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Liveticker zum Ukraine-Krieg: Britisches Spionageflugzeug RC-135 über Barentssee von MiG abgefangen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker zum Ukraine-Krieg: Britisches Spionageflugzeug RC-135 über Barentssee von MiG abgefangenQuelle: Sputnik © Нина Падалко/РИА Новости
  • 15.08.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt einen schönen Abend!

  • 22:56 Uhr

    Russlands Verteidigungsminister Schoigu telefoniert mit UN-Generalsekretär Guterres

    Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu hat bei einem Telefongespräch mit dem Generalsekretär der UNO, Antonio Guterres, die Bedingungen für einen sicheren Betrieb des Saporoschje-Kernkraftwerks besprochen. Dies teilte Russlands Verteidigungsministerium mit.

    Schoigu und Guterres hätten außerdem Meinungen in Bezug auf eine Mission zur Überprüfung des Vorfalls in der Untersuchungshaftanstalt in Jelenowka ausgetauscht. Dort wurden nach russischen Angaben gefangene Angehörige des ukrainischen Asow-Regiments durch ukrainischen Raketenbeschuss getötet.

    "Außerdem wurden die Initiativen der UNO hinsichtlich der Vereinfachung des Exports von russischen Lebensmitteln und Düngemitteln besprochen", so die Meldung des Verteidigungsministeriums weiter.

    Angaben der dpa zufolge bestätigten die UNO in New York das Telefonat. Details wurden nicht genannt.

  • 22:16 Uhr

    Deutschland: Russland muss AKW Saporoschje an Ukraine zurückgeben – "Angriffe stellen große Gefahr dar"

    Seit Monaten schon beschießen ukrainische Streitkräfte das von der russischen Armee gehaltene AKW Saporoschje. Und seit ein paar Tagen hat der Beschuss enorm zugenommen. Doch statt auf die Kiewer Behörden einzuwirken, damit sie den Beschuss des Kraftwerks einstellen, appelliert man im Westen an Russland.

    Derweil fordert Moskau von Washington, Brüssel und anderen westlichen Hauptstädten, unverantwortliche Spielchen und Intrigen im Zusammenhang mit dem Atomkraftwerk Saporoschje einzustellen. Dies geht aus einem Kommentar der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hervor, der am Montag veröffentlicht wurde.

    Sacharowa schrieb in der Erklärung:

    "Wir fordern Washington, Brüssel und andere Hauptstädte, primär die europäischen Hauptstädte auf, die unverantwortlichen Spiele und Intrigen um das AKW zu beenden und sofort auf die Kiewer Behörden einzuwirken, damit sie den Beschuss des Kraftwerks und der umliegenden Gebiete einstellen."

    Sacharowa weiter:

    "Die westlichen Länder stürzen sich wieder einmal auf eklatante Lügen, indem sie behaupten, Russland stelle eine Bedrohung für das AKW Saporoschje dar. Es liegt auf der Hand, dass dies den Tatsachen widerspricht, die wir mehrfach dargelegt haben, auch innerhalb des Sicherheitsrates. Es ist unbestreitbar, dass die Angriffe auf das Kraftwerk und [die Stadt] Energodar von ukrainischen bewaffneten Verbänden durchgeführt werden, die auf Befehl von Kiew handeln. Diese Angriffe wurden sogar fortgesetzt, als die EU-Delegierten in Wien Unterschriften für ihre Erklärung sammelten, anstatt das Regime von [dem ukrainischen Präsidenten] Wladimir Selenskij, der in seiner eigenen Straflosigkeit schwelgt, energisch zu rügen."

    Die Europäische Union würde Kiew in dem Bemühen unterstützen, Hindernisse für eine Mission der IAEO nach Saporoschje zu schaffen. Moskau verurteile nachdrücklich alle Behinderungen einer solchen Inspektion. Die Duldung des Kiewer Vorgehens in der gegenwärtigen Lage um das AKW Saporoschje durch die westlichen Schirmherren der Ukraine sei "einfach kriminell".

  • 21:47 Uhr

    Lettland liefert vier Kampfhubschrauber an die Ukraine

    Lettlands Verteidigungsminister Artis Pabriks hat die Übergabe von vier Kampfhubschraubern an die Ukraine bekannt gegeben. Er schrieb auf Twitter:

    "Die ukrainische Luftwaffe hat soeben vier Hubschrauber als Geschenk von Lettland erhalten. Bald werden sie bei der ukrainischen Armee in Dienst gestellt."

    Wie die ukrainische staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform unter Verweis auf lettische Medien berichtete, handelt es sich um zwei Hubschrauber vom Typ Mi-17 und zwei weitere vom Typ Mi-2.

    Außerdem forderte Pabriks in seinem Tweet die westlichen Staaten auf, die Unterstützung der Ukraine mit Waffen nicht einzustellen. Russland hatte zuvor mehrmals betont, dass Waffenlieferungen an Kiew den Konflikt nur verlängern würden.

  • 21:20 Uhr

    Barentssee: Britisches Spionageflugzeug verletzt russische Grenze bei Kap Swjatoi Nos

    Ein britisches Aufklärungs- und elektronisches Kampfflugzeug (EWB) hat über der Barentssee in der Nähe von Kap Swjatoi Nos die russische Staatsgrenze verletzt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte dies am Montag gegenüber Reportern, wie TASS meldete. In der Erklärung heißt es:

    "Die Luftabwehrkräfte, die über der Barentssee im Einsatz sind, haben ein unbekanntes Luftziel entdeckt, das sich auf die russische Staatsgrenze zubewegte. Um die Verletzung der Staatsgrenze zu stoppen, wurde ein MiG-31BM-Kampfjet von den diensthabenden Luftverteidigungskräften abgezogen, die ihn als ein RC-135-Funkaufklärungs- und elektronisches Kampfflugzeug der britischen Luftwaffe identifizierten."

    Das russische Ministerium betonte, dass das Ziel aus der Luft die russische Grenze in der Nähe von Kap Swjatoi Nos verletzt habe. Das Aufklärungsflugzeug wurde durch die Aktionen der russischen Jagdflugzeugbesatzung aus dem russischen Hoheitsgebiet vertrieben.

  • 21:07 Uhr

    In der DVR angeklagten ausländischen Söldnern droht teilweise die Todesstrafe

    In der Donezker Volksrepublik (DVR) wurde die Anklage gegen ausländische Söldner eröffnet, die auf Seiten der ukrainischen Streitkräfte gekämpft haben, wie RIA Nowosti berichtet.

    Fünf ausländische Söldner, die auf der Seite der ukrainischen Rebellen im Donbass gekämpft haben, wurden von einem Gericht der Donezker Volksrepublik angeklagt, so ein Korrespondent von RIA Nowosti. Sie werden beschuldigt, die folgenden Straftaten begangen zu haben:

    • Matthias Gustavsson (Schweden): Teilnahme an Feindseligkeiten als Söldner und Ausbildung für die gewaltsame Machtergreifung;
    • Vekoslav Prebeg (Kroatien): Teilnahme an Feindseligkeiten als Söldner und Ausbildung für die gewaltsame Machtergreifung;
    • John Harding (Großbritannien): Teilnahme an Feindseligkeiten als Söldner und Ausbildung für die gewaltsame Machtergreifung;
    • Andrew Hill (Großbritannien): Teilnahme an Feindseligkeiten als Söldner;
    • Dylan Healy (Großbritannien): Anwerbung von Söldnern.

    Den ersten drei Angeklagten droht die Todesstrafe. Auf die Frage des Richters, ob in Bezug auf die Anklage alles klar sei, bejahten alle fünf ausländische Staatsangehörige die Frage. Keiner von ihnen war jedoch bereit, seine Schuld einzugestehen.

    Laut TASS sagte der Richter während der Verhandlung:

    "Das Gericht ist verpflichtet klarzustellen, dass die Anklage gegen Gustavsson, Prebeg und Harding die Todesstrafe vorsieht."

    Das Verfahren soll Anfang Oktober fortgesetzt werden.

    Drei andere in Mariupol gefangengenommene Ausländer wurden zuvor in Donezk zum Tode verurteilt: die beiden Briten Shaun Pinner und Aiden Aslin sowie der Marokkaner Brahim Saadoun. Alle drei bekannten sich schuldig, sich an der bewaffneten Aggression der Ukraine beteiligt zu haben, die darauf abzielte, die Macht in der DVR zu übernehmen.

  • 20:41 Uhr

    Energodar: Strahlungswerte im Normbereich

    Die Werte für radioaktive Strahlung im Umland des Saporoschje-Kernkraftwerks in der Stadt Energodar befinden sich im Normbereich. Dies meldete das Mitglied des Hauptrats der militärisch-zivilen Verwaltung des Gebiets Saporoschje, Wladimir Rogow, der Nachrichtenagentur TASS. In einem von TASS veröffentlichten Video erklärte er:

    "Es wird die Nachricht forciert, dass Energodar dringend evakuiert, dass zehntausende Bewohner von hier flüchten, dass es einen Stau gibt. Hier ist die Ausfahrt aus der Stadt, es gibt keine Autos. Man behauptet, dass es einen Nuklearunfall am Saporoschje-AKW gab. Die natürliche Grundstrahlung für dieses Gebiet beträgt 0,09-0,12 Mikro-Sievert pro Stunde. Wir machen eine Messung mit dem Gerät IMD-7. Es zeigt den Wert von 0,110 Mikro-Sievert pro Stunde. Es gibt keinen Unfall, das friedliche Leben setzt sich fort."

    Zuvor hatte das ukrainische Militär aus den US-produzierten M777-Haubitzen 25 Schüsse gegen Energodar und das Umland des Kernkraftwerks von Saporoschje abgefeuert. Explosionen wurden in der Nähe des Kraftwerks sowie in Wohn- und Industriegebieten der Stadt beobachtet.

  • 20:09 Uhr

    Von ukrainischen Geheimdiensten inspirierter Terroranschlag im Gebiet Wolgograd vereitelt

    Das Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB hat bekannt gegeben, dass die Behörde einen Anschlag auf eine Erdölleitung im russischen Gebiet Wolgograd verhindert habe.

    Der Anschlag sei von zwei russischen Staatsbürgern vorbereitet worden, die der rechtsradikalen Gruppierung "Restrukt" angehörten. Die beiden widersetzten sich der Festnahme unter Waffeneinsatz und wurden neutralisiert, so die Meldung weiter. Am Tatort wurden eine selbst gebaute Sprengladung von großer Sprengkraft sowie zwei Schreckschuss-Pistolen gefunden, die zur Verwendung scharfer Munition umgebaut worden sind.

    Wie der FSB berichtete, wurde der Anschlag von ukrainischen Geheimdiensten und von für die Ukraine kämpfenden "Restrukt"-Mitgliedern organisiert:

    "Es wurde festgestellt, dass die Organisation des Terroranschlags unter Kontrolle von ukrainischen Geheimdiensten und von Mitgliedern der 'Restrukt' durchgeführt wurde. Beteiligt waren Andrei Tschujenkow, russischer Staatsbürger, geboren 1986, gegenwärtig an Kampfhandlungen in der Ukraine als Mitglied des nationalen Bataillons 'Uragan' sowie der ukrainische Staatsbürger Juri Ionow, geboren 1988, Kämpfer des nationalistischen Bataillons 'Asow', der eng mit dessen Gründer A. Bilezki verbunden war."

  • 19:31 Uhr

    Angriffe auf eigene Leute in Kriegsgefangenschaft – "Normal" in ukrainischer Armee

    Die ukrainischen Streitkräfte schießen auf ihre eigenen Soldaten, die sich ergeben haben. Sie werden buchstäblich ausgerottet, weil sie nicht kämpfen wollen, berichtet ein Kämpfer des legendären Bataillons "Somali" dem Korrespondenten der Iswestija, Alexander Safiulin.

    Der Soldat erinnert sich an die Einzelheiten der Operation zur Säuberung der Ortschaft Peski und erzählt ihm, wie sie in den Gräben Stellung bezogen und der Kampf begann.

    Sie fanden ukrainische Soldaten in einer der Festungen und nahmen sie gefangen. Sie gaben ihnen Wasser, leisteten Erste Hilfe und beschlossen, sie zu evakuieren. Während dieser ganzen Zeit verfolgten die ukrainischen Streitkräfte ihre eigenen Soldaten mit Drohnen. Sobald die Gruppe von Kämpfern mit den Gefangenen einen deutlich sichtbaren Bereich erreicht hatte, haben die ukrainischen Nationalisten mit dem Artilleriefeuer begonnen. Das alles berichtet der Soldat dem Journalisten.

    "Es war beabsichtigt, sie wussten genau, wer dort war. Für sie ist das normal", betont der Kämpfer und erzählt weiter, dass als der Beschuss begonnen hatte, einer der ukrainischen Gefangenen, der 27-jährige Michail, einen jungen Soldaten des Bataillons bewusst mit seinem Körper verdeckte. Der ukrainische Soldat wurde dabei selbst schwer verwundet. Allerdings konnten die Kämpfer der Donezker Volksrepublik wegen des andauernden Beschusses durch die ukrainische Artillerie Michail nicht helfen, und er ist letztendlich seinen Verletzungen erlegen, sagt der Soldat.

  • 18:59 Uhr

    Energodar: Explosionen in der Nähe des AKW Saporoschje nach massivem ukrainischem Beschuss

    Die Stadt Energodar hat erklärt, dass die Explosionen in der Nähe des AKW Saporoschje auf massiven Beschuss seitens der ukrainischen Streitkräfte zurückzuführen seien.

    Der Beschuss durch Kiewer Truppen mit Artilleriegranaten heute Nachmittag habe über eine Stunde gedauert. Folgendes teilte die zivil-militärische Verwaltung von Energodar in ihrem Telegram-Kanal dazu mit, wie TASS meldete:

    "Heute, am 15. August, wurde von der gegenüberliegenden Seite des Dnjepr erneut das Feuer auf Zivilisten und die zivile Infrastruktur der Stadt Energodar eröffnet. Seit mehr als einer Stunde feuern die Terroristen der ukrainischen Armee massiv aus der Artillerie. In Energodar wurden Explosionen in der Nähe des Kernkraftwerks Saporoschje, in den Wohnquartieren der Stadt und im Industriegebiet festgestellt."

    Die Verwaltung gab an, dass der Ort Iwanowka zum zweiten Mal innerhalb eines Tages unter Beschuss geraten sei.

    Wladimir Rogow, Mitglied des Hauptrates der militärisch-zivilen Verwaltung des Gebiets Saporoschje, sagte, dass die ukrainischen Streitkräfte in den letzten zwei Stunden etwa 25 schwere Artillerieschläge aus US-Haubitzen des Typs M-777 auf Energodar und das Gebiet des AKW Saporoschje abgefeuert hätten.