Liveticker Ukraine-Krieg: Russlands Armee befreit zwei Orte in DVR und im Gebiet Charkow

11.06.2026 15:13 Uhr
15:13 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört 122 ukrainische Drohnen
Die russische Luftabwehr hat am Mittwoch zwischen 7 und 14 Uhr Moskauer Zeit insgesamt 122 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Dies teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Den Angaben zufolge wurden die Drohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Orjol und Tula sowie über der Region Krasnodar und der Teilrepublik Krim abgeschossen. Zudem seien Drohnen über dem Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer vom Himmel geholt worden.
14:48 Uhr
Gebiet Saporoschje: Zwei Tote durch ukrainische Angriffe
Während des vergangenen Tages sind im Gebiet Saporoschje zwei Zivilisten durch ukrainische Angriffe ums Leben gekommen. Jewgeni Balizki, Gouverneur der Region, berichtet dazu:
"Im Verlauf des vergangenen Tages wurden 18 Fälle von vorsätzlichen Angriffen gegnerischer Drohnen gegen die Siedlungen des Gebiets Saporoschje festgestellt."
Nach Balizkis Angaben wurden im Dorf Nowoukrainka zwei Männer der Jahrgänge 1965 und 1974 getötet. Zusätzlich wurde in der Stadt Wassiljewka ein 1966 geborener Mann verwundet. In der Stadt Dneprorudny erlitten beim Abwurf einer Sprengladung von einer Drohne in den Hof eines Wohnblocks sechs Personen, darunter ein 13-jähriger Jugendlicher, Verwundungen.
14:02 Uhr
Der Ukraine fehlt es an Helden, also gräbt sie tote Nazis aus

Eine Welle symbolischer Wiederbestattungen legt das zerbrechliche Fundament des Projekts der ukrainischen nationalen Identität frei. Der Mythos kann nur unter Preisgabe von Geschichte und Wirklichkeit geschaffen und erhalten werden.
Mehr dazu in dieser Analyse von Dmitri Plotnikow.
12:59 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
In seinem täglichen Frontbericht gibt Russlands Verteidigungsministerium die Verluste des ukrainischen Militärs im Verlauf des vergangenen Tages bekannt.
Angaben der Behörde zufolge verloren Kiews Truppen in den Gebieten Charkow und Sumy bei Gefechten gegen den russischen Truppenverband Nord über 205 Soldaten. Außerdem wurden ein Panzer, ein US-produziertes Panzerfahrzeug vom Typ HMMWV, fünf Autos und zwei Geschütze eliminiert.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West beliefen sich ukrainische Verluste auf bis zu 220 Soldaten. Zehn gepanzerte Kampffahrzeuge, 13 Autos, ein Grad-Mehrfachraketenwerfer, zwei Geschütze und zwei Eloka-Anlagen wurden ausgeschaltet.
Beim Vormarsch des Truppenverbands Süd musste die Ukraine über 120 Soldaten einbüßen. Zudem wurden sechs gepanzerte Kampffahrzeuge, acht Autos, drei Geschütze und eine Eloka-Anlage eliminiert.
Einheiten des Truppenverbands Mitte verbesserten ihre Frontlage, wobei Kiews Militär einen Verlust von über 310 Soldaten hinnehmen musste. Des Weiteren wurden drei Panzer, zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 13 Autos und zwei Geschütze unschädlich gemacht.
Der Truppenverband Ost setzte ebenfalls seinen Vormarsch fort. Am entsprechenden Frontabschnitt verlor die Ukraine bis zu 315 Kämpfer. Überdies wurden ein gepanzerter Mannschaftstransporter sowie zwei gepanzerte Fahrzeuge aus US-amerikanischer und ein gepanzerter Transporter aus britischer Produktion, neun Autos und zwei Geschütze außer Gefecht gesetzt.
Durch Feuereinwirkung des Truppenverbands Dnjepr erlitt das ukrainische Militär einen Verlust von bis zu 50 Soldaten. Zudem wurden 15 Autos und sieben Eloka-Anlagen neutralisiert.
Russlands Luftabwehr schoss entlang der gesamten Frontlinie zehn Lenkgleitbomben, drei HIMARS-Geschosse, drei Neptun-Marschflugkörper sowie 798 Starrflügler-Drohnen ab. Parallel dazu versenkte die Schwarzmeerflotte eine ukrainische Seedrohne.
11:43 Uhr
Russlands Armee befreit zwei Ortschaften in DVR und im Gebiet Charkow
Die russische Armee hat eine weitere Ortschaft im Gebiet Charkow eingenommen. Russlands Verteidigungsministerium berichtet dazu:
"Durch offensive Gefechtsführung des Truppenverbands Nord wurde die Siedlung Ochrimowka im Gebiet Charkow unter Kontrolle gebracht."
Weiter gibt das Ministerium die Befreiung der Siedlung Roskoschnoje in der Donezker Volksrepublik bekannt. Die Einnahme erfolgte durch Einheiten des Truppenverbands Süd.
10:54 Uhr
Stubb sieht sich nicht als Europas Verhandlungsführer mit Russland
Finnlands Präsident Alexander Stubb zieht die eigene Kandidatur für Europas Vertretung bei Verhandlungen mit Russland nicht in Erwägung. In einem vom finnischen Fernsehkanal MTV Uutiset veröffentlichten Interview erklärt er:
"Persönlich sehe ich mich nicht als Vertreter in dieser Angelegenheit. Ich denke, dass es wichtig ist, dass große Spieler die Initiative übernehmen, nämlich Frankreich, Deutschland und Großbritannien."
Dabei betonte der finnische Präsident, dass Europa einen Dialog mit Moskau benötige, und fügte hinzu, dass Helsinki die Verhandlungen im Hintergrund unterstützen könnte. Die Verhandlungsbereitschaft begründete er mit seiner Ansicht nach starken militärischen, politischen und wirtschaftlichen Position der Ukraine.
10:07 Uhr
Polen gegen Zuweisung von Mitteln des Europäischen Friedensfonds an Kiew
Nach der Aufhebung des ungarischen Vetos gegen die Bewilligung von 6,6 Milliarden Euro aus dem Europäischen Friedensfonds an Kiew tritt nun Polen gegen eine vollständige Überweisung der Geldmittel an die Ukraine.
Am 8. Juni hatte zuvor die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas bestätigt, dass Ungarn das Veto gegen die Bewilligung von 6,6 Milliarden Euro an die Ukraine aus dem Europäischen Friedensfonds aufgehoben habe. Ursprünglich sei vorgesehen gewesen, aus diesen Mitteln EU-Staaten für Waffenlieferungen zu kompensieren, allerdings werde inzwischen die Möglichkeit erwogen, das Geld direkt für Waffenkäufe für Kiew auszugeben.
Nun wirft Polen Brüssel eine "Änderung der Spielregeln" vor. Wie der polnische stellvertretende Verteidigungsminister, Cezary Tomczyk erklärte, rechne Warschau mit einer Rückerstattung von etwa 450 Millionen Euro, die Polen bereits für Waffenlieferungen an die Ukraine ausgegeben hat. Der Politiker sagte in einem Interview gegenüber dem Radiosender RMF FM:
"Das ist unser Geld. In der Praxis bedeutet das weniger Geld für die Armee."
Tomczyk fügte hinzu, dass auch die Slowakei Polens Position unterstütze.
Widerspruch kommt aus Deutschland, dessen stellvertretender Verteidigungsminister Sebastian Hartmann forderte, das gesamte Geld an die Ukraine weiterzuleiten.
09:03 Uhr
FSB nimmt ukrainischen Agenten fest – Mord am russischen Militärangehörigen vereitelt
Ein Agent des ukrainischen Geheimdienstes SBU ist vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB im Gebiet Moskau festgenommen worden. Der Pressedienst des FSB meldet dazu:
"Der Föderale Sicherheitsdienst der Russischen Föderation hat einen Terroranschlag vereitelt, den ukrainische Geheimdienste gegen den Militärangehörigen einer Einheit des Verteidigungsministeriums Russlands planten."
Nach Angaben des FSB wurde im Rahmen der Fahndung ein ausländischer Bürger des Jahrgangs 1990 verhaftet, der im Februar nach Russland eingeschleust wurde und den Mord mithilfe einer aus einem Versteck entnommenen Schusswaffe verüben sollte. Die Behörde meldet weiter:
"Bei der Befragung gestand der Festgenommene, dass er von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes der Ukraine auf dem Gebiet eines der Staaten der Europäischen Union angeworben wurde. Dorthin floh er vor einer Strafverfolgung im eigenen Land."
08:35 Uhr
Zivilist bei ukrainischen Angriffen auf Gebiet Belgorod getötet
Ein Bewohner des Gebiets Belgorod ist durch ukrainische Angriffe ums Leben gekommen. Alexandr Schuwajew, Interimsgouverneur der Region, meldet dazu:
"Im Verlauf des vergangenen Tages hat das ukrainische Militär das Gebiet Belgorod 78 Mal angegriffen. Durch einen Angriff im Kreis Rakitnoje starb ein Zivilist. In Belgorod und den Kreisen Borissowka, Graiworon, Rakitnoje und Schebekino wurden zehn Menschen verwundet."
Schuwajew fügte hinzu, dass 73 ukrainische Drohnen über dem Gebiet abgeschossen wurden.
07:48 Uhr
Russlands Luftabwehr schießt über 300 ukrainische Drohnen ab
Während der Nacht haben die russischen Luftabwehrkräfte nach Angaben des Verteidigungsministeriums insgesamt 330 ukrainische Drohnen abgeschossen. Wie die Behörde erklärte, wurden die Drohnen zwischen 20:00 Uhr Moskauer Zeit am 10. Juni und 07:00 Uhr Moskauer Zeit am 11. Juni über den Gebieten Brjansk, Kursk, Belgorod, Orjol, Smolensk, Kaluga, Tula, Twer, Wladimir, Krasnodar, Moskau, der Krim sowie über dem Schwarzen und Asowschen Meer abgefangen und zerstört.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
