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Liveticker Ukraine-Krieg: Drohnenangriff auf Öllager an Flugplatz in Kursk

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Drohnenangriff auf Öllager an Flugplatz in KurskQuelle: Sputnik © Alexei Maischew
  • 6.12.2022 07:24 Uhr

    07:24 Uhr

    Saporoschje-Beamter meldet Angriffe auf ukrainische Militärstellungen

    Russische Streitkräfte greifen Lager und Stellungen des ukrainischen Militärs in den nächstgelegenen Vororten der von Kiew kontrollierten Stadt Saporoschje an. Dies teilt das Mitglied des Hauptrates der russischen Gebietsverwaltung von Saporoschje, Wladimir Rogow, auf Telegram mit. Er schreibt:

    "Bislang haben die Bewohner der Stadt mindestens sechs Explosionen gehört. Nach vorläufigen Informationen waren die Ziele der Angriffe unserer Armee Lagerhäuser und Stellungen der ukrainischen Streitkräfte in den nächstgelegenen Vororten von Saporoschje sowie Infrastruktureinrichtungen, die von Wladimir Selenskijs Regime zur Kriegsführung genutzt werden."

    Auch die Nachrichten- und Analyseseite Strana.ua berichtet über die Explosionen in der Stadt.

  • 06:57 Uhr

    Flugplatz in Kursk von ukrainischer Drohne angegriffen

    Eine Drohne hat einen Flugplatz im Gebiet Kursk angegriffen. Dies teilt der Gouverneur des Gebietes Roman Starowoit auf seinem Telegram-Kanal mit. Er schreibt:

    "In der Nähe des Flugplatzes Kursk geriet ein Öllager infolge eines Drohnenangriffs in Brand. Es gab keine Verletzten. Das Feuer ist unter Kontrolle. Alle Spezialdienste sind vor Ort im Einsatz."

    Der Flughafen Kursk hat seit dem 24. Februar keine zivilen Flugzeuge mehr empfangen oder abgefertigt – dort sowie auf zehn weiteren Flughäfen in Süd- und Zentralrussland gilt eine Flugbeschränkung.

    Am Vortag hatten ukrainische Drohnen versucht, Militärflugplätze in den Gebieten Saratow und Rjasan anzugreifen. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums setzen die ukrainischen Truppen Drohnen sowjetischer Bauart ein, die von der russischen Luftwaffe abgeschossen wurden. Bei dem Angriff wurden drei Angehörige des technischen Personals getötet und vier weitere verletzt. Zwei russische Flugzeuge erlitten leichte Schäden an der Rumpfbeplankung.

  • 5.12.2022 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:55 Uhr

    Litauen befragt Visa-Antragsteller aus Russland und Weißrussland zu Krieg

    In Litauen werden Russen und Belarussen, die eine Aufenthaltserlaubnis oder ein nationales Visum in dem baltischen EU- und NATO-Land beantragen, künftig zu ihrer Einstellung bezüglich der Ukraine-Krise befragt. Die Staatsbürger der beiden Nachbarländer müssen dazu einen speziellen Fragebogen ausfüllen, der einen entscheidenden Einfluss auf die Entscheidung darüber haben werde, ob sich die Person in Litauen aufhalten darf. Dies teilte die Migrationsbehörde in Vilnius am Montag mit. Sollte das Ausfüllen des Fragebogens verweigert oder dieser nur unvollständig ausgefüllt werden, werde der Antrag nicht angenommen. 

    Auch Staatsbürger anderer Länder können den Angaben zufolge dazu aufgefordert werden, den Fragebogen auszufüllen. Abgefragt werden auch Informationen zu Ausbildung, früheren Tätigkeiten, Wehrdienst, Geschäftsbeziehungen und Kontakten zu Behörden von NATO- oder Nicht-EU-Staaten. Die Behördenleiterin Evelina Gudzinskaitė sagte dazu:

    "Ein Ausländer, der nach Litauen kommen und hier bleiben möchte, muss beim Ausfüllen des Fragebogens ehrlich und offen sein. Eine solche Person muss zeigen, dass sie bereit ist, mit dem Land zusammenzuarbeiten, das sie aufnimmt und erlaubt, sich auf dessen Territorium aufzuhalten."

    Dies soll als zusätzlicher Sicherheitsfilter dienen.  

  • 21:39 Uhr

    Russisches Außenamt: AKW Saporoschje wird unter russischer Kontrolle bleiben

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat die Lage im AKW Saporoschje kommentiert. Sie sagte:

    "Es kann keine Rede davon sein, AKW Saporoschje außer russischer Kontrolle zu bringen oder die Kontrolle an Dritte zu übergeben."

    Die Anlage befindet sich auf russischem Territorium und werde vollständig von Russland kontrolliert. Sie gehe davon aus, dass nur Russland in der Lage sei, die physische und nukleare Sicherheit des AKW zu gewährleisten, so Sacharowa.

  • 21:21 Uhr

    Ukrenergo: Stromabschaltungen in allen Gebieten der Ukraine eingeführt

    Das Energieunternehmen Ukrenergo teilte am Montag mit, dass die Lage im Energiesystem des Landes nach dem Raketenangriff kompliziert sei. Deshalb müssen Stromabschaltungen in allen Gebieten der Ukraine eingeführt werden. Ukrenergo schieb:

    "Aufgrund der Folgen des Angriffs werden einige Kraftwerke für einige Zeit nicht mit voller Leistung funktionieren können. Zusammen mit der Kälte in den kommenden Tagen wird dies zu einem Strommangel im System führen. Um das Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -verbrauch aufrechtzuerhalten, werden in allen Gebieten der Ukraine Stromabschaltungen eingeführt."

  • 21:08 Uhr

    USA geben keinen Kommentar zu Versuchen Kiews, russische Militärflugplätze anzugreifen

    Die USA haben sich nicht zu den Versuchen Kiews geäußert, russische Militärflugplätze anzugreifen, da ihnen keine detaillierten Informationen vorlagen, sagte John Kirby, Koordinator für strategische Kommunikation des Nationalen Sicherheitsrats des Weißen Hauses. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitierte Kirby: 

    "Wir haben einige Medienberichte darüber gesehen, aber wir haben keine detaillierten Informationen, um unsere Einstellung dazu darzulegen."

  • 20:44 Uhr

    Erneuter ukrainischer Raketenangriff auf Donezk: Kind aus Flammen gerettet

    Das Zentrum von Donezk wurde am frühen Montagmorgen erneut von ukrainischen Raketen getroffen. Mehrere Gebäude wurden durch die Flammen zerstört. Auch hier gab es keine militärischen Ziele oder die Nähe zu den Frontlinien, die den Angriff begründen könnten. Es handelte sich um einen gezielten Beschuss auf zivile Ziele. Der italienische Kriegsreporter Vittorio Rangeloni war unmittelbar nach dem Angriff vor Ort.

  • 20:24 Uhr

    US-Satelliten konnten Militärflughafen in Engels vor ukrainischem Drohnenangriff beobachten

    US-amerikanische Maxar-Satelliten sollen den Militärflughafen in der russischen Stadt Engels, Gebiet Saratow, am 3. und 4. Dezember gefilmt haben. Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Auf dem Foto, das die Nachrichtenagentur veröffentlichte, ist die russische Stadt Engels zu sehen.

  • 19:59 Uhr

    Moldau reagiert zurückhaltend nach Raketenfund nahe der Grenze zur Ukraine

    Die Regierung der ehemaligen Sowjetrepublik Moldau hat sich vorerst zurückhaltend zu einem gefundenen Raketenteil auf eigenem Staatsgebiet in der Nähe der ukrainischen Grenze geäußert. Die Regierungschefin Natalia Gavrilița sagte dazu:

    "Mir wurde mitgeteilt, dass die Grenzer den Teil einer Rakete bei Briceni gefunden haben."

    Das Gebiet an der Fundstelle, nur wenige Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, sei abgesperrt worden. Der Vorfall werde von den Behörden untersucht.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.