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Liveticker zum Ukraine-Krieg – Moskau: Ukraine verliert über 2.000 Soldaten bei Soledar

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker zum Ukraine-Krieg – Moskau: Ukraine verliert über 2.000 Soldaten bei Soledar© Anatolii STEPANOV / AFP
  • 12.08.2022 16:19 Uhr

    16:19 Uhr

    Moskau: Ukrainische Version des Beschusses von AKW Saporoschje in UNO nicht unterstützt

    Die Teilnehmer der Sitzung des UN-Sicherheitsrats sollen die Version Kiews, dass der Beschuss des Atomkraftwerks Saporoschje angeblich von russischer Seite ausgeht, nicht unterstützt haben. Dies gab der Erste Stellvertretende Ständige Vertreter Russlands bei den Vereinten Nationen Dmitri Poljanski bekannt.

    Nun seien diejenigen, die das von Russland einberufene Treffen zu den Angriffen der ukrainischen Streitkräfte auf das AKW verfolgten, im Bilde, "zu welchen diplomatischen Ausflüchten unsere westlichen Kollegen bereit sind", um die Dinge nicht beim Namen zu nennen: "Die Ukraine beschießt das AKW Saporoschje rücksichtslos und gefährdet dabei die Sicherheit ganz Europas", so der Diplomat.

    Es bleibe zu hoffen, dass die Diskussion, bei der "niemand die wahnhafte Darstellung der Ereignisse durch die Ukraine unterstützt hat", die ukrainische Führung von neuen "rücksichtslosen Provokationen" abhalte, hieß es weiter. Poljanski brachte zudem die Hoffnung zum Ausdruck, dass der Besuch des Leiters der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) Rafael Grossi im Atomkraftwerk Saporoschje in naher Zukunft stattfinden wird.

  • 15:52 Uhr

    DVR meldet Tod eines Mannes infolge des Beschusses von Donezk

    Die ukrainischen Streitkräfte sollen die Stadt Donezk nach Angaben des Hauptquartiers der Territorialen Verteidigung der Donezker Volksrepublik erneut beschossen haben. Dabei soll ein Zivilist getötet worden sein. Auf dem Telegram-Kanal der Territorialen Verteidigung heißt es:

    "Die ukrainischen Kräfte haben den Stadtteil Kirowski von Donezk angegriffen, wobei ein Mann in der Grusinskaja-Straße getötet wurde."

    Einheiten der ukrainischen Armee beschießen weiterhin weite Stadtteile von Donezk mit großkalibriger Artillerie.

  • 15:15 Uhr

    Gebäude der Wirtschaftshochschule in Gorlowka bei Beschuss durch ukrainische Truppen beschädigt

    Das Gebäude der Wirtschaftshochschule in der Stadt Gorlowka in der Donezker Volksrepublik wurde durch den gestrigen Beschuss durch ukrainische Truppen beschädigt, verkündete Iwan Prichodko, der Bürgermeister der Stadt. Er postete mehrere Fotos der Bildungseinrichtung auf seinem Telegram-Kanal und schrieb:

    "Wir erhalten weiterhin Informationen über die Zerstörung der Infrastruktur infolge des gestrigen Beschusses von Gorlowka durch die ukrainischen Neonazis. So wurde das Gebäude der Hochschule für Industrietechnik und Wirtschaft in Gorlowka unterschiedlich stark beschädigt."

  • 14:47 Uhr

    Russland: Ukrainische Behörden überlassen dem Westen ihr Territorium für den Krieg

    Ramasan Abdulatipow, der Ständige Vertreter Russlands bei der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (kurz OIZ), hat erklärt, dass die ukrainischen Behörden dem Westen das Territorium des Landes überlassen hätten, um Krieg gegen Russland zu führen. Wörtlich hieß es:

    "Die ukrainische Führung hat sich als unfähig erwiesen, ihr Volk zu verteidigen, und hat dem Westen ihr Territorium für den Krieg mit Russland überlassen. In Wirklichkeit ist der Konflikt in der Ukraine ein Krieg mit einer aggressiven Koalition des Westens unter Führung der USA."

    Abdulatipow wies darauf hin, dass der Westen Gespräche mit muslimischen Ländern führt, um deren Haltung gegenüber Russlands militärischer Sonderoperation in der Ukraine zu ändern. Der Diplomat betonte, dass die muslimischen Länder eine reiche Erfahrung in Form von "Aggressionen in Libyen und im Irak" haben, um nicht auf solche Tricks zu reagieren.

    Nach Ansicht des Ständigen Vertreters hätten sich die muslimischen Länder als verlässlichere Partner für Russland unter schwierigen Bedingungen erwiesen, wenn der Westen seine Arbeit gegen Russland richte.

  • 14:12 Uhr

    Kiew kündigt Kooperationsabkommen zwischen ukrainischen und weißrussischen Innenministerien auf

    Die ukrainische Führung hat ein Kooperationsabkommen zwischen den Innenministerien der Ukraine und Weißrusslands gekündigt. Die Entscheidung wurde am 9. August in einem Regierungsdekret verankert. Laut RIA Nowosti heißt es in dem Dokument:

    "Aufgrund der radikalen Veränderung der Umstände beschließt das Ministerkabinett der Ukraine, das am 6. März 1992 in Tschernigow unterzeichnete Abkommen über die Zusammenarbeit zwischen dem Innenministerium der Ukraine und dem Innenministerium der Republik Weißrussland zu kündigen."

    Das Abkommen sah vor, dass die Ministerien beider Länder bei der Verbrechensbekämpfung, dem Schutz der öffentlichen Ordnung, der Vollstreckung von Strafen, der Suche nach vermissten Personen, Unterhaltshinterziehern und -klägern, der Identifizierung von Personen ohne Papiere, der Straßenverkehrssicherheit, dem Brandschutz und der Entwicklung der wissenschaftlichen, informationellen und technischen Kommunikation zusammenarbeiten.

    Medienberichten zufolge hat die ukrainische Regierung das Außenministerium angewiesen, die weißrussische Seite über die Beendigung des besagten Abkommens ab dem Datum des Erhalts einer solchen Mitteilung zu informieren.

  • 13:47 Uhr

    Saporoschje-Beamter: Ukrainische Streitkräfte beschießen Atomkraftwerk Saporoschje mit Lenkraketen aus westlicher Produktion

    Ukrainische Truppen sollen das Kernkraftwerk Saporoschje mit Lenkraketen aus westlicher Produktion beschossen haben. Das teilte das Mitglied der Militär- und Zivilverwaltung des Gebietes Saporoschje Wladimir Rogow laut RIA Nowosti mit. Er sagte:

    "Man beachte, dass es die von denselben Angelsachsen hergestellten Lenkgeschosse sind, die auf das Atomkraftwerk abgefeuert werden. Der Punkt ist, dass sie gefährlich sind, weil sie gelenkt werden – sie gehen dorthin, wohin man sie lenkt."

    Rogow zufolge ging eins der Geschosse "zehn Meter von der Lagerstätte für Kernbrennstoffe entfernt" nieder. Die örtlichen Behörden versprachen, bald Beweise und Bestätigungen für den Angriff vorzulegen.

  • 13:13 Uhr

    Russischer Senator: EU steht große Energiekatastrophe bevor

    Die EU könnte größere Probleme aufgrund des Ölembargos gegen Russland vermeiden, wenn sie die Sanktionen aufhebt. Darauf wies der russische Senator Alexei Puschkow auf seinem Telegram-Kanal hin und kommentierte damit einen Artikel vom Bloomberg-Kolumnisten Javier Blas über Moskaus Sieg in der Konfrontation auf dem Ölmarkt.

    Wie Puschkow feststellte, zeigt die derzeitige Situation, dass die EU ohne Öl aus Russland eine schwierige Zeit haben wird. Er betonte:

    "Mit anderen Worten: Das Embargo für den Seetransport von russischem Öl, das die EU ab 2023 verhängen will, wird die Europäer selbst weit mehr bestrafen als Russland."

    Laut dem Senator hat Brüssel noch Zeit, seine eigenen Sanktionen anzupassen und ein solches Embargo in voller Übereinstimmung mit dem offiziellen EU-Grundsatz aufzuheben.

  • 12:52 Uhr

    Ukrainische Armee verliert über 2.000 Mann bei Soledar

    Die Verluste der ukrainischen Truppen in Soledar infolge einer Offensive der alliierten Streitkräfte belaufen sich auf mehr als 2.000 Soldaten. Das verkündete das russische Verteidigungsministerium am Freitag. In einer entsprechenden Erklärung hieß es laut RIA Nowosti:

    "Infolge der Offensive der alliierten Streitkräfte bei Soledar beliefen sich die Verluste der 14. mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte auf mehr als 2.000 Personen. Der Rest des Personals der Brigade wurde von der ukrainischen Führung in die rückwärtigen Gebiete abgezogen."

  • 12:34 Uhr

    Medwedew: Selenskij erwartet entweder ein Tribunal oder die Rückkehr zu Nebenrollen in Comedy-Shows

    Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates Dmitri Medwedew ist der Ansicht, dass es für den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij keine anderen Optionen gibt als ein Tribunal oder eine Rückkehr zu Nebenrollen in Comedy-Shows. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur TASS.

  • 12:02 Uhr

    Russland: Ukrainische Truppen beschießen Dorf Swerdlikowo im Gebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte haben das Dorf Swerdlikowo im russischen Gebiet Kursk beschossen. Das teilte der Gouverneur des Gebietes, Roman Starowoit, in seinem Telegram-Kanal mit.

    Seinen Angaben zufolge soll es keine Verletzten gegeben haben. Die Geschosse sollen in den Gemüsegärten der Einwohner explodiert sein.

    Die Ortschaft Swerdlikowo liegt an der Grenze zum ukrainischen Gebiet Sumy. Für das Gebiet Kursk gilt aufgrund des regelmäßigen Beschusses der Grenzgebiete die Terrorismuswarnstufe Gelb.