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Liveticker Ukraine-Krieg: Dmitri Medwedew sieht euro-atlantische Ehe vor "hässlicher Scheidung"

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Dmitri Medwedew sieht euro-atlantische Ehe vor "hässlicher Scheidung"Quelle: Sputnik © Ekaterina Shtukina/Sputnik
  • 28.11.2022 23:00 Uhr

    23:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 22:59 Uhr

    LVR: 23 Militärangehörige kehren aus ukrainischer Gefangenschaft zurück

    Das amtierende Oberhaupt der Lugansker Volksrepublik, Leonid Passetschnik, hat die Rückkehr von 23 Angehörigen der Volksmiliz der LVR aus ukrainischer Kriegsgefangenschaft gemeldet. Passetschnik veröffentlichte auf seinem Telegram-Kanal Bilder vom Treffen der Rückkehrer mit ihren Angehörigen und schrieb:

    "Vor ihnen liegen medizinische Behandlung und Rehabilitation. Wir arbeiten weiter an der Befreiung aller unserer Jungs!"

    In der vergangenen Woche hatte Russlands Verteidigungsministerium die Rückkehr von insgesamt 85 Militärangehörigen im Rahmen eines Gefangenenaustauschs bekannt gegeben.

  • 22:37 Uhr

    UNO: Fast 4.000 Zivilisten im Donbass seit 24. Februar gestorben

    Knapp 4.000 zivile Bewohner des Donbass sind seit dem 24. Februar 2022 ums Leben gekommen, weitere 5.300 wurden verwundet. Diese Angaben gehen aus einem Bericht des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte der UNO hervor, welcher auf der Homepage der Organisation veröffentlicht wurde. Darin hieß es:

    "In den Gebieten Donezk und Lugansk gibt es 9.352 Opfer (3.962 Tote und 5.390 Verwundete)."

    Ukraineweit seien 6.655 Zivilisten gestorben und 10.368 verwundet worden, meldete die Organisation außerdem. Die meisten gemeldeten Opfer seien durch "explosive Waffen mit großem Wirkradius" getötet worden.

  • 22:20 Uhr

    Dmitri Medwedew spottet über europäisch-US-amerikanische "Ehe", die vor "hässlicher Scheidung" stehen könnte

    Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew hat wieder einen sarkastischen Kommentar zum Zeitgeschehen verfasst. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb der jetzige stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, dass die US-amerikanisch-europäische Ehe "alle Chancen" zu haben scheine, in einem "schmutzigen Skandal und einer schmerzhaften Aufteilung des gemeinsam erworbenen Vermögens" zu enden. Der Grund dafür liege auf der Hand: wirtschaftliche Untreue und zuweilen eine demonstrative Weigerung, die "ehelichen Pflichten" zu erfüllen, wie Medwedew formulierte.

    "Das Alphamännchen Pindostan scheint trotz all seiner Treueschwüre, seiner Liebe bis ins Grab und seiner spöttischen Versprechen, alle Einkünfte ausschließlich 'der Familie' zukommen zu lassen, sein langweiliges Europa dreist belogen zu haben. Er hat nicht die Absicht, die Gewinne zu teilen. Im Gegenteil, er nimmt seinem alternden Partner das Letzte ab und eignet es sich ohne das geringste Zögern an."

    So schafften die USA auf ihrem Territorium die Voraussetzungen für eine schnelle Integration der führenden europäischen Unternehmen in ihre eigene Wirtschaft. Dazu würde Washington ein "System von Subventionen und Steuererleichterungen" errichten, um die europäischen Unternehmen zu ermutigen, "in der Neuen Welt zu investieren und dabei die Interessen eines hässlich alternden Europas zu vergessen".

    Die Alte Welt habe "außerdem in einem masochistischen Wahn Sanktionen verhängt", die "ihr wahrscheinlich süße Schmerzen bereiten" würden. Dagegen würden die USA ihre Bürger auch "nachdrücklich" ermuntern, in den USA hergestellte Produkte zu kaufen, von Elektroautos bis hin zu Grundbedarfsgütern. Medwedew:

    "Unternehmen sind Unternehmen; sie werden nicht von der politischen Raserei angetrieben, die die Europäische Union erfasst hat, sondern von Eigeninteressen. Aufgrund des gegen Russland verhängten Sanktionskriegs sehen europäische Unternehmen immer weniger Möglichkeiten, in ihren eigenen Ländern normal zu arbeiten. Der russische Markt ist geschlossen. Der chinesische Markt ist voll von eigenen Waren. Aber Amerika wartet auf die europäischen Unternehmen, lächelt mit all seinen 32 weißen Implantaten und öffnet die Arme, in denen das Geschäft der Alten Welt heute schmachtet."

    Ganz dem Zeitgeist entsprechend, schloss Medwedew mit folgendem Postcriptum:

    "PS: Die Geschlechtsidentität beider Partner (USA und altes Europa) wird aus Gründen der politischen Korrektheit verschwiegen."

  • 21:53 Uhr

    Russische Armee zerstört gepanzerte Fahrzeuge aus NATO-Ländern

    Der Zustrom westlicher Waffen und Militärfahrzeuge in die Ukraine reißt nicht ab. Regelmäßig veröffentlichen Telegram-Kanäle aber auch Bilder von der Zerstörung der Militärtechnik, die von NATO-Ländern geliefert wurde.

    Operazija Z: Wojenkory Russkoi Wesny meldete heute die Zerstörung von gepanzerten TEKNE-MLS-Fahrzeugen des Typs "Shield", die aus Italien gekauft und an die 79. Luftlandebrigade der ukrainischen Armee übergeben worden waren. Die elf gepanzerten Fahrzeuge wurden noch vom ehemaligen ukrainischen Präsidenten Poroschenko – über eine eigene Stiftung und Firma – angeschafft.

    In der Zwischenzeit seien zahlreiche von ihnen bereits zerstört worden – drei davon sind in den obigen Aufnahmen zu sehen.

  • 21:27 Uhr

    Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats fordert Raketen mit über 800 Kilometer Reichweite

    Die Ukraine benötige Raketen mit einer Reichweite von 800 Kilometern oder mehr, um ihr Energieproblem zu lösen. Dies forderte der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Alexei Danilow, auf Twitter. Ihm zufolge müsste der Westen in diesem Fall weniger Generatoren liefern.

    Raketen mit solcher Reichweite würden Kiew ermöglichen, Ziele in Zentralrussland anzugreifen. Die USA hatten bisher Lieferungen von Raketen mit über 300 Kilometer Reichweite an Kiew abgelehnt.

  • 20:59 Uhr

    Neue Erste-Hilfe-Sets für Soldaten der DVR

    In der Donezker Volksrepublik (DVR) wurden handliche Sanitätsrucksäcke (oder -taschen) für die Soldaten eingeführt, wie der Telegram-Kanal Neofizialnyj Bessonow "Z" berichtet.

    Der Verein "Dlja Krutych Parnej" (etwa: "Für coole Jungs") hatte für die hochwertigen Erste-Hilfe-Sets gesammelt. Die ersten, im Zweifelsfall lebensrettenden Taschen wurden inzwischen an Soldaten der DVR verteilt. Die Kämpfer bedankten sich für die wichtige Ergänzung ihrer Ausrüstung.

  • 20:26 Uhr

    Donezk: Zivilist durch ukrainischen Beschuss gestorben

    Ein Zivilist ist in Donezk gestorben, nachdem die Stadt vom ukrainischen Militär beschossen wurde. Dies meldete der Bürgermeister Alexei Kulemsin über Telegram.

    Zuvor hatten Kiews Streitkräfte sechs Projektile von einem Grad-Mehrfachraketenwerfer gegen Donezk abgefeuert. Der Telegramkanal DVR Online veröffentlichte Bilder der Folgen des Beschusses.

  • 19:51 Uhr

    Kiew: Strom soll zweimal pro Tag für zwei bis drei Stunden verfügbar sein

    Die Kiewer Haushalte sollen zweimal pro Tag Strom für jeweils zwei bis drei Stunden erhalten. Dies berichtete die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Verweis auf den städtischen Stromnetzbetreiber DTEK.

    Das Unternehmen gab in einer Meldung in den sozialen Netzwerken an, dass es nach Vorschrift des gesamtukrainischen Netzbetreibers Ukrenergo Kiews Stromverbrauch um 60 Prozent reduzieren müsse. Von der verbliebenen Leistung werden 58 Prozent für die Versorgung kritischer Infrastruktur, darunter Krankenhäuser und Pumpstationen, benötigt, sodass für Privatverbraucher nur 42 Prozent übrig bleiben.

  • 19:14 Uhr

    US-Vertreterin bei NATO: Keine Spaltung im Bündnis

    Die Ständige Vertreterin der USA bei der NATO, Julianne Smith, hat erklärt, die NATO-Länder seien sich einig in ihrer Unterstützung für die Ukraine. Es gebe keine Spaltung innerhalb des Bündnisses in dieser Frage.

    Ihr zufolge werde die Frage der Ukraine am Dienstag bei der NATO-Ministertagung in Rumänien besprochen. Der ukrainische Außenminister Dmitri Kuleba werde dort die NATO über die Bedürfnisse des Landes informieren.

    Zuvor hatte Russland den NATO-Mitgliedstaaten eine Mitteilung über Waffenlieferungen an die Ukraine übermittelt. Demnach sei jede Waffenlieferung in die Ukraine ein legitimes Ziel für das russische Militär. Außerdem trügen Rüstungslieferungen zur Verlängerung des Konflikts in der Ukraine bei und wirkten negativ auf jegliche Möglichkeit eines Friedensprozesses.

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