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Liveticker Ukraine-Krieg – Resnikow: "Ich glaube, dass wir NATO-Panzer bekommen werden"

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Resnikow: "Ich glaube, dass wir NATO-Panzer bekommen werden"Quelle: Gettyimages.ru © Anadolu Agency
  • 6.12.2022 20:14 Uhr

    20:14 Uhr

    Gebiet Kursk stellt Volkswehr zum Schutz der Region auf

    Im russischen Gebiet Kursk werden Freiwillige für die Volkswehr "Patriot" zum Schutz der Region angeworben. Dies kündigte der Gouverneur des Gebiets, Roman Starowojt, an. In seinem Telegram-Kanal schrieb er:

    "Nach einer strengen Auslese und Kampfausbildung werden die Freiwilligen den Militärangehörigen helfen, das Gebiet der Region zu beschützen."

    Am heutigen Dienstag hatte auch das Gebiet Belgorod die Aufstellung von Einheiten für die territoriale Verteidigung angekündigt (wir berichteten in diesem Ticker). Beide Regionen grenzen an die Ukraine und wurden seit dem Beginn der russischen Militäroperation zum Ziel ukrainischer Angriffe.

  • 19:40 Uhr

    DVR: Parlamentsabgeordnete stirbt beim ukrainischen Beschuss

    Maria Pirogowa, eine Abgeordnete des Volksrats der Donezker Volksrepublik, ist am heutigen Dienstag im Alter von 29 Jahren beim ukrainischen Beschuss von Donezk gestorben. Dies bestätigte der Pressedienst des Volksrats gegenüber der Donezker Nachrichtenagentur (DAN).

    Zum Zeitpunkt ihres Todes befand sich Pirogowa in der Nähe des Zentralen Kaufhauses in Donezk, als die Stadt vom ukrainischen Militär mit BM-21-Mehrfachraketenwerfern unter Beschuss genommen wurde. Nach bisherigen Angaben starben dabei insgesamt sechs Zivilisten. Pirogowas Leiche wurde von ihren Angehörigen identifiziert.

    Maria Pirogowa wurde im Jahr 1993 in Donezk geboren. Seit 2018 war sie Abgeordnete des Volksrats der DVR und Sekretärin des Komitees für Außenpolitik, internationale Verbindungen, Informationspolitik und Informationstechnologien. Sie beteiligte sich außerdem als Volontärin an humanitären Missionen in den Städten des Donbass.

  • 19:03 Uhr

    Ungarn blockiert 18 Milliarden Euro für die Ukraine

    Ungarn blockiert weiterhin EU-Finanzhilfen für die Ukraine. Während eines Treffens der EU-Finanzminister in Brüssel stimmte der ungarische Finanzminister Mihály Varga gegen die Bewilligung von 18 Milliarden Euro an Kiew, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Eine Freigabe der Mittel hätte einen einstimmigen Beschluss erfordert.

    Deutschlands Finanzminister Christian Lindner (FDP) bezeichnete das Ausbleiben einer Bewilligung von Finanzhilfen an die Ukraine als "bedauerlich" und sagte:

    "Das verantwortet Ungarn."

  • 18:25 Uhr

    Gebiet Belgorod formiert Territorialverteidigungseinheiten

    Der Gouverneur des russischen Gebiets Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, berichtet, dass in der Region Verbände für die Territorialverteidigung aufgestellt werden. In seinem Telegramkanal schreibt er:

    "Buchstäblich seit den ersten Tagen der Spezialoperation sprachen viele Bewohner des Gebiets Belgorod, dass es notwendig sei, die Vorbereitung von Verbänden zur territorialen Verteidigung oder Selbstverteidigung zu beginnen. Diese Entscheidung haben wir nun getroffen."

    Gladkow erklärte, dass einige Bataillone aus Freiwilligen aufgestellt werden, die über Kampferfahrung verfügen, aber aus Gesundheits- oder Altersgründen nicht der Armee beitreten könnten. Die Ausbildung, die in den Grenzregionen des Gebiets stattfindet, wird von Veteranen zahlreicher Lokalkonflikte durchgeführt.

  • 17:51 Uhr

    Polen meldet Lieferungen von S-125-Luftabwehrsystemen an Ukraine

    Polen hat dem ukrainischen Militär Flugabwehrraketensysteme vom Typ S-125 Newa zur Verfügung gestellt. Dies gab der Vorsitzende der polnischen Kanzlei des Ministerpräsidenten Michał Dworczyk bekannt. Auf Twitter veröffentlichte er ein Bild von ukrainischen Soldaten neben einer S-125-Anlage und schrieb:

    "Ich weiß nicht, ob es dieses Bild schon gab, aber es ist immer eine Freude für die Augen – eine polnische S-125 im Dienste der ukrainischen Streitkräfte."

    Das Flugabwehrsystem S-125 war in der Sowjetunion im Jahr 1961 entwickelt worden. Offenen Quellen zufolge verfügt Polen heute insgesamt über siebzehn solcher Anlagen.

  • 17:13 Uhr

    Zwei Tote bei ukrainischem Beschuss des Donezker Stadtteils Woroschilowski

    Beim Beschuss des zentralen Donezker Stadtteils Woroschilowski wurden zwei Menschen getötet und zehn verletzt. Das teilte das Hauptquartier der Territorialverteidigung der Volksrepublik Donezk (DVR) mit.

    Zuvor hatte die DVR-Vertretung beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit ukrainischen Kriegsverbrechen berichtet, dass ukrainische Truppen insgesamt 20 Raketen aus Mehrfachraketenwerfern vom Typ Grad auf die Donezker Stadtteile Woroschilowski und Kiewski abgefeuert hätten.

  • 16:27 Uhr

    Russische Luftwaffe schießt ukrainische MiG-29 ab

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau hat die russische Luftwaffe bei der Ortschaft Jassenowoje auf dem Territorium der Volksrepublik Donezk ein ukrainisches Kampfflugzeug vom Typ MiG-29 abgeschossen. Es wurde auch über die Zerstörung von sechs ukrainischen Drohnen berichtet. In den vergangenen 24 Stunden habe die russische Flugabwehr zudem fünfzehn HIMARS- und Uragan-Geschosse abgefangen und bei der Ortschaft Morosowka im Gebiet Cherson zwei Antiradarraketen vom Typ HARM aus US-Produktion abgeschossen.

    Laut dem russischen Verteidigungsministerium hat die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 340 Flugzeuge, 180 Hubschrauber, 2.634 Drohnen, 391 Flugabwehrraketenkomplexe, 7.010 Panzer und andere Panzerfahrzeuge, 910 Mehrfachraketenwerfer sowie 3.662 Geschütze und Mörser verloren.

  • 15:53 Uhr

    Vizeregierungschef: Russland wird Öl mithilfe neuer Instrumente verkaufen

    Russland wird nach der Verhängung von Ölsanktionen neue Systeme zur Absicherung der Versorgung nutzen, so der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak. Er erklärte:

    "Es werden noch schwierigere Bedingungen kommen. Dennoch verkaufen wir weiterhin Öl und werden es auch weiterhin verkaufen. Hier kommen natürlich neue Instrumente zum Einsatz, neue Mechanismen der Versicherung, der Interaktion zwischen Unternehmen und beim Transport. Auch die großen Marktteilnehmer, wie zum Beispiel die Trader, ändern sich. Wie Sie wissen, sind die großen Händler abgewandert, und heute gibt es mehr Händler als früher, auch beim Verkauf von russischem Öl."

    Er betonte, dass russisches Öl auf den Weltmärkten gefragt ist und seine Abnehmer finden wird. Die Logistikketten würden sich zwar ändern, was aber keine Tragödie sei.

    Gleichzeitig schloss Nowak nicht aus, dass die Erdölproduzenten die Förderung bei Bedarf in einem unbeständigen Umfeld drosseln könnten, allerdings nur in geringem Umfang.

  • 15:19 Uhr

    Russland meldet Rückkehr von 60 Soldaten aus ukrainischer Gefangenschaft

    60 russische Kriegsgefangene sind am 6. Dezember nach Russland zurückgekehrt. Wie das russische Verteidigungsministerium auf Telegram schreibt, sei dies durch Verhandlungen möglich geworden. Den nun befreiten Armeeangehörigen habe auf dem von Kiew kontrollierten Territorium eine Lebensgefahr gedroht.

    Nach Angaben des Ministeriums sollen die 60 Armeeangehörigen mit Flugzeugen nach Moskau befördert werden. Dort werden sie eine ärztliche Behandlung und Rehabilitierung durchlaufen.

  • 14:40 Uhr

    Ukrainischer Verteidigungsminister: Erwarten Lieferungen von Panzern und Flugzeugen von der NATO

    Der ukrainische Verteidigungsminister Alexei Resnikow erwartet, dass Kiew Panzer und Kampfflugzeuge nach NATO-Standard erhält. Er betonte im ukrainischen Fernsehen:

    "Ich bleibe optimistisch und glaube, dass es auf dem Schlachtfeld Panzer nach NATO-Standard geben wird, nicht nur Leopard, so wie wir heute mehr als acht 155-Kaliber-Systeme verschiedener Länder in unserer Artillerie haben. Ich bin sicher, dass wir Panzer und Kampfflugzeuge haben werden."

    Zuvor hatte Tomasz Szatkowski, Polens Botschafter bei der NATO, erklärt, dass sich die Militärdepots des Bündnisses aufgrund der Hilfe für die Ukraine leeren.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.