
USA kapern Tanker im Indischen Ozean ‒ Kampfansage gegen China?

Am Nachmittag des 9. Februar kaperte die US-Marine nach eigenen Angaben den achten Tanker, der Öl aus Venezuela geladen hatte. Diesmal handelte es sich um die Aquila II, die unter panamaischer Flagge unterwegs war.
Die Aquila II hatte sich erfolgreich der US-Blockade vor Venezuela entzogen und wurde seit Tagen verfolgt. Gekapert wurde sie nun mitten im Indischen Ozean, zwischen Madagaskar und Australien.
US-Kriegsminister Pete Hegseth feierte den Piratenakt auf X:
When the @DeptofWar says quarantine, we mean it. Nothing will stop DoW from defending our Homeland — even in oceans halfway around the world.Overnight, U.S. military forces conducted a right-of-visit, maritime interdiction and boarding on the Aquila II without incident in the… pic.twitter.com/kYVAQC5io9
— Department of War 🇺🇸 (@DeptofWar) February 9, 2026
"Die Aquila handelte unter Missachtung der von Präsident Trump verhängten Quarantäne für sanktionierte Schiffe in der Karibik. Sie fuhr und wir folgten. Das Kriegsministerium verfolgte und jagte dieses Schiff von der Karibik bis in den Indischen Ozean. Keine andere Nation auf dem Planeten Erde hat die Fähigkeit, ihren Willen auf jedem Gebiet durchzusetzen. Auf dem Land, in der Luft und auf See werden unsere Streitkräfte dich finden und Gerechtigkeit liefern. Lange ehe du uns davonlaufen kannst, geht dir der Treibstoff aus."

Die Aquila II, ein 2004 gebauter Tanker mit der IMO 9281152, hatte die Fahrt in den letzten Tagen mit abgeschaltetem Ortungssignal zurückgelegt. Das Schiff ist nach Angaben von Goradar.ru im Besitz einer chinesischen Firma, die in Hongkong ansässig ist. Ziel der Fahrt war ebenfalls China. Eine Reaktion aus China zu diesem Vorfall liegt noch nicht vor.
Im Januar allerdings hatte die Global Times, ein englischsprachiges halboffizielles Organ, anlässlich der Kaperung der Marinera, die eine ähnlich abenteuerliche Fahrt hinter sich hatte wie jetzt die Aquila II, nicht nur russische Aussagen wiedergegeben, die das Vorgehen der USA einen Akt der Piraterie nannten, sondern auch Lü Xiang, einen chinesischen Forscher der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften, zitiert: "Nationales Recht nutzen, um willkürlich Schiffe, die dritten Parteien gehören, auf hoher See zu beschlagnahmen, ist eine unverfrorene Verletzung ihrer legitimen Rechte und Interessen." Auch Mao Ning, die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, hatte damals erklärt, das US-Vorgehen verletze internationales Recht.
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