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Legendäres Schiffswrack von Forscher Shackleton nach 107 Jahren in der Antarktis entdeckt

Wissenschaftler haben nach jahrelangen Recherchen eines der größten unentdeckten Schiffswracks der Geschichte gefunden und gefilmt. Die Endurance, das verschollene Schiff des Antarktisforschers Sir Ernest Shackleton, wurde am Wochenende auf dem Grund des Weddellmeeres gefunden.
Legendäres Schiffswrack von Forscher Shackleton nach 107 Jahren in der Antarktis entdecktQuelle: Gettyimages.ru © Hulton Archive / JS translation missing: stringer

Der britische Polarforscher Sir Ernest Henry Shackleton nahm an vier Antarktisexpeditionen teil, von denen er bei dreien als Expeditionsleiter tätig war. Im Jahre 1914 organisierte er eine Forschungsreise, die als Endurance-Expedition bekannt ist.

Das dazugehörige Expeditionsschiff sank dabei 1915 im Weddellmeer – dem größten der rund 14 Randmeere des Südlichen Ozeans am antarktischen Kontinent. Zuvor war es vom Packeis angeblich zerdrückt worden. Shackleton ging im Nachhinein in die Geschichte ein, da er im Rahmen einer abenteuerlichen Rettungsaktion alle Expeditionsteilnehmer vor dem Tod bewahren konnte.

Gut 107 Jahre später wurde das Wrack nun in einer Tiefe von 3.008 Metern im Weddellmeer lokalisiert. Das Schiff fand sich ungefähr vier Meilen südlich der letzten Position, die der Kapitän damals im Logbuch festgehalten hatte. Mensun Bound, ein Teilnehmer der Forschungsgruppe erklärte:

"Die Endurance wurde etwas mehr als vier Seemeilen (7,5 km) südlich von Frank Worsleys berühmter Untergangsposition gefunden (68°39'30" Süd; 52°26'30" West)."

Laut der BBC belegen erste Videoaufnahmen, die die Überreste zeigen, dass die Endurance sich in einem bemerkenswerten Zustand befindet. Laut Expeditionsteilnehmern sind "die Balken zwar zerbrochen, aber noch weitgehend zusammen, und der Name – Endurance – ist deutlich auf dem Heck zu lesen."

"Es steht aufrecht auf dem Meeresboden, ist intakt und in einem hervorragenden Erhaltungszustand", so der Meeresarchäologe Mensun Bound, der an der Entdeckungsexpedition teilnimmt:

Der Leiter der Mission, der Polargeograf Dr. John Shears, wird mit den Worten zitiert:

"Wir haben die schwierigste Schiffswracksuche der Welt erfolgreich abgeschlossen und dabei mit ständig wechselndem Meereis, Schneestürmen und Temperaturen von bis zu -18 °C gekämpft. Wir haben das geschafft, was viele für unmöglich hielten."

Laut Angaben der Forscher hatten U-Boote zwei Wochen lang ein vorher festgelegtes Suchgebiet genauestens durchkämmt und dabei verschiedene interessante Ziele untersucht, bevor sie schließlich am Samstag das Wrack final entdeckten. Des Weiteren wurde bekannt gegeben, dass das Schiff noch genauso aussehen soll, wie es 1915 von Shackletons Filmemacher Frank Hurley zum letzten Mal fotografiert wurde. So heißt es im BBC-Artikel:

"Die Masten sind umgekippt, die Takelage ist durcheinander, aber der Rumpf ist weitgehend zusammenhängend. Am Bug sind einige Schäden zu erkennen, vermutlich dort, wo das sinkende Schiff auf dem Meeresboden aufschlug. Die Anker sind noch vorhanden. Die U-Boote entdeckten sogar einige Stiefel und Geschirr."

Des Weiteren heißt es aus dem Bericht von Mensun Bound:

"Wenn man über das Heck aufsteigt, gibt es eine weitere Überraschung. Dort, auf dem Brunnendeck, steht das Rad des Schiffes mit allen Speichen, völlig intakt. Und davor befindet sich der Niedergang (mit zwei weit geöffneten Türflügeln), der zum Kajütdeck hinunterführt. Das berühmte Bild von Frank Hurley (Expeditionsfotograf) von Thomas Ord Lees (Motorenexperte), der gerade in das Schiff hinabsteigen will, wurde genau hier aufgenommen.

Und neben dem Korridor kann man ein Bullauge sehen, das Shackletons Kabine darstellt."

Mensun Bound in seinem Bericht:

"Wir fanden das Wrack auf den Tag genau hundert Jahre nach Shackletons Beerdigung (5. März 1922). Normalerweise stehe ich überhaupt nicht auf solche Sachen, aber das hier fand ich ein bisschen gruselig."

Das Wrack selbst ist gemäß dem internationalen Antarktisvertrag ein ausgewiesenes Denkmal und darf in keiner Weise gestört werden.

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