International

Moskau zu den Epstein-Akten: "Die reinste Hölle"

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums hat den westlichen Behörden vorgeworfen, beim globalen Kinderhandel im Zusammenhang mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weggesehen zu haben. Was die freigegebenen Akten zutage fördern, sei die "reinste Hölle", so Maria Sacharowa.
Moskau zu den Epstein-Akten: "Die reinste Hölle"© US-Justizministerium

Die westlichen Behörden hätten Jeffrey Epsteins Kinderhandel-Netzwerk geschützt, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Das US-Justizministerium hatte letzte Woche weitere Epstein-Akten veröffentlicht, darunter 3.000 persönliche E-Mails, Tonaufnahmen, Fotos und Dokumente, die auf seinem Anwesen beschlagnahmt worden.

Unter den Dokumenten befand sich das Tagebuch eines von Epsteins Opfern, einer Jugendlichen, die aussagte, er habe sie als "menschlichen Brutkasten" benutzt, um sein Kind auszutragen.

Dem Tagebuch zufolge brachte das Mädchen um das Jahr 2002 im Alter von 16 oder 17 Jahren ein Kind zur Welt. Sie behauptete, Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell, die derzeit eine 20-jährige Haftstrafe verbüßt, habe die Geburt beaufsichtigt. Anschließend sei das Neugeborene weggebracht und nie wieder gesehen worden. Andere Akten legen nahe, dass Epstein möglicherweise mehrere Kinder mit seinen Opfern gezeugt hat. Medienberichten zufolge hatte er zuvor gehofft, die Menschheit mit seiner DNA zu "besiedeln", um einen "überlegenen Genpool" zu schaffen.

"Ich lese die Epstein-Akten jeden Tag mit unglaublicher Anstrengung. Es ist die reinste Hölle", schrieb Sacharowa am Freitag auf Telegram und merkte an, dass sie besonders von dem Tagebuch des Teenagers schockiert sei.

"Warum hat seine Komplizin [Maxwell] nur 20 Jahre bekommen?!!!! Warum wurde angesichts des internationalen Kinderhandels keine internationale Untersuchung eingeleitet?",

fragte Sacharowa.

Sacharowa sagte, Washington hätte Epstein von Anfang an aggressiver verfolgen müssen, unter anderem durch die Einschaltung von Interpol und Europol, angesichts "des Ausmaßes dieser Höllenqual".

Sie fragte sich auch, warum gegen Epsteins Klienten, darunter den ehemaligen britischen Prinzen Andrew, keine Anklage erhoben wurde. Ihm wurden im vergangenen Jahr seine königlichen Titel aberkannt, nachdem seine Verbindungen zu Epstein und die Anschuldigungen von Virginia Giuffre bekannt wurden, die behauptete, von Epstein verschleppt und im Alter von 17 Jahren von Andrew zum Sex gezwungen worden zu sein. Giuffre beging im April letzten Jahres Selbstmord.

Die Epstein-Akten nennen mehrere weitere hochrangige Persönlichkeiten, darunter US-Präsident Donald Trump, Ex-Präsident Bill Clinton, Microsoft-Mitbegründer Bill Gates sowie Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk. Keiner von ihnen wurde angeklagt, und alle bestreiten jegliches Fehlverhalten.

Sacharowa erklärte, die Bearbeitung des Falls entlarve die Heuchelei des westlichen Justizsystems, das ihrer Ansicht nach Eliten vor Strafverfolgung schütze.

"Es wird immer deutlicher: Vom Kennedy-Attentat bis zur Sabotage von Nord Stream – im Westen wird nichts untersucht, was die 'globalen Eliten' betrifft", schrieb sie. "Ironischerweise sind ihre Verbrechen nun auf Fotos und Videos dokumentiert – und dennoch behaupten sie, 'so eindeutig sei die Sache nicht'."

Mehr zum Thema – Epstein-Affäre: Keir Starmer zittern während Befragung die Hände

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.