
Nach US-Strafzöllen: Europa bereitet sich auf Warenflut aus China vor

Eine Flut von Billigimporten aus China werde die wirtschaftlichen Gefahren für Europa durch Donald Trumps Zölle noch verstärken, warnen Analysten und veranlassen Brüssel, Maßnahmen zum Schutz vor einer Welle billiger Waren aus Asien vorzubereiten.
Die unmittelbare Auswirkung der 20-prozentigen Strafzölle des US-Präsidenten auf EU-Produkte hat Befürchtungen hinsichtlich der Aussichten für die angeschlagenen Hersteller des Blocks geweckt, die bereits von den US-Abgaben auf Autos und Stahl betroffen sind.

Aber Trumps harte Zölle auf Volkswirtschaften wie China und Vietnam bedeuten, dass Brüssel nun in Alarmbereitschaft ist, da ein Zustrom asiatischer Produkte wie Elektrogeräte und Maschinen auf seine eigenen Märkte umgeleitet wird. Die Kommission bereite neue Notfallzölle vor, um darauf zu reagieren, sagten Beamte und fügten hinzu, dass sie die Überwachung der Importströme verstärkt hätte.
"Der unmittelbare Handelsschock für Asien wird wahrscheinlich auf Europa zurückwirken", sagte Robin Winkler, Chefvolkswirt der Deutschen Bank in Deutschland. Chinesische Hersteller werden versuchen, mehr ihrer Produkte in Europa und anderswo zu verkaufen, da sie mit "einer gewaltigen Zollmauer in den USA" konfrontiert sind.
Der Diplomat fügte hinzu, dass die EU bereits Zölle von bis zu 35 Prozent auf chinesische Elektroautos erhoben habe und dass es möglich sei, dass Brüssel bei anderen Produkten "viel höher" gehen müsse.
Während Analysten spekuliert haben, dass die Strafmaßnahmen von Trump die EU und China näher zusammenbringen könnten, ist Brüssel seit Monaten nervös, da die Gefahr besteht, dass chinesische Hersteller angesichts der von den USA errichteten Barrieren versuchen, ihren Marktanteil durch Preisnachlässe zu erhöhen.
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat davor gewarnt, dass hohe US-Strafzölle auf Waren aus asiatischen Ländern dazu führen könnten, dass diese ihre zusätzlichen Kapazitäten nach Europa umleiten, was "massive Folgen" für die Industrie des Kontinents haben könnte.
Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, eines deutschen Think-Tanks für Wirtschaftsforschung, sagte, dass der von Trump geplante hohe Strafzoll für China ein doppelter Schlag für die deutsche Industrie sein werde. Das asiatische Land werde versuchen, mehr auf anderen Märkten zu verkaufen und damit "zusätzlichen Druck auf deutsche Unternehmen" ausüben, während es aufgrund ihrer eigenen wirtschaftlichen Probleme wahrscheinlich weniger in Deutschland hergestellte Waren kaufen werde.
Angesichts der Tatsache, dass die deutsche Wirtschaft bereits stagniere, sei es möglich, dass die US-Zölle das Land in die Rezession stürzen, so Fuest.
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