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"Kriegshetzer": Ungarischer Ministerpräsident Orbán gibt dem Finanzier Soros Schuld an Ukraine-Krise

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán erklärt, bestimmte Finanzkreise hätten ein Interesse daran, den Krieg in der Ukraine zu verlängern. Der Milliardär George Soros sei einer der Nutznießer des Ukraine-Konflikts, betont er.
"Kriegshetzer": Ungarischer Ministerpräsident Orbán gibt dem Finanzier Soros Schuld an Ukraine-KriseQuelle: Sputnik © Alexey Vitvitsky

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat den Milliardär und Finanzier George Soros zu den "Kriegshetzern" in der Ukraine gezählt. Der in Budapest geborene Oligarch verkörpere gewisse Geschäftskreise, die an einer Verlängerung des Konflikts in der Ukraine interessiert seien – wie der Premierminister des Landes in einem Interview mit dem Radiosender Kossuth am 10. Juni meinte.

Er sagte unter anderem:

"Es ist jetzt ganz offensichtlich, dass es Geschäftskreise gibt, die an diesem Krieg interessiert sind. George Soros verkörpert sie. Er spricht ganz offen über die Notwendigkeit, den Krieg zu verlängern. Das sind Kriegshetzer, die damit Geld verdienen wollen."

Solche "Kriegshetzer" sollten zur Verantwortung gezogen werden, fügte der Ministerpräsident hinzu.

Dabei könne, wie er meinte, nur der Frieden die Inflation eindämmen und die Wirtschaft vor weiteren Erschütterungen bewahren. "Wir müssen den Frieden finanzieren, nicht den Krieg", betonte ebenfalls Orbán.

Laut dem Ministerpräsidenten ist Ungarn jetzt praktisch das einzige Land, das Frieden in der Ukraine-Konflikt wolle und sich im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern geweigert habe, Waffen in das Kriegsgebiet zu liefern.

Letzten Monat hatte der ungarischstämmige Oligarch George Soros auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gesagt, die russische Militäroffensive in der Ukraine "könnte der Beginn des Dritten Weltkriegs sein, und unsere Zivilisation wird ihn vielleicht nicht überleben". Er behauptete auch, dass "der beste und vielleicht einzige Weg, unsere Zivilisation zu bewahren, darin besteht, Putin so bald wie möglich zu besiegen."

Orbán ist seit Langem einer der schärfsten Kritiker von Soros. Im Jahr 2020 hatte der ungarische Premierminister den Milliardär als "den korruptesten Mann der Welt" bezeichnet, der angeblich "eine lange Liste von Politikern, Journalisten, Richtern, Bürokraten und politischen Agitatoren, die sich als Mitglieder zivilgesellschaftlicher Organisationen ausgeben", auf seiner Gehaltsliste habe.

Im Jahr 2017 hatten Orbán und Soros feindselige Äußerungen ausgetauscht. Orbán hatte Soros beschuldigt, Ungarn zerstören zu wollen. Er hatte ihm damals vorgeworfen, sich in die Parlamentswahlen einzumischen, und betont, dass "die Existenz Ungarns auf dem Spiel" stehe. Soros hatte im Gegenzug behauptet, dass Orbáns Regierung "die Menschen mehr unterdrückt, als man dies während der sowjetischen Besatzung getan hatte".

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