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USA wollen Morddrohnen an die Ukraine liefern

Presseberichten zufolge planen die USA, Predator-Drohnen an die Ukraine zu liefern. Diese sind aus dem Drohnenmordprogramm der Vereinigten Staaten bekannt. Eine solche Waffe würde vermutlich auch von der Ukraine vor allem für Terror eingesetzt.
USA wollen Morddrohnen an die Ukraine liefernQuelle: AFP © HO / US ARMY / AFP

Laut Meldung von Reuters beabsichtigt die Biden-Regierung, die Ukraine mit modernsten Drohnen auszustatten. Es soll sich dabei um Predator-Drohnen des weiterentwickelten Modells MQ-1C handeln, deren Herstellerbezeichnung Grey Eagle lautet. Ein russisches Internetportal hatte bereits Anfang Mai gemeldet, die Ukraine dränge auf Lieferung dieser Drohnen, nachdem eine Lieferung von Drohnen des Modells Reaper bereits abgelehnt worden war.

Nach Aussage eines nicht genannten Amtsträgers soll die US-Regierung den Kongress in den kommenden Tagen über den beabsichtigten Verkauf informieren. Das Weiße Haus wie das Pentagon haben auf mehrere Pressenachfragen zu diesem Thema nicht geantwortet. Allerdings benennt die Reuters-Meldung neben dem oben erwähnten Amtsträger noch eine weitere "mit der Sache vertraute" Person als Quelle für die Aussage, dass ein Teil der jüngst verabschiedeten 40 Milliarden US-Dollar für die Ukraine für den Verkauf als auch für die erforderliche Ausbildung vorgesehen sei.

Die MQ-1C ist deutlich größer als die türkische Bayraktar-Drohne und der Sprengkopf der Hellfire-Raketen hat das doppelte Gewicht der türkischen MAM-L-Raketen, mit der die Bayraktar bestückt werden kann. Die US-Zeitschrift Forbes schrieb: "Das Langstreckenmodell der Gray-Eagle-Drohne ist 28 Fuß (8,5 Meter) lang und kann über 41 Stunden fliegen, mit einer Spitzengeschwindigkeit von 173 Meilen (278 km) pro Stunde, während die Bayraktar 21 Fuß (6,4 Meter) lang ist und für 27 Stunden bei einer Geschwindigkeit von bis zu 138 Meilen (222 km) fliegen kann."

Die Gray Eagle kann mit Luft-Luft-Lenkflugkörpern vom Typ Stinger, mit Luft-Boden-Lenkflugkörpern der Typen Hellfire und Griffen oder mit Lenkbomben vom Typ Viper Strike ausgestattet werden.

Mit diesen Drohnen würde der Ukraine eine Waffe geliefert, die eindeutig problemlos auch gegen russisches Gebiet eingesetzt werden kann. Selbst Wikipedia schreibt über die Predator-Drohnen: "Insgesamt wurden Hunderte Einsätze der Predator zum Zweck der gezielten Tötung von Menschen bekannt." Einer dieser Einsätze war der Mord am iranischen General Soleimani.

Die Ausbildung für die Steuerung dieses Systems dauert üblicherweise mehrere Monate, angeblich sollen aber erfahrene ukrainische Drohnenpiloten das in wenigen Wochen meistern können. Die Planungen dazu seien bereits erfolgt. Diese Aussage lässt sich auf zwei Arten lesen: Entweder die Ausbildung wurde in Wirklichkeit bereits begonnen, ehe der US-Kongress überhaupt über eine Lieferung dieser Waffe informiert wurde, oder die US-Regierung beabsichtigt, Piloten mit der Drohne zu liefern.

Vor wenigen Tagen erst hatte US-Präsident Joe Biden in einer Kolumne in der New York Times erklärt: "Wir ermutigen oder befähigen die Ukraine nicht, jenseits ihrer Grenzen zuzuschlagen." Dies erfolgte als Reaktion auf die russische Aussage, bei Angriffen auf russisches Gebiet würde die Antwort gegen die Auftraggeber gerichtet sein. Ein Einsatz der Gray Eagle selbst bis tief in russisches Territorium ist jedenfalls möglich; die maximale Reichweite der früheren Predator MQ-1B betrug bereits 3.704 Kilometer.

Die Ukraine hat in der Vergangenheit im Donbass bereits mehrfach Mordanschläge verübt, derer sie sich sogar gerühmt hatte. Es gab auch zahlreiche Fälle geplanter und vorbereiteter terroristischer Handlungen auf russischem Gebiet, insbesondere auf der Krim. Mit der Grey Eagle erhielte Kiew eine Waffe, die für solche terroristischen Handlungen geradezu ideal ist, was ihr Einsatz durch die USA selbst bereits ausreichend belegt hat. Das Eskalationspotenzial eines solchen Schrittes wäre unberechenbar.

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