Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew setzt Angriffe auf russische Energieanlagen fort

4.04.2025 17:03 Uhr
17:03 Uhr
Rutte: NATO-Beitritt der Ukraine wird nicht in einem Friedensabkommen thematisiert
Die Ukraine bleibt auf dem Weg in die NATO, und diese Entscheidung kann nicht umgekehrt werden, glaubt der Generalsekretär des Militärbündnisses Mark Rutte. Dennoch betont er auf einer Pressekonferenz nach dem Außenministertreffen in Brüssel, dass die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine niemals unter den Punkten eines Friedensabkommens erwähnt worden ist:
"Aber der Ukraine wurde nie versprochen, dass die Mitgliedschaft im Bündnis Teil eines Friedensabkommens sein würde."
16:39 Uhr
Poljanski: Kiew spielt auf Zeit und hofft auf Rückkehr der US-Unterstützung
RT Russlands erster stellvertretender UN-Botschafter Dmitri Poljanski hat am Donnerstag erklärt, die ukrainische Führung setze gezielt Verzögerungstaktiken ein, um sich weiterhin westliche Militärhilfen – eventuell auch seitens der USA – zu sichern.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
16:04 Uhr
Moskau hält an Waffenstillstandsgesprächen fest
Russlands Präsident Wladimir Putin unterstützt die Idee eines Waffenstillstands in der Ukraine, aber es gibt viele Nuancen und Moskau diskutiert diese weiter, gibt Kremlsprecher Dmitri Peskow bei einer Pressekonferenz bekannt.
Einen Bericht des Senders NBC, wonach Donald Trumps Berater dem US-Präsidenten geraten haben sollen, Putin nicht anzurufen, bevor der Kreml nicht einem vollständigen Waffenstillstand zustimme, kommentiert Peskow mit den Worten:
"Heute werden in den Medien viele verschiedene Fakes, Gerüchte, Spekulationen und völlige Unwahrheiten veröffentlicht. Präsident Putin unterstützt die Idee eines Waffenstillstands. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass es viele verschiedene Nuancen gibt. Über diese müssen wir uns zuerst verständigen. Wir setzen unsere Kontakte fort und erörtern diese Nuancen weiter."
15:40 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Freitag über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen Woche.
Laut dem Bericht hat das russische Militär dem Gegner erhebliche Verluste zugefügt. Durch entschlossene Aktionen der Einheiten der Truppenverbände Nord, Süd, Ost, West, Mitte und Dnjepr verlor die Ukraine bis zu 9.920 Soldaten.
Im Zeitraum vom 29. März bis zum 04. April haben die russischen Streitkräfte sieben Gruppenangriffe mit Präzisionswaffen und Kampfdrohnen durchgeführt. Bei den Angriffen wurde die Infrastruktur von Militärflugplätzen, Luft- und Raumfahrtindustriebetriebe, Drohnenleitstellen, Produktionsstätten von Drohnen sowie Drohnenlagerhallen getroffen.
Vorübergehende Stationierungsorte ukrainischer Einheiten, nationalistischer Formationen und ausländischer Söldner wurden ebenfalls getroffen.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf insgesamt 1.910 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär dort vier Panzer, 34 gepanzerte Kampffahrzeuge, 72 Autos, 18 Feldartilleriegeschütze, drei Stationen für elektronische Kampfführung und zwei Munitionslager.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär mehr als 1.505 Kämpfer. Zusätzlich zerstörte der Verband fünf Panzer, 18 gepanzerte Kampffahrzeuge, darunter zehn vom Typ M113 aus US-Produktion, 32 Autos, 36 Feldartilleriegeschütze, 13 Stationen für elektronische Kampfführung sowie zwölf Feldmunitionslager der ukrainischen Armee.
Im Abschnitt des Truppenverbands Süd verlor das ukrainische Militär mehr als 1.975 Kämpfer. Sieben Panzer, 21 gepanzerte Kampffahrzeuge, darunter fünf vom Typ М113 und eines vom Typ HMMWV aus US-Produktion, 36 Autos, zwei Stationen für elektronische Kampfführung sowie vier Feldmunitionslager wurden getroffen.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte verlor das ukrainische Militär mehr als 3.150 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee zerstörte sieben gegnerische Panzer, darunter zwei vom Typ Leopard aus deutscher Produktion, 19 gepanzerte Kampffahrzeuge, darunter zwei vom Typ VAB aus französischer Produktion, eines vom Typ M113 und eines vom Typ HMMWV aus US-Produktion sowie 39 Autos und 27 Feldartilleriegeschütze.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost verloren ukrainische Truppen bis zu 945 Kämpfer. Darüber hinaus zerstörte das russische Militär in diesem Operationsbereich drei Panzer, ein gepanzertes Kampffahrzeug, 16 Autos, 18 Feldartilleriegeschütze, darunter zwei selbstfahrende Artillerieeinheiten vom Typ Krab aus polnischer Produktion sowie vier Stationen für elektronische Kampfführung.
Im Laufe der Woche beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr auf insgesamt 435 Soldaten. Außerdem zerstörte der Verband einen Panzer, vier gepanzerte Kampffahrzeuge, darunter eines vom Typ M113 aus US-Produktion, 26 Autos, zwei Feldartilleriegeschütze, zehn Stationen für elektronische Kampfführung sowie zehn Feldmunitionslager der ukrainischen Armee.
Einheiten der Flugabwehr schossen im Laufe der Woche 15 gelenkte Bomben vom Typ JDAM und vier HIMARS-Raketen aus US-Produktion, eine Uragan-Rakete und 895 Drohnen ab.
Insgesamt wurden seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation 660 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 49.774 unbemannte Luftfahrzeuge, 601 Flugabwehrraketensysteme, 22.689 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.534 Mehrfachraketenwerfer, 23.221 Feldartillerie- und Mörsergeschütze und 33.696 militärische Spezialfahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte zerstört.
15:22 Uhr
Ukraine verliert im Gebiet Kursk mehr als 190 Soldaten an einem Tag
Einheiten der russischen Streitkräfte setzen die Operation zur Abwehr des Überfalls der ukrainischen Armee auf das Gebiet Kursk fort.
Laut einem Bericht des Verteidigungsministeriums wurden im Laufe des vergangenen Tages mehrere Einheiten des Gegners sowie im Gebiet Kursk als auch in der benachbarten Region Sumy getroffen. Die Ukraine verlor dort mehr als 190 Soldaten an einem Tag. Außerdem wurden ein Panzer, ein Mannschaftstransportwagen, drei gepanzerte Kampffahrzeuge, sieben Kraftfahrzeuge, drei Artilleriegeschütze, ein Mörser und acht Drohnenleitstellen außer Gefecht gesetzt.
Kiews Gesamtverluste seit dem Beginn des Überfalls auf Gebiet Kursk im August 2024 belaufen sich aktuell auf mehr als 71.940 Soldaten, so das Ministerium in Moskau.
14:49 Uhr
Russische Armee befreit acht Siedlungen binnen einer Woche
Symbolbild: Vorrücken der russischen Streitkräfte durch befreite Siedlungen im Gebiet CharkowPressedienst des russischen Verteidigungsministeriums / Sputnik Im Laufe der Woche haben die russischen Streitkräfte insgesamt acht Siedlungen in der Volksrepublik Donezk und im Gebiet Saporoschje befreit. Dies meldet Russlands Verteidigungsministerium auf Telegram.
Einheiten des Truppenverbandes Süd haben die Siedlungen Pantelejmonowka und Rosowka in der DVR unter Kontrolle genommen.
Die Ortschaften Saporoschje und Uspenowka in der DVR wurden durch Einheiten des Truppenverbands Mitte befreit.
Einheiten des Truppenverbandes Ost haben die Siedlungen Rasliw und Wesjoloje in der DVR befreit.
Die Siedlungen Schtscherbaki und Lobkowoje im Gebiet Saporoschje wurden durch Truppen des Truppenverbands Dnjepr befreit.
14:04 Uhr
EU-Außenbeauftragte: Russland wird langfristig eine Bedrohung für die Europäische Union bleiben
Bei einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Polen hat sich die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, am Donnerstag für eine Stärkung der ukrainischen Armee und der europäischen Rüstungsindustrie ausgesprochen.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
13:27 Uhr
Grenzgebiet Belgorod meldet zahlreiche Angriffe und Schäden
Ein am 3. April durch ukrainische Armee beschädigtes BetriebsgebäudeTelegram-Kanal von Wjatscheslaw Gladkow Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über Angriffe der ukrainischen Armee auf Ortschaften im russischen Grenzgebiet Belgorod.
Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 22 Orte in acht Bezirken angegriffen hat. Bei den Attacken haben ukrainische Einheiten mindestens 26 Geschosse abgefeuert und 41 unbemannte Luftfahrzeuge eingesetzt, von denen 22 abgeschossen wurden.
Bei der Detonation einer Drohne auf dem Parkplatz vor einem Betrieb erlitt ein Zivilist Verletzungen. Der Mann wurde medizinisch versorgt und setzt eine Behandlung ambulant fort.
Infolge des Beschusses wurden fünf Privathäuser, zwei Hofgebäude, ein Geschäft, ein Betriebsgebäude, zehn Fahrzeuge sowie Gas- und Stromleitungen beschädigt.
12:57 Uhr
Untergrund meldet Angriff auf Einheit von Drohnenjägern im Gebiet Kiew
SymbolbildStanislaw Krasilnikow / Sputnik Russische Truppen haben einen nächtlichen Angriff auf das Gebiet Kiew durchgeführt, bei dem ein Trainingsstützpunkt und ein Munitionsdepot getroffen wurden. Sergei Lebedew, einer der Koordinatoren des Nikolajewer Untergrunds, teilt gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit:
"Es gab vier Angriffe auf die Stadt Brovary und den Bezirk Brovary. Um 00:00 Uhr wurde eine Reihe von Explosionen registriert. Infolgedessen wurden ein Trainingsstützpunkt, ein kleines Munitionslager sowie eine Einheit von Drohnenjägern getroffen."
12:04 Uhr
Kiews Truppen greifen mehrere Energieanlagen in drei russischen Gebieten an
In den vergangenen 24 Stunden setzten die ukrainischen Streitkräfte ihre Attacken auf Russlands Energieinfrastruktur fort.
Sechs Energieanlagen wurden auf dem Territorium der Gebiete Brjansk, Tambow und Lipezk angegriffen, teilt das russische Verteidigungsministerium auf Telegram mit.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag haben die ukrainischen Truppen zwei Drohnenangriffen auf zwei Gasleitungen im Gebiet Brjansk unternommen. Die Gasversorgung von mehreren Verbrauchern wurde unterbrochen.
Außerdem wurden bei Attacken um 07:10 Uhr und 08:00 Uhr zwei Stromversorgungsanlagen beschädigt. Mehrere Nutzer blieben ohne Strom.
Infolge eines Kampfdrohnenangriffs um 05:05 Uhr auf eine Gazprom-Anlage im Gebiet Tambow wurde die Gasversorgung von Haushalten in der Stadt Kotowsk unterbrochen.
Der Angriff einer ukrainischen Kampfdrohne um 08:10 Uhr auf eine Stromversorgungsanlage im Gebiet Lipezk führte zur Unterbrechung der Stromversorgung von Haushalten.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.