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Kubas Präsident warnt die USA: "Jede Aggression wird scheitern"

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel warnt: Jeder externe Aggressor, der versucht, die Insel zu unterwerfen, wird auf "unüberwindbaren Widerstand" stoßen. Die USA drohen fast täglich mit einem gewaltsamen Machtwechsel – Kuba hält an seiner Souveränität fest.
Kubas Präsident warnt die USA: "Jede Aggression wird scheitern"Quelle: Gettyimages.ru © Stefano Costantino/SOPA Images/LightRocket

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hat klargestellt, dass Kuba auf jede externe Aggression reagieren werde. Am 18. März schrieb er dazu auf X:

"Angesichts des schlimmsten Szenarios hat Kuba eine klare Gewissheit: Jeder externe Aggressor wird auf unüberwindbaren Widerstand stoßen."

Der Präsident erklärte, die USA drohten "fast täglich" mit dem Sturz der kubanischen Verfassung und nutzten wirtschaftliche Schwierigkeiten als Vorwand – Probleme, die aus mehr als 60 Jahren Druck und Isolation der Insel resultierten.

"Sie planen und erklären offen, das Land, seine Ressourcen, Eigentum und sogar die Wirtschaft zu kontrollieren, die sie strangulieren wollen, um uns zu brechen. Nur so ist der erbitterte Wirtschaftskrieg zu erklären, der als kollektive Bestrafung des gesamten Volkes geführt wird."

Vor diesem Hintergrund hat sich der Druck aus Washington zuletzt weiter verschärft. Bereits seit August 2025 bauen die USA ihre militärische Präsenz in der Karibik aus. Ab September griffen sie Schiffe an, die sie mit dem Drogenhandel in Verbindung brachten. Ende Januar 2026 erklärte die US-Regierung Kuba schließlich zur "außerordentlichen Bedrohung". US-Präsident Donald Trump verhängte den Notstand und unterzeichnete am 29. Januar eine Verfügung, die es erlaubt, Zölle auf Importe aus Ländern zu erheben, die Öl nach Kuba liefern.

Zugleich wurde die Ölblockade verschärft. Die kubanische Regierung erklärte, Washington wolle damit den wirtschaftlichen Druck weiter erhöhen und die Versorgungslage auf der Insel gezielt verschlechtern. Infolge dieser Maßnahmen blieb Kuba in den vergangenen Monaten weitgehend ohne Treibstoff, was zu zunehmenden Stromausfällen führte. Auch die internationalen Lieferketten wurden unterbrochen: Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten wurden die subventionierten Öllieferungen aus Venezuela gestoppt. Zudem setzte Washington andere Staaten unter Druck, ihre Exporte nach Kuba einzustellen.

Parallel dazu verschärfte sich die politische Rhetorik. So erklärte Trump am 17. März, es wäre für ihn "eine große Ehre", Kuba unter Kontrolle zu bringen. Zuvor hatte er wiederholt von einer "freundlichen" oder auch "unfreundlichen" Übernahme gesprochen und hinzugefügt, er könne mit der Insel machen, was er wolle:

"Es könnte auch eine unfreundliche Übernahme sein. Aber das spielt keine Rolle – sie sind am Ende. Sie haben weder Energie noch Geld. Die humanitäre Lage ist katastrophal. Entweder sie stimmen einem Deal zu, oder wir erledigen es ohne ihre Zustimmung."

Ende Januar berichtete das Wall Street Journal, die US-Administration rechne damit, dass die Macht in Kuba bis Ende 2026 wechseln werde. Am 27. Februar bestätigte Trump schließlich, dass Gespräche "auf höchster Ebene" mit den kubanischen Behörden geführt würden.

Laut Medienberichten, darunter der New York Times, streben die USA einen Machtwechsel in Havanna an. Washington sieht in Díaz-Canel einen Vertreter der harten Linie und ein Hindernis für wirtschaftliche Reformen. US-Außenminister Marco Rubio wies die Berichte jedoch als "Fake News" zurück und warf den Medien vor, sich auf unzuverlässige Quellen zu stützen. Laut Axios führt Rubio zudem Gespräche mit Raúl Guillermo Rodríguez Castro, dem Enkel des ehemaligen kubanischen Präsidenten Raúl Castro. 

Angesichts dieser Entwicklungen bestätigte Díaz-Canel, dass Kuba trotz der angespannten Lage Gespräche mit den USA führe. Zugleich machte er deutlich, dass die Souveränität des Landes nicht zur Disposition stehe. Auch international sorgt die Lage für Reaktionen: So äußerte das russische Außenministerium am 17. März ernste Besorgnis über die wachsenden Spannungen und den zunehmenden Druck auf Kuba. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, Moskau prüfe Möglichkeiten, Havanna wirtschaftlich und politisch zu unterstützen.

Kuba hält unterdessen an seiner Linie fest. Díaz-Canel bekräftigte, dass Kuba seine politische und wirtschaftliche Souveränität unter keinen Umständen aufgeben werde. Gleichzeitig bereite sich die Insel darauf vor, auf wachsenden Druck und mögliche Provokationen von außen entschlossen zu reagieren.

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