
Orbán: Brüssel hat sich für Krieg gegen Russland entschieden

Ein Krieg Europas gegen Russland sei kein Zukunftsszenario, sondern beschlossene Sache, erklärte der ungarische Premier Viktor Orbán bei einer Anti-Kriegs-Kundgebung am Samstag. An der Veranstaltung in Kecskemét nahmen Aktivisten der regierenden Fidesz-Partei teil. Darüber berichten ungarische Medien.
Europäische Staats- und Regierungschefs hätten diesbezüglich bereits die Entscheidung getroffen und einen Plan entwickelt, so Orbán. Die EU-Politiker gingen davon aus, dass die Gemeinschaft bis zum Jahr 2030 für einen Krieg gegen Russland gerüstet sein müsse.
"Es gibt eine offizielle EU-Position, dass die Europäische Union bis 2030 kriegsbereit sein muss."
Brüssel versuche nicht länger, dies zu verbergen, fügte Ungarns Regierungschef hinzu.

In diesem Zusammenhang ging Orbán auf die im März veröffentlichte EU-Verteidigungsstrategie mit dem Titel "Readiness 2030" ein. Das Dokument ziele laut dem Politiker darauf ab, dass die EU-Mitgliedstaaten ihre bestehenden Verteidigungsdefizite bis 2030 minimierten, um eine angemessene Abschreckung gegen potenzielle Aggressoren, vor allem Russland, gewährleisten zu können.
Ferner betonte der ungarische Premier, sein Land sei in Gefahr. Es sei für Budapest die wichtigste Aufgabe, ein militärisches Eingreifen der EU zu verhindern. Allerdings stellte Orbán fest, Budapest könne diese Herausforderung nicht allein bewältigen.
"Um nicht in den Krieg hineingezogen zu werden, braucht man Stärke", erklärte der Politiker weiter. "Die Schwachen werden immer in den Krieg getrieben. Deshalb müssen wir alle Mittel nutzen, um Ungarn zu stärken."
Bei der Demonstration in Kecskemét kündigte Orbán auch einen Besuch einer ungarischen Delegation in der russischen Hauptstadt an. "Eine große Wirtschaftsdelegation reist in den kommenden Tagen, Anfang Dezember, nach Moskau, um ausschließlich Wirtschaftsthemen zu erörtern", teilte der Premier mit. Ihm zufolge verhandelt Ungarn mit Russland über den Aufbau einer strategischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit nach Aufhebung der westlichen antirussischen Sanktionen.
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