Snowden will seine Aufenthaltsgenehmigung in Russland verlängern. Das teilte sein russischer Anwalt Anatoli Kutscherena mit. Er fügte hinzu, dass die Bearbeitung der Dokumente für eine Verlängerung bereits begonnen habe.
Anwalt: Snowden will russische Aufenthaltsgenehmigung verlängernQuelle: Reuters © Rafael Marchante

Die russische Aufenthaltsgenehmigung des ehemaligen Mitarbeiters der US-amerikanischen National Security Agency (NSA), Edward Snowden, läuft im April 2020 aus, doch die Bearbeitung der Dokumente für eine Verlängerung hat bereits begonnen. Das teilte Snowdens russischer Anwalt Anatoli Kutscherena am Freitag bei einem Expertentreffen mit dem Titel "Geschäftsrisiken und -chancen im Jahr 2020" in Moskau mit. Er sagte:

Ich hoffe, dass Russland ihn nicht an die USA ausliefern wird. Ich habe ihn erst gestern gesehen. Seine Aufenthaltserlaubnis läuft im April 2020 aus, und wir arbeiten daran, sie um mehrere Jahre zu verlängern.

Im Jahr 2013 brachte Snowden Informationen über die Methoden der elektronischen Überwachung durch die US-Geheimdienste an die Öffentlichkeit, darunter auch das illegale Abhören ausländischer Staatsoberhäupter. Auf der Flucht vor der US-Strafverfolgung schickte Snowden Asylanträge an mehrere Länder, darunter auch an Russland. Am 1. August 2014 erhielt er eine russische Aufenthaltsgenehmigung mit einer Gültigkeit von drei Jahren, die später um drei Jahre verlängert wurde.

In den Vereinigten Staaten wird Snowden in zwei Fällen wegen Verletzung des Spionagegesetzes angeklagt. In beiden Fällen drohen ihm bis zu zehn Jahre Gefängnis. Die US-Behörden haben wiederholt erklärt, dass sie Snowden als einen Verräter ansehen, der der nationalen Sicherheit schweren Schaden zugefügt habe.

Mehr zum Thema - US-Gericht: Snowden muss Gewinne seines Buches an die US-Regierung abgeben

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion