International

Präsident der COP 28: Es fehlen Beweise für Begrenzung auf 1,5 Grad durch CO₂-Reduktion

Der Präsident der 28. Klimakonferenz COP 28, Sultan Ahmed al-Dschaber, hatte erklärt, ein schrittweiser Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen werde die Welt zurück in die Steinzeit bringen. Ein Nutzen der Reduktion des Ausstoßes von Kohlendioxid durch den Menschen für das Absenken der irdischen Temperaturen sei nicht bewiesen.
Präsident der COP 28: Es fehlen Beweise für Begrenzung auf 1,5 Grad durch CO₂-ReduktionQuelle: Gettyimages.ru © Sean Gallup / Staff

Der Präsident der 28. UN-Klimakonferenz, Sultan Ahmed al-Dschaber, hat erhebliche Zweifel an der durch die Vereinten Nationen vorangetriebenen Null-Emissions-Politik für CO₂ geäußert. Er erklärte, es gebe "keine wissenschaftlichen Beweise" dafür, dass eine schrittweise Reduzierung der Nutzung fossiler Brennstoffe die Erderwärmung verringern würde. Darüber berichtete der Guardian am Sonntag.

Nach Ansicht des Präsidenten der UN-Klimakonferenz 2023 – der COP 28, die derzeit in Dubai stattfindet – würde eine schrittweise Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe vielmehr die nachhaltige Entwicklung behindern und die Menschheit zurück in die Steinzeit katapultieren.

Dies sagte der Sultan während einer Live-Online-Veranstaltung Ende November bei der Beantwortung der Fragen von Mary Robinson, der ehemaligen UN-Sonderbeauftragten für den Klimawandel. Seine Aussage widerspricht ganz grundlegend der Position der UNO und des UN-Generalsekretärs António Guterres.

"Wir befinden uns in einer absoluten Krise, die vor allem Frauen und Kinder trifft ... und das, weil wir uns noch nicht verpflichtet haben, aus den fossilen Brennstoffen auszusteigen", wurde Robinson, die Vorsitzende von The Elders, einer in London ansässigen Menschenrechts- und Umwelt-NGO, vom Guardian zitiert.
"Das ist die einzige Entscheidung, die COP 28 treffen kann, und in vielerlei Hinsicht, da Sie der Chef von ADNOC sind, könnten Sie sie mit mehr Glaubwürdigkeit treffen", fügte Robinson dem hinzu.

Al-Dschaber ist Vorstandsvorsitzende (CEO) der staatlichen Ölgesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate ADNOC (Abu Dhabi National Oil Company) und derzeit gleichzeitig der Vorsitzende der Weltkonferenz COP 28 in Dubai. Viele Kritiker haben diese Verbindung beider Funktionen als ernsthaften Interessenkonflikt bezeichnet. Auf Robinsons Äußerungen antwortete Sultan Ahmed al-Dschaber, er erwarte, dass das Gespräch "nüchtern und reif", aber nicht "alarmistisch" verlaufen werde.

"Es gibt keine Wissenschaft und kein Szenario, wonach durch den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen 1,5 Grad [Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs] erreicht werden können", sagte al-Dschaber in der Online-Veranstaltung. 

Al-Dschaber fuhr fort: "Bitte helfen Sie mir, zeigen Sie mir den Fahrplan für den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen, der eine nachhaltige sozioökonomische Entwicklung ermöglicht. Es sei denn, Sie wollen die Welt zurück in die Höhlen führen."

Robinson hielt ihm entgegen, dass ADNOC selbst stark in die künftige Produktion fossiler Brennstoffe investiere. Darauf antwortete al-Dschaber, dass sie und ihre Unterstützer ihre eigenen Medien lesen würden, und diese seien voreingenommen und falsch. Er prognostizierte auch selbst, dass früher oder später ein Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe "im Grunde unvermeidlich" sei, aber die Länder müssten "wirklich ernsthaft und pragmatisch an die Sache herangehen".

Mehr zum Thema - Physik-Nobelpreisträger Clauser bekräftigt: "Gute Nachrichten! Es gibt keine Klimakrise!"

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.