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Maidan-Tourismus? Ukrainische Nazis posieren für Bilder in Hongkong

Prominente ukrainische Neonazis wurden bei den Protesten in Hongkong gesichtet, nur wenige Wochen nach der Ausrichtung einer sogenannten Akademie des Straßenprotestes in der Ukraine. Setzten die ukrainischen Krawallmacher auf einen chinesischen Maidan?
Maidan-Tourismus? Ukrainische Nazis posieren für Bilder in Hongkong© Screenshot Facebook

Anführer ukrainischer Nazigruppen, die im Zuge des Staatsstreichs im Jahr 2014 an Einfluss gewannen, sind vor Kurzem in die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong gereist, um sich an den antichinesischen Protesten zu beteiligen. Gesichtet wurden unter anderem Aktivisten des berüchtigten Regiments Asow und des Rechten Sektors, der während der Ausschreitungen auf dem Maidan besonders gewalttätig war.

Es ist unklar, warum die Gruppen nach Hongkong gegangen sind. Eine Erklärung wäre, dass sowohl der ukrainische Staatsstreich 2014 als auch die gegenwärtigen Proteste in Hongkong umfangreiche Unterstützung vom durch die CIA gegründeten National Endowment for Democracy erhielten.

Hongkong begrüßte uns als Verwandte", schrieb Sergei Filimonow am Samstag auf Facebook und veröffentlichte ein Video von sich und anderen ukrainischen Neonazis in der teilautonomen chinesischen Stadt.

Filimonow leitete einst den Kiewer Zweig des Zivilkorps Asow, einer Unterstützungsgruppe für das faschistische Regiment Asow. "Fight for Freedom, stand with Hong Kong!" (zu Deutsch etwa: "Kämpft für die Freiheit und solidarisiert euch mit Hongkong"), schreibt Filimonow in einem weiteren Beitrag, inklusive Fotos, auf denen die Gruppe mit Hongkonger Protestlern posiert. 

Auch tauchten Videos und Fotos von Igor Maliar auf, einem Veteranen des Regiments Asow, der ein Neonazi-Tattoo auf seinem Hals trägt, und Sergei Sternenko, der die Sektion des Rechten Sektors in Odessa leitete, als dort Faschisten am 2. Mai 2014 das Gewerkschaftshaus in Brand setzten, wobei mindestens 42 Menschen starben und Hunderte von Menschen vor und nach dem Vorfall verletzt wurden. Sternenko half auch bei der Gründung eines nazistischen Schlägertrupps, die in den Monaten nach dem "Euromaidan"-Putsch 2014 ehemalige Beamte der ukrainischen Regierung schikanierte, verprügelte und demütigte.

Mehrere Neonazis tragen Accessoires der faschistischen Jugendgruppe "Gonor", die im Jahr 2015 von Filimonow gegründet wurde. Einige haben neonazistische Tattoos wie z.B. Hakenkreuze.

Die Männer stellten sich auch vor die von Protestlern zerstörte Hongkonger Polytechnische Universität, in der die Polizei nach der Räumung von im Westen als "Demokratieaktivisten" gefeierten Randalierern Tausende von Waffen beschlagnahmte, darunter auch Benzinbomben und Sprengstoffe.

Anfang letzten Monats sprachen Filimonow, Sternenko und Maliar auf einer sogenannten "Akademie des Straßenprotestes" in Kiew, auf deren Plakaten ein Molotowcocktail mit dem Logo "Gonor" zu sehen war.

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