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Liveticker zum Ukraine-Krieg - Moskau warnt vor erhöhten nuklearen Risiken aufgrund von US-Aktionen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker zum Ukraine-Krieg - Moskau warnt vor erhöhten nuklearen Risiken aufgrund von US-Aktionen© Getty Images / Michael Dunning
  • 16.08.2022 08:26 Uhr

    08:26 Uhr

    Ukrainische Armee feuert auf Donezk 15 Geschosse innerhalb von zwölf Minuten ab

    Die ukrainischen Streitkräfte haben innerhalb von zwölf Minuten 15 Geschosse im Kaliber 155 Millimeter auf Donezk abgefeuert, teilt die Vertretung der Volksrepublik Donezk beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung des Waffenstillstands laut RIA Nowosti mit.

    Außerdem berichtet das Büro, dass ukrainische Einheiten um 6:00 Uhr Moskauer Zeit weitere fünf Geschosse vom selben Kaliber auf die DVR abgefeuert haben.

    In der Volksrepublik Donezk ist die Zahl der zivilen Opfer nach dem Beschuss durch ukrainische Streitkräfte in den vergangenen 24 Stunden auf neun gestiegen, teilt das Hauptquartier der territorialen Verteidigung der Republik mit.

  • 08:04 Uhr

    Moskau: "Es besteht das Risiko, dass in Afghanistan entführte Hubschrauber und Flugzeuge die Ukraine erreichen"

    Russland würde nicht wollen, dass etwa hundert Flugzeuge und Hubschrauber, mit denen das afghanische Militär im vergangenen Jahr nach Usbekistan und Tadschikistan geflohen ist, in die Ukraine gelangen. Das verkündete Samir Kabulow, der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für Afghanistan und Leiter der zweiten Asienabteilung des russischen Außenministeriums, in einem Interview mit RIA Nowosti. Er erklärte:

    "Es ist wichtig für uns, dass die Hubschrauber und Flugzeuge nicht in die Ukraine gelangen, die auf dem Territorium Usbekistans und Tadschikistans gelandet sind, als afghanische Militärbefehlshaber und Soldaten geflohen sind und mehrere Dutzend Hubschrauber und Flugzeuge bewegt haben. Etwa 60 nach Tadschikistan und etwa 40 bis 50 nach Usbekistan."

    Nachdem die Taliban im August vergangenen Jahres die Macht in Kabul übernommen hatten, flohen afghanische Luftwaffenpiloten mit ihren Familien in Flugzeugen und Hubschraubern nach Usbekistan und Tadschikistan.

    Lokale Medien berichteten unter Berufung auf Beamte in Taschkent, dass die Republik keine Pläne habe, Militärflugzeuge nach Afghanistan zurückzuschicken, da sie Eigentum der USA seien.

  • 07:31 Uhr

    Ukrainische Streitkräfte beschießen Volksrepublik Donezk in der Nacht

    Das ukrainische Militär beschoss das Gebiet der Donezker Volksrepublik (DVR) in der Nacht zum Dienstag drei Mal. Dies meldet die DVR-Vertretung beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung des Waffenstillstands.

    Die ukrainischen Streitkräfte sollen dabei die Stadtteile Kiewski und Kuibyschewski von Donezk sowie das Dorf Saizewo beschossen haben. Insgesamt seien mehr als zehn Geschosse abgefeuert, darunter auch NATO-Kaliber.

  • 07:00 Uhr

    Russische Botschaft in Washington warnt vor erhöhten nuklearen Risiken aufgrund von US-Aktionen

    Die Vereinigten Staaten handeln weiterhin ohne Rücksicht auf die Sicherheit und die Interessen anderer Staaten, was zu erhöhten nuklearen Risiken führt. Das teilte die russische Botschaft in Washington in einem Kommentar mit, der am Montag auf dem Telegram-Kanal der diplomatischen Vertretung veröffentlicht wurde. Darin heißt es laut TASS:

    "Heute handeln die USA weiterhin ohne Rücksicht auf die Sicherheit und die Interessen anderer Länder, was zu erhöhten nuklearen Risiken beiträgt. Die Bestrebungen der USA, sich im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise weiter auf eine hybride Konfrontation mit Russland einzulassen, bergen die Gefahr einer unvorhersehbaren Eskalation und eines direkten militärischen Zusammenstoßes der Atommächte."

    Dies geschehe vor dem Hintergrund einer bewussten Demontage des langjährigen Systems der Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung durch Washington. Der einseitige Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Vertrag über Mittelstrecken- und Kurzstreckenraketen und die Aufkündigung der Teilnahme am Vertrag über den Offenen Himmel hätten den Regelungen zur Transparenz und Kontrolle von Atomraketen einen schweren Schlag versetzt, fügte die Botschaft zu.

  • 15.08.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt einen schönen Abend!

  • 22:56 Uhr

    Russlands Verteidigungsminister Schoigu telefoniert mit UN-Generalsekretär Guterres

    Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu hat bei einem Telefongespräch mit dem Generalsekretär der UNO Antonio Guterres die Bedingungen für einen sicheren Betrieb des Kernkraftwerks Saporoschje besprochen. Dies teilte Russlands Verteidigungsministerium mit.

    Schoigu und Guterres hätten außerdem Meinungen in Bezug auf eine Mission zur Überprüfung des Vorfalls im Gefangenenlager in Jelenowka ausgetauscht. Dort wurden nach russischen Angaben gefangene Angehörige des ukrainischen Asow-Regiments durch ukrainischen Raketenbeschuss getötet. In der entsprechenden Meldung hieß es weiter:

    "Außerdem wurden die Initiativen der UNO hinsichtlich der Vereinfachung des Exports von russischen Lebensmitteln und Düngemitteln besprochen."

    Angaben der dpa zufolge bestätigten die UNO in New York das Telefonat. Details wurden nicht genannt.

  • 22:16 Uhr

    Berlin: Russland muss AKW Saporoschje an Ukraine zurückgeben – "Angriffe stellen große Gefahr dar"

    Seit Monaten schon beschießen ukrainische Streitkräfte das von der russischen Armee gehaltene AKW Saporoschje. Und seit ein paar Tagen hat der Beschuss enorm zugenommen. Doch statt auf die Kiewer Behörden einzuwirken, damit sie den Beschuss des Kraftwerks einstellen, appelliert man im Westen an Russland.

    Derweil fordert Moskau von Washington, Brüssel und anderen westlichen Hauptstädten, unverantwortliche Spielchen und Intrigen im Zusammenhang mit dem Atomkraftwerk Saporoschje einzustellen. Dies geht aus einem Kommentar der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hervor, der am Montag veröffentlicht wurde.

    Sacharowa schrieb in der Erklärung:

    "Wir fordern Washington, Brüssel und andere Hauptstädte, primär die europäischen Hauptstädte auf, die unverantwortlichen Spiele und Intrigen um das AKW zu beenden und sofort auf die Kiewer Behörden einzuwirken, damit sie den Beschuss des Kraftwerks und der umliegenden Gebiete einstellen."

    Sacharowa weiter:

    "Die westlichen Länder stürzen sich wieder einmal auf eklatante Lügen, indem sie behaupten, Russland stelle eine Bedrohung für das AKW Saporoschje dar. Es liegt auf der Hand, dass dies den Tatsachen widerspricht, die wir mehrfach dargelegt haben, auch innerhalb des Sicherheitsrates. Es ist unbestreitbar, dass die Angriffe auf das Kraftwerk und [die Stadt] Energodar von ukrainischen bewaffneten Verbänden durchgeführt werden, die auf Befehl von Kiew handeln. Diese Angriffe wurden sogar fortgesetzt, als die EU-Delegierten in Wien Unterschriften für ihre Erklärung sammelten, anstatt das Regime von [dem ukrainischen Präsidenten] Wladimir Selenskij, der in seiner eigenen Straflosigkeit schwelgt, energisch zu rügen."

    Die Europäische Union würde Kiew in dem Bemühen unterstützen, Hindernisse für eine Mission der IAEO nach Saporoschje zu schaffen. Moskau verurteile nachdrücklich alle Behinderungen einer solchen Inspektion. Die Duldung des Kiewer Vorgehens in der gegenwärtigen Lage um das AKW Saporoschje durch die westlichen Schirmherren der Ukraine sei "einfach kriminell".

  • 21:47 Uhr

    Lettland liefert vier Kampfhubschrauber an die Ukraine

    Lettlands Verteidigungsminister Artis Pabriks hat die Übergabe von vier Kampfhubschraubern an die Ukraine bekannt gegeben. Er schrieb auf Twitter:

    "Die ukrainische Luftwaffe hat soeben vier Hubschrauber als Geschenk von Lettland erhalten. Bald werden sie bei der ukrainischen Armee in Dienst gestellt."

    Wie die ukrainische staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform unter Verweis auf lettische Medien berichtete, handelt es sich um zwei Hubschrauber vom Typ Mi-17 und zwei weitere vom Typ Mi-2.

    Außerdem forderte Pabriks in seinem Tweet die westlichen Staaten auf, die Unterstützung der Ukraine mit Waffen nicht einzustellen. Russland hatte zuvor mehrmals betont, dass Waffenlieferungen an Kiew den Konflikt nur verlängern würden.

  • 21:20 Uhr

    Barentssee: Britisches Spionageflugzeug verletzt russische Grenze bei Kap Swjatoi Nos

    Ein britisches Aufklärungs- und elektronisches Kampfflugzeug (EWB) hat über der Barentssee in der Nähe von Kap Swjatoi Nos die russische Staatsgrenze verletzt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte dies am Montag gegenüber Reportern, wie TASS meldete. In der Erklärung heißt es:

    "Die Luftabwehrkräfte, die über der Barentssee im Einsatz sind, haben ein unbekanntes Luftziel entdeckt, das sich auf die russische Staatsgrenze zubewegte. Um die Verletzung der Staatsgrenze zu stoppen, wurde ein MiG-31BM-Kampfjet von den diensthabenden Luftverteidigungskräften abgezogen, die ihn als ein RC-135-Funkaufklärungs- und elektronisches Kampfflugzeug der britischen Luftwaffe identifizierten."

    Das russische Ministerium betonte, dass das Ziel aus der Luft die russische Grenze in der Nähe von Kap Swjatoi Nos verletzt habe. Das Aufklärungsflugzeug wurde durch die Aktionen der russischen Jagdflugzeugbesatzung aus dem russischen Hoheitsgebiet vertrieben.

  • 21:07 Uhr

    Mehreren in der DVR angeklagten ausländischen Söldnern droht Todesstrafe

    Ein Gericht in der Donezker Volksrepublik (DVR) hat Anklage gegen fünf ausländische Söldner erhoben, die für ukrainische Verbände im Donbass gekämpft haben, wie RIA Nowosti berichtet. Die Männer werden beschuldigt, die folgenden Straftaten begangen zu haben:

    • Matthias Gustavsson (Schweden): Teilnahme an Kampfhandlungen als Söldner und Ausbildertätigkeit für eine gewaltsame Machtergreifung;
    • Vekoslav Prebeg (Kroatien): Teilnahme an Kampfhandlungen als Söldner und Ausbildertätigkeit für eine gewaltsame Machtergreifung;
    • John Harding (Großbritannien): Teilnahme an Kampfhandlungen als Söldner und Ausbildertätigkeit für eine gewaltsame Machtergreifung;
    • Andrew Hill (Großbritannien): Teilnahme an Kampfhandlungen als Söldner;
    • Dylan Healy (Großbritannien): Anwerbung von Söldnern.

    Gustavsson, Prebeg und Harding droht die Todesstrafe. Die Frage des Richters, ob sie sich über alle Einzelheiten der Anklage im Klaren seien, bejahten die fünf ausländischen Staatsangehörigen. Keiner von ihnen wollte jedoch ein Schuldeingeständnis ablegen.

    Laut TASS sagte der Richter während der Verhandlung:

    "Das Gericht ist verpflichtet klarzustellen, dass die Anklage gegen Gustavsson, Prebeg und Harding die Todesstrafe vorsieht."

    Das Verfahren soll Anfang Oktober fortgesetzt werden.

    Drei weitere in Mariupol gefangengenommene Ausländer, die beiden Briten Shaun Pinner und Aiden Aslin sowie der Marokkaner Brahim Saadoun, wurden zuvor in Donezk zum Tode verurteilt. Alle drei bekannten sich schuldig, sich an der bewaffneten Aggression ukrainischer Streitkräfte beteiligt zu haben, deren Ziel es war, die Macht in der DVR zu übernehmen.