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Russland warnt die USA vor Instrumentalisierung der Angriffe auf Ölförderanlagen in Saudi-Arabien

Die USA sehen den Iran hinter den jüngsten Angriffen auf Ölförderanlagen in Saudi-Arabien. Moskau hat "ernsthafte Bedenken" und warnt Washington: Jede Reaktion könne den Energiemarkt destabilisieren und negative Konsequenzen für die Weltwirtschaft nach sich ziehen.
Russland warnt die USA vor Instrumentalisierung der Angriffe auf Ölförderanlagen in Saudi-ArabienQuelle: Reuters © Ahmed Yosri

Das russische Außenministerium schlussfolgerte am Montag, die Angriffe seien eine "direkte Konsequenz auf die anhaltende Krise im Jemen." Die Rebellengruppe der Huthis hatte die Verantwortung für die Angriffe auf die Aramco-Ölförderanlagen in Saudi-Arabien übernommen. Washington und Riad sehen aber den Iran als Drahtzieher. Die Huthis seien nicht in der Lage, solche Angriffe durchzuführen. Zehn Drohnen sollen die Anlagen in Abqaiq und Khurais am Samstag angegriffen haben. Dadurch ruhten 50 Prozent der Rohöl- und Gasproduktion Saudi-Arabiens. 

Seit dem Jahr 2015 kämpfen die Huthis gegen die saudisch geführte Koalition im Jemen. Tausende Zivilisten wurden seither getötet oder starben an den Folgen von Krankheit und Unterernährung. Die USA werfen dem Iran vor, im Jemen einen Stellvertreterkrieg zu führen und die Huthis militärisch zu unterstützen. 

In Moskau warnte man vor kontraproduktiven Maßnahmen seitens der USA, wodurch die Angriffe auf die Ölanlagen genutzt werden könnten, um Stimmung gegen den Iran zu machen. Jede Aktion könnte sich negativ auf den Energiemarkt und die Weltwirtschaft auswirken. 

Am Dienstagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 68,49 US-Dollar. Das waren 53 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 76 Cent auf 62,14 Dollar. Zu Wochenbeginn war europäisches Rohöl in der Spitze auf mehr als 70 Dollar gestiegen.

Der iranische Außenminister Dschawad Sarif sagte: 

(Die) USA und ihre Klienten sitzen im Jemen fest, weil sie glauben, dass Waffenüberlegenheit zum militärischen Sieg führen wird. 

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