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Chinesischer Parlamentschef: Wollen Zusammenarbeit mit eurasischen Staaten stärken

Die Volksrepublik China unterstützt die gemeinsame Entwicklung mit allen Staaten und ist bereit, die Kooperation mit den eurasischen Partnerstaaten zu intensivieren. Dies erklärte am Dienstag Li Zhanshu, Vorsitzender des chinesischen Nationalen Volkskongresses.
Chinesischer Parlamentschef: Wollen Zusammenarbeit mit eurasischen Staaten stärkenQuelle: www.globallookpress.com © Zhai Jianlan/Xinhua

Li Zhanshu äußerte die Bereitschaft Chinas zur intensiveren Kooperation in Eurasien während seiner Rede in der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan bei der Eröffnung eines Treffens von Parlamentspräsidenten eurasischer Staaten. Das ist ein Gremium, dessen Gründung Südkorea vor einigen Jahren initiiert hatte. Wie die Agentur Xinhua weiter berichtete, vollziehe sich derzeit ein tiefgreifender Wandel in der Welt:

Kooperation oder Konfrontation? Offenheit oder Verschließen der Tore? Fortschritt mit beiderseitigem Gewinn oder ein Nullsummenspiel? Die Interessen aller Staaten und das Schicksal der Menschheit hängen von unserer Entscheidung ab", erklärte er.

China habe das Konzept vorgeschlagen, für die Menschheit eine Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft aufzubauen. Zudem arbeite China an einem solchen Typus der internationalen Beziehungen. Peking habe dazu beigetragen, ein gerechteres Global-Governance-System zu propagieren. Chinas "Neue Seidenstraße"-Initiative habe für alle beteiligten Staaten Möglichkeiten geschaffen, zur gemeinsamen Entwicklung und zur Schaffung von Wohlstand beizutragen.

Eurasien sei der größte Kontinent, zudem auch der bevölkerungsstärkste. Hier spiele sich die schnellste Entwicklung ab und die Zukunft sei am erfolgversprechendsten. Die Interessen und die Zukunft der eurasischen Staaten seien eng miteinander verknüpft.

Li schlug vier konkrete Punkte vor, um die weitere Zusammenarbeit der eurasischen Staaten zu stärken.

Erstens sollten Li zufolge die eurasischen Staaten enger miteinander kommunizieren und sich intensiver gegenseitig beraten. Zudem müssten sie ihren jeweiligen unabhängigen Entwicklungspfad respektieren und gleichzeitig den politischen Konsens sowie das gegenseitige Vertrauen stärken.

Zweitens sollten die Staaten, so Li, ihre wirtschaftlichen Beziehungen, ihren Handel ausweiten und dafür die Handels- und Investitutionsbedingungen liberalisieren, um die Weltwirtschaft offener, inklusiver, ausbalancierter und damit für alle vorteilhafter zu gestalten.

Drittens schlug Li vor, die Kooperation in Bereichen wie Kultur, Bildung und Sport sollte gestärkt werden, um so auch die Völkerfreundschaft zwischen den eurasischen Ländern zu stärken.

Schließlich sollten die eurasischen Staaten den Austausch zwischen ihren gesetzgebenden Organen ausweiten.

Der chinesische Parlamentschef hob angesichts des 70. Gründungsjahres der Volksrepublik China die imposanten Errungenschaften des Landes unter der Führung der Kommunistischen Partei Chinas hervor. Die Volksrepublik Chinas verfolge eine friedliche, kooperative und offene Entwicklung. Die anderen eurasischen Staaten seien für China wichtige Partner.

Peking sei bereit, die Initiative "Neue Seidenstraße" mit den Entwicklungsstrategien der anderen eurasischen Staaten zu verbinden, auch mit solchen regionalen Kooperationsorganisationen wie der Eurasischen Wirtschaftsunion, um eine "umfassende Konnektivität in der Region" zu fördern und "den Völkern der eurasischen Länder mehr Vorteile" zu bringen.