International

Liveticker zum Ukraine-Krieg: 10 von 15 deutschen Panzerhaubitzen in der Ukraine schon verschlissen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker zum Ukraine-Krieg: 10 von 15 deutschen Panzerhaubitzen in der Ukraine schon verschlissenQuelle: AFP © Christof STACHE / AFP
  • 10.08.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:53 Uhr

    Stellvertretender Befehlshaber der DVR kommentiert laufende Offensive

    Der stellvertretende Befehlshaber der Volksmiliz der DVR, Eduard Basurin, hat den Verlauf der Offensive der Donezker Streitkräfte gegen die ukrainischen befestigten Stellungen um die Stadt Awdejewka kommentiert. Wie er der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mitteilte, gebe es gegenwärtig zwei Vorstoßrichtungen. Westlich von Donezk laufe nach dem Durchbruch der ukrainischen Verteidigungslinie in der Siedlung Peski der Sturm auf die Städte Marjinka und Krasnogorowka. Im Norden der DVR werde indessen in den Städten Artjomowsk (ukr. Bachmut) und Soledar gekämpft. Die für den ukrainischen befestigten Raum namensgebende Stadt Awdejewka soll dagegen Basurin zufolge eingeschlossen werden:

    "Nach Awdejewka kommt niemand herein und niemand hat eine Absicht, es zu tun. Die Stadt wird eingekreist werden, denn unsere Kräfte stoßen nördlich dieser Siedlung vor, um die ukrainischen Militärs, die in der Stadt bleiben, einzukreisen. Sie werden in Gefangenschaft kommen oder fallen, die Wahl liegt bei ihnen."

  • 22:36 Uhr

    Ammoniak-Auslauf nach ukrainischem Beschuss der Donezker Brauerei

    Der Stab für Territorialverteidigung der Donezker Volksrepublik hat über sein offizielles Telegramkanal den Beschuss der Donezker Brauerei durch ukrainisches Militär gemeldet. Der Angriff habe einen Auslauf von Ammoniak verursacht.

    "Durch einen Beschuss durch ukrainische bewaffnete Verbände des Geländes der Donezker Brauerei, die im Stadtbezirk Kalininski liegt, ereignete sich ein Auslauf von Ammoniak.

    Der Schadensradius beträgt zwei Kilometer."

    Videoaufnahmen aus den sozialen Netzwerken zeigen einen massiven Brand und Notfalldienste im Einsatz. Das Katastrophenschutzministerium der DVR empfahl den Stadtbewohnern, sich nicht im Freien aufzuhalten, die Fenster geschlossen zu lassen und Atemschutz zu tragen.

  • 22:19 Uhr

    Russisches Verteidigungsministerium: Kiew will Geheimdienst nach Charkow schicken, um russlandtreue Personen zu identifizieren und zu bestrafen

    Wie TASS meldet, soll das Kiewer Regime planen, eine Gruppe von Mitarbeitern des Geheimdienstes SBU nach Charkow zu schicken, um russlandtreue Bürger zu identifizieren und zu bestrafen. Dies erklärte Generaloberst Michail Misinzew, Leiter des russischen Zentrums für Verteidigungsmanagement, am Mittwoch.

    "Es ist zuverlässig bekannt, dass das Kiewer Regime plant, in naher Zukunft unter dem Vorwand, nach angeblichen Beobachtern von Luft- und Artillerieangriffen der russischen Streitkräfte zu suchen, eine Gruppe des SBU und anderer Sicherheitsbehörden nach Charkow zu entsenden, um eine weitere groß angelegte Strafaktion durchzuführen, bei der russlandtreue Bürger (die sich pro-russisch äußern) identifiziert und anschließend wegen Kollaboration angeklagt werden sollen",

    so Misinzew, der auch das russische Hauptquartier zur Koordinierung der humanitären Hilfe in der Ukraine leitet.

    Ihm zufolge werden die inhaftierten Bürger Androhungen physischer Gewalt gegen ihre Familienangehörigen, Gewalt und Folter ausgesetzt sein, wie es bereits in Odessa, Nikolajew, Slawjansk, Sumy, Tschernigow und einer Reihe anderer Orte geschehen ist.

    Misinzew sagte, dass die SBU-Offiziere beabsichtigen, als Gründe für die Inhaftierung der Stadtbewohner die Historie der Anrufe und SMS-Nachrichten an russische Nummern zu verwenden, die in ihren Telefonen gefunden wurden, Korrespondenz in Messenger-Diensten, die die gegenwärtigen ukrainischen Behörden verurteilen, Abonnements russischer Kanäle in sozialen Netzwerken, Foto- oder Videomaterial von den Ergebnissen der Niederlage ukrainischer Militäreinrichtungen und Informationen aus Denunziationen durch ihre Nachbarn, Freunde, Verwandte oder Bekannte.

  • 22:01 Uhr

    Stromversorgung von mehr als 4.000 Haushalten in Donezk unterbrochen

    Der Stab der Territorialverteidigung der Donezker Volksrepublik (DVR) hat gemeldet, dass der ukrainische Beschuss der Stadt für einen Stromausfall in mehr als 4.000 Haushalten von Donezk sorgte. Die Behörde gab auf Telegram bekannt:

    "Durch den Beschuss seitens bewaffneter Verbände der Ukraine blieben 4.500 Haushalte im Kirowski Bezirk von Donezk ohne Stromversorgung."

    Wie die Vertretung der DVR meldete, hatte Kiews Militär während des gestrigen Tages insgesamt 295 Geschosse abgefeuert und dabei Artillerie der Kaliber 155, 152 und 122 Millimeter sowie Grad-Raketenwerfer eingesetzt.

  • 21:37 Uhr

    DVR verstärkt Flugabwehr in Umgebung Donezk

    Die Miliz der Volksrepublik Donezk hat bekannt gegeben, dass die Flugabwehr in der Umgebung von Donezk verstärkt worden sei. Ein Vertreter des Ressorts teilte mit:

    "Die Gefechtsbesatzungen bekämpfen nicht nur qualitativ feindliche Drohnen, sondern erhöhen auch die Kontrolle von Luftzielen anderer Art erheblich. Die Wirksamkeit der gegnerischen Langstreckenwaffen wurde in der Umgebung Donezk deutlich verringert."

    Die ukrainischen Streitkräfte beschießen regelmäßig bewohnte Gebiete in der DVR und LVR. Für die Angriffe wird auch Artillerie des Kalibers 155 Millimeter eingesetzt, mit denen NATO-Länder ausgestattet sind.

  • 21:15 Uhr

    Umfrage in Polen: Mehr als die Hälfte der Bürger für Wiedereinführung der Wehrpflicht

    Eine neue Umfrage in Polen soll ergeben haben, dass mehr als die Hälfte der polnischen Bürger eine Wiedereinführung der Wehrpflicht in ihrem Land unterstützen. Einer Repräsentativumfrage des Meinungsforschungsinstituts CBOS nach hätten 54 Prozent der mehr als 1.000 Befragten eine Wehrpflicht befürwortet.

    Überdies hätten 78 Prozent der Befragten militärische Schulungen für Zivilisten begrüßt. Lediglich 15 Prozent hätten sich kategorisch gegen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht ausgesprochen.

    Polen grenzt an die Ukraine, wo derzeit schwere Gefechte toben. Seit Beginn des Krieges im Nachbarland sollen rund 5,4 Millionen Menschen aus der Ukraine zunächst nach Polen geflüchtet sein.

  • 20:58 Uhr

    Melitopol: Sprengsatz explodiert im Zentrum für humanitäre Hilfsgüter

    In einem Zentrum für Verteilung humanitärer Hilfe in der russisch kontrollierten Stadt Melitopol im Gebiet Saporoschje hat sich eine Explosion ereignet. Dies gab das Mitglied des Hauptrats der regionalen Verwaltung Wladimir Rogow bekannt. In einem Beitrag auf Telegram zeigte er die durch die Explosion verursachten Zerstörungen und beschuldigte die Ukraine:

    "Ukrainische Terroristen haben versucht, das Zentrum für Verteilung humanitärer Hilfe der Bewegung 'Wir sind zusammen mit Russland' in Melitopol zu sprengen. Durch die Explosion wurden die Fensterscheiben ausgeschlagen, ernsthafte Zerstörungen gibt es nicht. Es gibt keine Opfer oder Verletzte."

    Rogow zufolge wurde die Explosion durch einen improvisierten Sprengsatz verursacht. Das Ziel des Anschlags sei es sicherlich gewesen, die Zivilisten einzuschüchtern und die Hilfslieferungen zu behindern. Die einheimischen Zivilisten, darunter auch solche, die aus ukrainisch kontrollierten Teilen des Gebiets Saporoschje geflohen waren, verurteilen den Anschlag, erklärte der Politiker.

  • 20:32 Uhr

    Zivilist in Donezk von "Lepestok"-Mine in die Luft gesprengt

    Im Donezker Stadtteil Petrowski ist ein Mann von einer "Lepestok"-Mine in die Luft gesprengt worden. Der Zivilist sei verletzt worden. Dies teilte das Verteidigungshauptquartier der Donezker Volksrepublik mit. Die "Lepestok"-Schützenabwehr-Sprengmine (PFM-1) verwundet Beine und wird beim Drauftreten ausgelöst.

    Die Vertretung der Volksrepublik Donezk beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung des Waffenstillstandsregimes registrierte wiederholt den Einsatz von "Lepestok"-Minen durch ukrainische Truppen in den Städten der Republik.

    Zuvor hatte die Ständige Vertretung Russlands bei den Vereinten Nationen ein Schreiben an den Sicherheitsrat gerichtet, in dem es um den Einsatz dieser Minen gegen Zivilisten im Donbass durch Kiew ging. Das Schreiben wurde auch an den Generalsekretär der Vereinten Nationen gesandt.

    Die Ukraine ratifizierte 2005 das Ottawa-Abkommen, das den Einsatz, die Lagerung und die Herstellung von Antipersonenminen verbietet. Mit dem Einsatz der "Lepestok"-Minen verstößt Kiew gegen seine internationalen Verpflichtungen.

  • 19:58 Uhr

    Russischer Mi-8-Hubschrauber verletzt angeblich Luftraum Estlands

    Ein russischer Hubschrauber vom Typ Mi-8 soll am 9. August den estnischen Luftraum verletzt haben. Dies gab der Pressedienst des Hauptquartiers der estnischen Verteidigungskräfte bekannt. In der Meldung hieß es:

    "Ein russischer Hubschrauber vom Typ Mi-8 drang am Abend des 9. August in den estnischen Luftraum in der Gegend von Koidula im Südosten des Landes ein. Der Hubschrauber blieb fast eine Minute lang im estnischen Luftraum. Der Hubschrauber hatte keinen Flugplan, der Transponder war ausgeschaltet. Er hatte auch keine Funkverbindung mit dem estnischen Flugverkehrsdienst."

    Nach Angaben des Pressedienstes des estnischen Außenministeriums sei der russische Botschafter Wladimir Lipajew im Zusammenhang mit dem Vorfall ins Außenministerium einbestellt worden. Dem Diplomaten sei eine Protestnote übergeben worden.