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Liveticker Ukraine-Krieg – Lukaschenko: Merkels Aussagen über Minsker Abkommen sind niederträchtig

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Lukaschenko: Merkels Aussagen über Minsker Abkommen sind niederträchtigQuelle: Sputnik © Michail Klimentew
  • 9.12.2022 16:59 Uhr

    16:59 Uhr

    Russische und US-amerikanische Diplomaten treffen sich in Istanbul zu "Reizthemen"

    Nach Angaben des stellvertretenden russischen Außenministers Sergei Rjabkow sollen sich US-amerikanische und russische Diplomaten heute in Istanbul treffen, um über die Arbeit der Botschaften und "Reizthemen" in den bilateralen Beziehungen zu sprechen. Rjabkow betonte, dass dies nicht als politisches Signal zur Wiederaufnahme des Dialogs mit Washington verstanden werden sollte. Die Nachrichtenagentur Lenta.ru zitiert ihn wörtlich:

    "Im Prinzip handelt es sich um ein regelmäßig stattfindendes Treffen zur Erörterung von 'Reizthemen' in den bilateralen Beziehungen. Nach einer längeren Pause haben wir den persönlichen Kontakt zu den Amerikanern zu diesem Thema wieder aufgenommen."

    Bei dem Treffen soll es um die Funktionsweise der Vertretungen beider Länder gehen. Rjabkow unterstrich: 

    "Wir haben wiederholt gesagt, dass man die Arbeit der Diplomaten nicht komplizierter machen sollte, das ist ein Hindernis. Im Gegenteil, wir müssen die Beschränkungen reduzieren, um dem Personal zu erlauben, auf Geschäftsreise zu gehen, und eine sogenannte Rotation aufrechtzuerhalten."

  • 16:22 Uhr

    Wünscht sich der Berater des Präsidialamtes der Ukraine zu Weihnachten: Leoparden, Marder, Abrams, Patriots und ATACMS

    Nach Angaben des Beraters des Präsidialamtes der Ukraine, Michail Podoljak, sollen die ukrainischen Streitkräfte in Kürze amerikanische und deutsche Panzer, Raketenabwehrsysteme und Raketenwerfer erhalten. Er sagte:

    "Vertrauen Sie mir einfach, dass wir sehr bald Patriots, Abrams, Leoparden und alles andere erhalten werden. Das ist eine objektive Entwicklung dieses Krieges. Es wird alles auf unserem Territorium stattfinden."

    Podoljak sagte, dass die Waffen und entsprechende Munition in den nächsten Monaten geliefert würden. Er twitterte zudem seine Weihnachtswunschliste:

  • 15:55 Uhr

    Konaschenkow: Mehr als 200 ukrainische Soldaten in 24 Stunden getötet

    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, äußerte sich während seines täglichen Briefings über die Fortschritte der russischen militärischen Sonderoperation in der Ukraine. Im Frontabschnitt Krasny Liman habe das russische Militär seine Offensive fortgesetzt, über 50 ukrainische Soldaten getötet und zwei Schützenpanzer sowie vier Pickups zerstört.

    Seitens des Verteidigungsministeriums wurde zudem mitgeteilt, dass das russische Militär Angriffe in den Frontabschnitten Kupjansk, Donezk und Süd-Donezk zurückgeschlagen habe. Dabei seien über 150 ukrainische Soldaten getötet und verwundet sowie drei gepanzerte Kampffahrzeuge, ein Schützenpanzer, zwei Kleinlastwagen und zwei Fahrzeuge zerstört worden.

    Russische Luft-, Raketen- und Artillerieeinheiten hätten 86 ukrainische Artillerieeinheiten angegriffen und sechs US-amerikanischen MLRS-Abschussrampen und deutsche MARS II-Mehrfachraketenwerfer zerstört. Konaschenkow fügte hinzu, dass das russische Militär ein von den USA hergestelltes AN/TPQ-50-Batterieabwehrradar, einen taktischen Totschka-U-Raketenwerfer, einen Uragan-Mehrfachraketenwerfer und drei Grad-Mehrfachraketenwerfer zerstört habe. Auch ein Munitionsdepot der ukrainischen Streitkräfte sei zerstört worden. Die russischen Luftabwehrkräfte hätten ihrerseits innerhalb von 24 Stunden drei Raketen der HIMARS-Mehrfachraketenwerfer abgefangen.

    Seit Beginn der militärischen Sonderoperation seien insgesamt 341 Flugzeuge, 181 Hubschrauber, 2.643 unbemannte Luftfahrzeuge, 392 Boden-Luft-Raketensysteme, 7.043 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 924 Mehrfachraketenwerfer, 3.668 Feldartilleriegeschütze und Mörser sowie 7.522 militärische Spezialfahrzeuge zerstört worden, so Konaschenkow.

  • 15:24 Uhr

    Lukaschenko zu Merkels Aussagen: Niederträchtig und verachtenswert

    Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko hat sich zu Merkels Aussagen über die Minsker Abkommen geäußert. Ihm zufolge habe Deutschland, wenn Merkels Angaben wahr seien, verachtenswert und niederträchtig gehandelt. Die Ex-Kanzlerin wolle mit ihrem Interview wohl einfach im Trend liegen, betonte der Präsident.

    Dennoch meint Lukaschenko, es sei nicht offenbar gewesen, dass der Westen damals jemanden habe betrügen wollen. Bei den Verhandlungen in Minsk seien alle Parteien ernsthaft vorgegangen.

  • 14:55 Uhr

    Lukaschenko: Westen wollte nach Ereignissen in Weißrussland 2020 einen Krieg im Donbass anzetteln

    Minsk werde in Kürze Information darüber veröffentlichen, dass die westlichen Länder einen Krieg mit Russland für die Jahre 2021–2022 geplant hatten. Dies sagte der weißrussische Präsident, Alexander Lukaschenko, in einem Interview mit dem Fernsehsender Rossija 24. Er erklärte:

    "Der Westen bereitete sich auf den Krieg vor. Und in naher Zukunft werden wir diese Fakten offenlegen. Denn die westlichen Länder wollten nach dem Aufstand im Jahr 2020 in Weißrussland einen Krieg mit Russland vom Donbass aus beginnen, wenn sich die Situation so entwickelt hätte und sie an die Grenze zum Gebiet Smolensk gekommen wären. Von dort aus sollte der Krieg 2021–2022 beginnen. Russland hat präventiv gehandelt."

  • 14:22 Uhr

    DVR-Behörde: Zehn Raketen in Donezk eingeschlagen

    Am Freitag haben die ukrainischen Streitkräfte Donezk aus Grad-Mehrfachraketenwerfern beschossen. Die DVR-Vertretung beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen der Kriegsverbrechen der Ukraine meldete über zehn Raketen, die in den Bezirken Kiewski und Woroschilowski der Stadt Donezk eingeschlagen seien. Der Beschuss erfolgte um 11:33 Uhr Moskauer Zeit.

  • 13:54 Uhr

    Russisches Außenministerium: USA wirken auf eine Zahlungsunfähigkeit Russlands hin

    Der stellvertretende russische Außenminister, Sergei Rjabkow, hat erklärt, die Beziehungen zwischen Russland und den USA befänden sich in einem äußerst schwierigen und beklagenswerten Zustand. Der Diplomat betonte in diesem Zusammenhang, Washington beabsichtige, Moskaus Exporteinnahmen zu erschöpfen und damit eine Zahlungsunfähigkeit zu provozieren.

    Außerdem werde eine mögliche Aufhebung der US-Sanktionen gegen Russland mit unrealistischen Forderungen Washingtons im Zusammenhang mit der Ukraine verbunden sein.

  • 13:26 Uhr

    Medwedew: Russland ist stärker als der Westen und wird gewinnen

    Russland ist reich an Helden, während der Westen keine mehr hatt. Somit ist die Russische Föderation stärker, erklärte Dmitri Medwedew, der ehemalige Präsident und stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates Russlands, in einer Glückwunschbotschaft zum Tag der Vaterlandshelden am Freitag. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb er:

    "Ein Held ist ein Mensch, der bereit ist, sich für sein Vaterland zu opfern und Menschen in Not zu schützen. Wir haben viele Helden mit einem Großbuchstaben. Wir sind stolz auf sie. Wir erinnern uns an sie. Wir nehmen uns ein Beispiel an ihnen."

    Medwedew stellte fest, dass es "in dem düsteren, intellektuell degenerierten Europa und den USA, die durch endloses Gelddrucken gemästet werden, aber an Demenz leiden, keine solchen Helden mehr gibt". Er sagte:

    "Deshalb sind wir stärker. Deshalb werden wir gewinnen."

    Der Tag der Helden des Vaterlandes wird in Russland jährlich am 9. Dezember gefeiert. Das Datum fällt mit dem Feiertag des Russischen Reiches, dem Sankt Georgs-Kavaliertag zusammen, der von 1769 bis 1917 begangen wurde. Die Tradition der Ehrung von Helden des Vaterlandes wurde in der Russischen Föderation im Jahr 2013 erneuert.

  • 12:55 Uhr

    EU stellt Kiew im Rahmen der Europäischen Friedensfazilität weitere zwei Milliarden Euro zur Verfügung

    Nach Angaben von Quellen aus der europäischen Außenpolitik werden die EU-Außenminister am 12. Dezember in Brüssel beschließen, die Ausgabenobergrenze für die Europäische Friedensfazilität, mit der Waffenlieferungen an die Ukraine finanziert werden, im kommenden Jahr um zwei Milliarden Euro anzuheben. Das bedeutet eine zusätzliche Finanzierung der Militärhilfe für die Ukraine.

    Ursprünglich war die Obergrenze auf 5,7 Milliarden Euro für sieben Jahre festgelegt. Die EU soll bereits 3,5 Milliarden Euro ausgegeben haben. Damit der Fonds nicht frühzeitig ausgeschöpft werde, solle man die Obergrenze erhöhen. Außer Militärhilfe für die Ukraine finanziert die EU aus der Friedensfazilität nicht tödliche Mittel für Georgien, Moldau, den Libanon, Jordanien, Mauretanien und Mosambik.

    Für das Jahr 2022 hat die EU 3,1 Milliarden Euro aus der Europäischen Friedensfazilität bereitgestellt, um die EU-Länder für die Lieferung von Waffen und militärischer Ausrüstung an die Ukraine zu entschädigen. Josep Borrell, der Leiter der EU-Außen- und Sicherheitspolitik, schätzt, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten der Ukraine bereits Waffen im Wert von mehr als acht Milliarden Euro zur Verfügung gestellt hat.

  • 12:24 Uhr

    Luftangriffsalarm in vier Gebieten der Ukraine ausgerufen

    Luftalarm wurde in den ukrainischen Gebieten Sumy, Poltawa, Charkow und Dnepropetrowsk sowie in dem von Kiew kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje ausgelöst, wie aus der Online-Karte für Luftalarme im Gebiet der militärischen Sonderoperation hervorgeht.

    Den Angaben zufolge wurden die Alarme fast gleichzeitig um 12:30 Uhr Ortszeit (11:30 Uhr Berliner Zeit) ausgelöst.

    Die russischen Streitkräfte hatten am 10. Oktober, zwei Tage nach dem Terroranschlag auf die Krim-Brücke, der nach Angaben der russischen Behörden von ukrainischen Sonderdiensten unterstützt wurde, Angriffe auf ukrainische Infrastrukturen durchgeführt. Die Angriffe richteten sich gegen Energie-, Verteidigungs-, Militär- und Kommunikationseinrichtungen im ganzen Land. Nach den Angriffen am 15. November erklärte der ukrainische Premierminister Denis Schmygal, dass fast die Hälfte des Energiesystems des Landes ausgefallen sei. Im Dezember erklärte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij, dass es momentan unmöglich sei, das ukrainische Energiesystem vollständig wiederherzustellen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.