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Ausgetauschter russischer Pilot berichtet von Folter im US-Gefängnis

Der russische Staatsbürger Konstantin Jaroschenko ist im Rahmen eines Gefangenenaustauschs nach über zehnjähriger Haft in den USA nach Russland zurückgekehrt. Er nennt sein Gerichtsverfahren fabriziert und berichtet von unmenschlichen Zuständen in US-Gefängnissen.
Ausgetauschter russischer Pilot berichtet von Folter im US-GefängnisQuelle: RT

Der russische Pilot Konstantin Jaroschenko ist im Jahr 2010 in Liberia verhaftet und von dort in die USA deportiert worden. Die US-amerikanische Drogenbekämpfungsbehörde DEA warf ihm vor, eine Großlieferung von Kokain vorbereitet zu haben. Im September 2011 verurteilte ein US-Gericht Jaroschenko zu 20 Jahren Haft. Am Mittwoch wurde Jaroschenko gegen den bisher in Russland inhaftierten US-Bürger Trevor Reed ausgetauscht. In einem Interview mit RT am Donnerstag schilderte der russische Pilot seine Erfahrungen mit der US-amerikanischen und liberianischen Justiz und berichtete von Folter und unmenschlichen Zuständen.

Seine Verurteilung und die Deportation in die USA bezeichnete Jaroschenko als rechtswidrig: "Ich habe zwölf Jahre meines Lebens für nichts gegeben, für Taten, die ich nicht begangen habe." Das Verfahren gegen ihn nannte er komplett fabriziert und gefälscht. Seiner Meinung nach handelt es sich hierbei um "ein kleines Glied einer langen Kette zur Diskreditierung der russischen Regierung".

Bereits kurz nach seiner Verhaftung am 28. Mai 2010 in Liberia sei Jaroschenko zweieinhalb Tage lang "unmenschlich unter höchstem Druck" gefoltert worden:

"Sie folterten brutal und professionell. Sie wussten, wie und wohin man zuschlagen sollte, damit ich am Leben bleibe, so dass sie mit mir zu tun haben können. Sie schlugen mich auf die Fersen, schlugen mir die Zähne aus, schlugen mir auf die inneren Organe und haben mir die Knochen gebrochen."

Nach seiner Inhaftierung in einem US-amerikanischen Gefängnis konnte Jaroschenko in unregelmäßigen Zeitabständen mit seinen Angehörigen telefonieren. Dennoch seien die US-Gefängnisse im Hinblick auf die Behandlung der Häftlinge "jenseits jeglicher Kritik". Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen seitens der USA an Russland und andere Länder zeigten nur Doppelmoral, so Jaroschenko. Die USA besäßen auch Gefängnisse im Ausland und würden regelmäßig Bürger von Drittstaaten illegal verschleppen:

"Ich bin sehr froh, dass ich es herausschaffte und hier bin. Ich kann jetzt die Wahrheit sagen, was die US-Machthaber mit Staatsbürgern der Russischen Föderation und anderer Staaten, die ich in US-amerikanischen Verliesen getroffen hatte, veranstalten."

Jaroschenko gab an, dass ihm die Unterstützung seiner Familie und Angehörigen geholfen habe, die schwierige Zeit in Haft zu überstehen. Ebenso sei er der russischen Regierung und den Diplomaten für ihre Unterstützung dankbar. Er sei stets sicher gewesen, dass er nicht im Stich gelassen werde.

Auf die Frage nach seinen Zukunftsplänen antwortete Jaroschenko, dass er die Doppelmoral der USA öffentlich anprangern und möglicherweise rechtlich dagegen vorgehen wolle, auch wenn er verstehe, dass die meisten internationalen Organisationen "US-amerikanische Marionetten" seien:

"Das Böse muss bestraft werden. Natürlich werde ich versuchen, die US-Regierung für ihre Taten verurteilen zu lassen. Das Gleiche gilt für die Regierung Liberias. Natürlich weiß ich, dass es schwierig sein wird, doch ich will die ganze Welt wissen lassen, was die Machthaber der USA auf Gebieten von Drittstaaten veranstalten."

Zunächst einmal wolle er aber einfach nur ausschlafen, so der Pilot.

Mehr zum Thema - Gefangenenaustausch zwischen Russland und USA: Konstantin Jaroschenko gegen Trevor Reed

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