
Handelsstreit: USA verhängen Einfuhrverbot für einige kanadische Waren

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag mehrere Verordnungen unterzeichnet, darunter ein Verbot der Einfuhr von bestimmten Waren aus Kanada. In dem auf der Website des Weißen Hauses veröffentlichten Dokument heißt es:
"Bestimmte im Anhang dieser Bekanntmachung aufgeführte Waren aus Kanada dürfen ab 00.01 Uhr Eastern Time am 29. September 2026 nicht in die Vereinigten Staaten eingeführt werden."
Laut Anhang betrifft die Verordnung unter anderem Motorräder, einschließlich Mopeds, mit einem Hubraum von mehr als 800 Kubikzentimetern. Darüber hinaus erstreckt sich das Embargo auf alkoholfreies Bier, Rohrzuckermelasse und andere Melassesorten sowie auf Molkereiprodukte. Auch Bier, Weine und Spirituosen fallen unter das Verbot. Zudem führt die US-Regierung ab dem 15. September zusätzliche Zölle in Höhe von 50 Prozent auf Käse, Stahl, Aluminium, Papier, Möbel, Leuchten und weitere Güter ein.

Auf einer Pressekonferenz erklärten hochrangige Vertreter der Trump-Administration, dieser Schritt sei eine direkte Reaktion auf die neuen kanadischen Zölle.
Ein hochrangiger Vertreter der Trump-Administration sagte auf derselben Pressekonferenz, das Weiße Haus habe zudem eine "Anpassung" der bereits geltenden Zölle abgeschlossen. Laut dem auf der Website des Weißen Hauses veröffentlichten Anhang wurden die 50-prozentigen Zölle auf Salz, Toilettenpapier, Bettwäsche und Angelrutenteile aufgehoben. Ein Sprecher des Weißen Hauses teilte zudem mit, Trumps Plan für 50-prozentige Zölle auf Pkw und Lkw bleibe in Kraft.
Früher am Dienstag erklärte der US-Präsident in einem Beitrag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social, er habe angeordnet, kanadische Waren aus dem US-Beschaffungssystem auszuschließen, "bis Kanada volle und faire Gegenseitigkeit gegenüber amerikanischen Landwirten und Unternehmen herstellt". Er fügte hinzu, auf diese Beschaffungen entfielen jährlich mehr als 50 Milliarden US-Dollar.
Am Dienstag traten kanadische Zölle auf US-Exporte im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar in Kraft. Diese Maßnahme war eine Reaktion auf das Inkrafttreten US-amerikanischer Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von 20 Milliarden Dollar am 22. August.
Die kanadischen Zölle betreffen mehr als 600 Warenpositionen, darunter Haushaltsgeräte, Elektronik, Metalle und Kleidung. Der Zollsatz liegt zwischen 25 und 50 Prozent, in seltenen Ausnahmefällen bei 15 Prozent.
Am 21. August war Kanada aus den Handelsgesprächen mit den USA ausgestiegen. Später erklärte der kanadische Premierminister Mark Carney, Ottawa werde den Dialog mit den USA über ein Handelsabkommen wieder aufnehmen, sobald die amerikanische Seite die Verhandlungen ernst nehme.
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