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Trump: Habe mich selbst davon überzeugt, den Iran nicht zu bombardieren

Israel und arabische Staaten haben laut Medienberichten dazu beigetragen, den US-Präsidenten von Luftangriffen auf den Iran abzubringen. Donald Trump widersprach nun dieser Darstellung und erklärte, er habe sich selbst davon überzeugt, das persische Land nicht zu bombardieren.
Trump: Habe mich selbst davon überzeugt, den Iran nicht zu bombardieren© Urheberrechtlich geschützt

US-Präsident Donald Trump hat betont, dass die Entscheidung, keine Bombenangriffe auf den Iran durchzuführen, seine eigene gewesen und nicht von Drittländern beeinflusst worden sei.

Trump hatte angesichts der anhaltenden gewalttätigen Proteste im Iran wiederholt mit militärischen Maßnahmen gegen die Islamische Republik gedroht. Ende Dezember war es im ganzen Land zu Unruhen aufgrund wirtschaftlicher Not und Inflation gekommen, die sich jedoch zu umfassenderen Demonstrationen gegen die Regierung entwickelten und Hunderte von Todesopfern forderten. In einer Ansprache an die Demonstranten Anfang dieser Woche sagte Tump, ohne es zu konkretisiren: "Hilfe ist unterwegs."

Reuters berichtete am Mittwoch, dass ein US-Angriff auf den Iran "unmittelbar bevorstehe". Letztendlich fand der Angriff jedoch nicht statt, und US-Medien berichteten später, dass hochrangige Vertreter aus Katar, Saudi-Arabien, Oman, Ägypten und Israel Trump dazu gedrängt hätten, ihn nicht auszuführen.

Als Trump am Freitag von Journalisten zu diesen Berichten befragt wurde, antwortete er: "Niemand hat mich überzeugt. Ich habe mich selbst überzeugt."

Die Kehrtwende des Iran hinsichtlich seiner angeblichen Pläne, schnelle Gerichtsverfahren durchzuführen und einige der gewalttätigsten Demonstranten, die während der Unruhen festgenommen worden waren, öffentlich hinzurichten, habe "großen Einfluss" auf seine Entscheidung gehabt, so der US-Präisdent.

"Sie hatten gestern über 800 Hinrichtungen geplant. Sie haben niemanden gehängt. Sie haben die Hinrichtungen abgesagt", erklärte Trump. "Ich habe großen Respekt davor, dass sie das abgesagt haben", fügte er hinzu.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte am Mittwoch Fox News, dass es "weder heute noch morgen Hinrichtungen geben werde". Araghtschi sagte außerdem, dass in den Städten des Landes wieder Ruhe eingekehrt sei, die Regierung die volle Kontrolle habe und Einmischung von außen, vor allem Israels, für die Unruhen verantwortlich sei.

Trump wurde auch gefragt, ob sein Versprechen noch gelte, den iranischen Demonstranten zu helfen. "Wir werden sehen", antwortete er.

Trotz der Absage der Luftangriffe haben die USA mindestens einen Flugzeugträger in den Nahen Osten entsandt, berichtete Fox News am Freitag unter Berufung auf Militärquellen. Washington hat laut dem Sender bereits drei Zerstörer und drei Küstenkampfschiffe in der Region.

Anfang dieser Woche verhängten die USA zusätzliche Sanktionen gegen den Iran, die sich gegen fünf Sicherheitsbeamte richteten, denen sie "Gewalt und grausame Unterdrückung" gegen die Demonstranten vorwerfen. zudem verhängte Washington Sanktionen gegen eines der Gefängnisse des Landes und 18 weitere Personen und Organisationen, die im Verdacht stehen, Teheran dabei zu helfen, die Ölsanktionen zu umgehen.

Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte am Freitag, dass Moskau sich aktiv für eine "Deeskalation der Spannungen" im Nahen Osten einsetzt, unter anderem durch Bemühungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der Telefongespräche mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geführt hat.

Mehr zum Thema – Putin bespricht Lage um Iran und im Nahen Osten mit Peseschkian und Netanjahu

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