Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew erwartet Besuch von US-Delegation nach Ostern

5.04.2026 15:22 Uhr
15:22 Uhr
Kiew verlegt verstärkt Sprengstoffexperten an die russische Grenze
Die ukrainischen Streitkräfte verlegen Pionierverbände in die Grenzgebiete, um dort Fernminen zu setzen und Angriffe durchzuführen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf russische Sicherheitsbehörden. Vertreter der Sicherheitskräfte betonten, dass russische Truppen diese Einheiten aufspüren und vernichten, und erklärten:
"Der Feind verlegt aktiv verschiedene Pionierverbände aus den westlichen Gebieten an die Staatsgrenze, um dort Fernminen zu platzieren und Terroranschläge auf Objekte der russischen zivilen Infrastruktur durchzuführen."14:38 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört weitere 77 ukrainische Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 7 Uhr bis 13 Uhr MESZ 77 gegnerische Drohnen abgeschossen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien über den Grenzgebieten Belgorod und Kursk, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim, über dem Asowschen und über dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
14:09 Uhr
Elf Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 41 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 41 Ortschaften in neun Bezirken angegriffen hat. Der Gegner habe mindestens 18 Geschosse abgefeuert und 173 Drohnen eingesetzt, von denen 105 abgeschossen worden seien.
In der Statistik berichtet der Politiker über elf Opfer unter der Zivilbevölkerung. In der Gebietshauptstadt Belgorod seien ein Mann und eine Frau bei der Detonation einer Drohne verletzt worden. Eine weitere Frau habe in der Stadt Graiworon Verletzungen erlitten, als dort eine FPV-Drohne abgeschossen worden sei. Sieben Insassen eines Minibusses seien teils schwer verletzt worden, als eine gegnerische Drohne das Fahrzeug in der Nähe der Ortschaft Samostje attackiert habe. In der Stadt Schebekino sei bei der Detonation einer Drohne ein 16 Jahre altes Mädchen zu Schaden gekommen.
Gladkow meldet zudem zahlreiche Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden fünf Wohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern, acht Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, drei Betriebe, fünf Geschäfte, sechs Infrastrukturobjekte, eine Stromleitung, vier Busse und neun Autos zerstört oder beschädigt worden.
13:40 Uhr
Front der Frauen

Seit dem Jahr 2014 haben sich zahlreiche Frauen freiwillig den Milizen im Donbass angeschlossen. Sie dienen ohne freie Tage an der Front und in Krankenhäusern. Anna arbeitete früher als Flugbegleiterin und in der ukrainischen Botschaft in Jordanien. Doch als die Spezialoperation begann, meldete sie sich freiwillig und trat der Armee der Donezker Volksrepublik bei, um ihre Heimat zu schützen.
Den Dokumentarfilm gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
13:08 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Otschkino, Nowodmitrowka, Miropolje, Pestschanoje, Pokrowka und Jastrebschtschina im Gebiet Sumy sowie Wessjoloje, Pokaljanoje, Stariza, Nesternoje, Ternowaja, Ambarnoje, Malaja Danilowka und Podsrednjeje im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe bis zu 200 Armeeangehörige verloren. Das russische Militär habe außerdem 17 Wagen, drei Anlagen der elektronischen Kampfführung sowie sieben Lager mit Militärzubehör, Munition und Brennstoff zerstört.
Auch der Truppenverband West habe seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Netschwolodowka, Blagodatowka und Borowaja im Gebiet Charkow und Krasny Liman, Stary Karawan, Schtschurowo und Jazkowka in der DVR getroffen habe. Dabei seien bis zu 180 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe zudem einen Schützenpanzer, drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 17 Wagen, zwei Geschütze, ein Aufklärungsradar und drei Munitionslager verloren.
Der Truppenverband Süd habe ebenfalls günstigere Stellungen bezogen und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Slawjansk, Weroljubowka, Piskunowka, Alexejewo-Druschkowka, Konstantinowka und Rai-Alexandrowka in der DVR getroffen. Die russische Militärbehörde beziffert die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 150 Soldaten. Außerdem seien ein Transportpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 19 Wagen, fünf Geschütze, drei Anlagen der elektronischen Kampfführung, ein Artillerieaufklärungsradar und zwei Munitions- und Materiallager zerstört worden.
Auch der Truppenverband Mitte habe seine Position an der vordersten Linie verbessert, wobei er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Dobropolje, Rubeschnoje, Kutscherow Jar, Grischino, Sergejewka, Annowka und Nowy Donbass in der DVR sowie Raipole im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 355 Armeeangehörige verloren. Das russische Militär habe dabei einen Kampfpanzer, einen Schützenpanzer, sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, drei Geschütze, sechs Wagen und zwei Munitionslager zerstört.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Kopani, Nowossjolowka und Wosdwischewka im Gebiet Saporoschje sowie Bogodarowka, Welikomichailowka, Dobropassowo, Lesnoje und Gawrilowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Das russische Ministerium schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 285 Soldaten. Dabei seien zwei Kampfpanzer, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Wagen, drei Geschütze und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe in der Nähe der Ortschaften Nowoandrejewka und Orechow im Gebiet Saporoschje und der Stadt Cherson Personal und Technik des Gegners getroffen. Dabei seien mehr als 45 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe 16 Wagen, eine Anlage der elektronischen Kampfführung, zwei Munitionslager und ein Brennstoffdepot verloren.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Militärflughäfen, Drohnenfabriken, militärisch relevante Energieanlagen und 148 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden fünf Lenkbomben und 293 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 131.318 Drohnen, 653 Flugabwehrraketenkomplexe, 28.708 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.696 Mehrfachraketenwerfer sowie 34.295 Geschütze und Mörser verloren.
12:37 Uhr
Kiew erwartet Besuch von US-Delegation nach Ostern
Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs rechnet die Führung in Kiew noch im April mit dem Besuch einer US-Delegation. Den Besuch in der Hauptstadt hat der Kanzleichef des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij in einem Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg angekündigt. Die Delegation könnte bereits kurz nach dem orthodoxen Osterfest eintreffen, das am 12. April begangen wird, sagte Kirill Budanow.
Demnach soll die Delegation vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, geleitet werden. Die beiden waren bereits mehrfach in Russland zu Gast, es wäre aber ihr erster offizieller Besuch in der Ukraine. Auch der republikanische US-Senator Lindsey Graham könnte laut dem Bericht mit von der Partie sein. Die US-Seite bestätigte den Besuch laut Bloomberg zunächst nicht.
Bei den Gesprächen dürfte es vor allem um US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine gehen. Im Interview sagte Budanow:
"Wir haben schon vor langer Zeit klargemacht, was wir wollen. Ich denke, das dürfte bald umgesetzt werden."
Bei den Sicherheitsgarantien seien "definitiv Fortschritte gemacht" worden, sagte der Kanzleichef.
Ukraine expects top envoys Steve Witkoff and Jared Kushner to lead a US delegation to Kyiv this month, President Volodymyr Zelenskiy’s chief of staff said https://t.co/XhJ3hT65sL
— Bloomberg (@business) April 4, 202612:10 Uhr
Sieben Verletzte bei Angriff einer ukrainischen Drohne auf Passagierbus im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow berichtet auf Telegram über mehrere Verletzte infolge einer ukrainischen Attacke auf einen Passagierbus im russischen Gebiet Belgorod. Die Attacke habe sich in der Siedlung Samostje im Bezirk Graiworon ereignet, teilt der Politiker mit. Gladkow beklagt insbesondere, dass der Gegner am Palmsonntag, den die Russisch-Orthodoxe Kirche heute feiert, zugeschlagen hat:
"Dem Feind ist nichts heilig, und an diesem lichten Tag versucht er, friedlichen Einwohnern das Leben zu rauben."
Nach Angaben von Gladkow seien bei der Attacke auf den gepanzerten Minibus, der Zivilisten an ihren Arbeitsort befördert habe, sieben Menschen verletzt worden. Eine Frau und vier Männer seien mit zahlreichen Splitterverletzungen in ein Krankenhaus in der Stadt Graiworon eingeliefert worden. Der Zustand eines Betroffenen sei kritisch. Zwei weitere Männer hätten ein Barotrauma erlitten. Sie würden ebenfalls ärztlich untersucht. Das Fahrzeug sei beschädigt worden.
11:34 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Siedlung im Grenzgebiet Brjansk an – Mann verletzt, Auto beschädigt
Gouverneur Alexander Bogomas wirft den ukrainischen Streitkräften vor, im russischen Grenzgebiet Brjansk ein weiteres "barbarisches" Verbrechen begangen zu haben. Wie der Politiker auf Telegram schreibt, hätten ukrainische Terroristen die Siedlung Sentschury im Bezirk Susemka mit Kamikaze-Drohnen angegriffen. Infolge der Attacke auf ein fahrendes ziviles Auto habe ein friedlicher Einwohner Verletzungen erlitten. Das Auto sei beschädigt worden. Der Mann bekomme jetzt alle notwendige ärztliche Versorgung in einem Krankenhaus.
Außerdem gibt der Gouverneur bekannt, dass die russische Luftabwehr in der zurückliegenden Nacht über dem Bezirk Brjansk zwei unbemannte Luftfahrzeuge abgeschossen habe.
11:03 Uhr
Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf Telegram über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 4. April bis 6 Uhr MESZ am 5. April 48 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Außerdem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 34-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem 18 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Der Politiker berichtet zudem über Sachschäden in den Ortschaften Kursk, Kalinowka, Belaja, Maloje Soldatskoje, Rylsk, Scherekino und Durowo. Demnach seien dort insgesamt drei Einfamilienhäuser, zwei Geschäfte, ein Gebäude, ein Traktor, ein Gabelstapler und acht Autos beschädigt worden.
10:35 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 4. April 21 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Nowaja Kachowka — 7,
- Aljoschki — 5,
- Knjase-Grigorowka — 3,
- Kachowka — 2,
- Tschulakowka — 4.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Proletarka, Nowaja Majatschka, Solonzy und Aljoschki seien insgesamt 19 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
