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Liveticker Ukraine-Krieg – DVR-Oberhaupt: Artjomowsk von russischen Truppen beinahe eingeschlossen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – DVR-Oberhaupt: Artjomowsk von russischen Truppen beinahe eingeschlossenQuelle: Sputnik © Wiktor Antonjuk
  • 28.11.2022 18:39 Uhr

    18:39 Uhr

    Munitionsversteck im Gebiet Saporoschje aufgespürt

    Die Polizei der Stadt Tokmak im russischen Gebiet Saporoschje hat ein Versteck mit Munition aufgespürt. Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Verweis auf die örtliche Polizeiverwaltung berichtete, befand sich das Versteck in der Garage eines Stadtbewohners, der zurzeit im ukrainischen Militär dient.

    Wie ein Angehöriger der Behörde der Agentur erklärte, wurden unter anderem eine Granate vom Typ F-1, Patronen des Kalibers 5,45 Millimeter, Geschosse für 82-Millimeter-Granatwerfer, ukrainische Medaillen und Symbolik sowie ein mit einem Hakenkreuz verziertes Messer aufgespürt und beschlagnahmt.

  • 18:12 Uhr

    Sieben Außenminister nordischer und baltischer Staaten besuchen Kiew

    Sieben Außenminister der nordischen und baltischen Staaten sind am Montag gemeinsam in die Ukraine gereist.  Mehrere Chefdiplomaten der sieben Staaten im Nordosten Europas erklärten wortgleich über Twitter:

    "Wir, die Außenminister von Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen und Schweden, sind heute in Kiew in voller Solidarität mit der Ukraine."

    Dazu stellten sie ein Gruppenbild ein, dass sie am Bahnsteig vor einem Zug zeigt. 

    Nach Angaben von Estlands Außenminister Urmas Reinsalu soll mit dem Besuch ein Zeichen der Solidarität gesendet werden. Er erklärte:

    "Wir werden die Ukraine weiterhin militärisch, wirtschaftlich und politisch unterstützen."

    Die nordischen und baltischen Staaten arbeiten in vielen Bereichen eng zusammen und stimmen sich regelmäßig in bestimmten Politikfeldern ab. 

  • 17:41 Uhr

    Saporoschje-Beamte: Mehr als 700 Soldaten ukrainischer Spezialkräfte im Gebiet stationiert

    Das Mitglied des Hauptverwaltungsrates des Gebietes Saporoschje, Wladimir Rogow, hat im Interview auf dem Fernsehsender Solowjow Live bekannt gegeben, dass sich mehr als 700 Angehörige ukrainischer Spezialeinheiten in dem von Kiew kontrollierten Teil des Gebietes aufhielten. Sie seien darauf vorbereitet, den Dnjepr zu überwinden, Landungen durchzuführen und große Objekte zu beschlagnahmen. Rogow zufolge trägt die Vernichtung von Munition und derer Depots sowie militärischer Ausrüstung dazu bei, die Pläne der ukrainischen Streitkräfte zu stören.

    Zuvor hatte der Saporoschje-Beamte erklärt, dass die ukrainischen Streitkräfte ihre Verbände an der Kontaktlinie im Gebiet Saporoschje in der Nähe der Städte Orechow und Guljaipole weiter konzentrieren. Ihm zufolge kommen die Ausrüstungen weiterhin in der Stadt Saporschje an und werden dann zum größten Teil in die oben genannten Städten geschickt. 

  • 17:06 Uhr

    DVR-Chef: Artjomowsk von russischen Truppen beinahe eingekesselt

    Die russischen Truppen stehen kurz davor, die Stadt Artjomowsk (ukrainisch Bachmut) einzukesseln. Dies erklärte das amtierende Oberhaupt der Donezker Volksrepublik, Denis Puschilin. Die Lage um die Stadt sei "schwierig", die russischen Verbände würden aber eindeutig voranschreiten, erklärte er in einer Sendung des Fernsehkanals Rossija-24:

    "Es gibt Erfolge im unmittelbaren Umland von Artjomowsk. Die Situation einer operativen Einkesselung ist ziemlich nah."

    Die Stadt Artjowmowsk liegt in dem von Kiew besetzten Teil der Donezker Volksrepublik nördlich der Stadt Gorlowka. Sie ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, über den die ukrainischen Militärverbände im Donbass versorgt werden.

  • 16:32 Uhr

    Wegen der Stromausfälle hat die Ukraine große Probleme bei der Brot-Produktion

    Regelmäßige Stromausfälle in der Ukraine machen es unmöglich, das Brotbacken zu gewährleisten. Wenn der Ofen ausfällt, müsse die gesamte Partie entsorgt werden, mahnte Juri Dutschenko, der erste Vizepräsident des gesamt-ukrainischen Bäckerverbandes. In einem Interview mit Agro Portal erklärte er:

    "Der Prozess des Brotbackens ist ein kontinuierlicher Prozess, und während der Stabilisierungs- oder Notabschaltpläne können wir die Technologie nicht bereitstellen. Für bestimmte Brotsorten gibt es recht lange Produktionszyklen, bei denen der Prozess von der Mehlzufuhr bis zur Verpackung mehr als sechs Stunden dauert. Diesen Prozess in irgendeiner Phase zu unterbrechen oder den Ofen anzuhalten, bedeutet, die gesamte Charge, das heißt Tonnen von Brot, zu entsorgen."

    Ihm zufolge müssen sich die Bäckereien für einen stabilen Betrieb mit Generatoren und Treibstoff eindecken, damit sie bei Notabschaltungen zumindest eine minimale Produktion gewährleisten können.

    Zuvor hatten ukrainische Medien berichtet, dass die Menschen in Kiewer Geschäften Lebensmittel aufkauften und die Regale in den Bäckereiabteilungen leer waren.

  • 15:53 Uhr

    Saporoschje-Beamter: Polnische Medienberichte über den Tod von 1.200 Söldnern in der Ukraine sind klare Untertreibung

    Berichte polnischer Medien, die aussagten, dass seit dem Beginn der russischen Sonderoperation über 1.200 polnische Staatsbürger auf ukrainischem Territorium ums Leben gekommen und mehrere tausend verwundet worden seien, stellen eine klare Untertreibung dar. Diese Meinung äußerte Wladimir Rogow, Mitglied des Hauptverwaltungsrates des Gebietes Saporoschje, am Montag gegenüber TASS. Er erklärte:

    "Diese Zahlen entsprechen eindeutig nicht der Realität. Wenn wir die Zahl der liquidierten ausländischen Söldner allein in der Stadt Saporoschje betrachten, als sie in Erholungszentren, in Pensionen, in der Aluminiumhütte und in Hotels beschossen wurden, sprechen wir von mehr als tausend getöteten ausländischen Söldnern, von denen garantiert etwa die Hälfte Polen waren, und das außerhalb der Kampfhandlungen. Wenn wir die Kämpfe in den Gebieten Guljaipole, Orechowo, Kamenskoje, Wremewski Wystup nehmen und die Kämpfe bei Charkow dazuzählen […] ist die Zahl von 1.200 nicht rückholbaren Verlusten eindeutig untertrieben."

    Es ist durchaus möglich, dass die polnische Gesellschaft zu verstehen bereit sei, dass ein beträchtlicher Preis für die Gebiete gezahlt werden müsse, die Polen beansprucht. Daher habe man damit begonnen, Informationen über die Verluste häppchenweise zu veröffentlichen, um diese zu legalisieren, so Rogow. Er fügte hinzu:

    "Bis vor Kurzem gab es noch gar keine Verluste."

  • 15:26 Uhr

    Kiew, aber nur in Verbindung mit Moskau – Papst Franziskus ist offen für Besuche

    Papst Franziskus hat im Interview mit der US-amerikanischen Jesuitenzeitschrift Americamagazin erklärt, dass er einer Einladung nach Kiew nur folgen würde, wenn er auch die Möglichkeit habe, Moskau zu besuchen. Es gehe für ihn um Besuche in beiden Städten, nicht in einer der beiden.

    Zuvor hatte Paul Richard Gallagher, Sekretär für die Beziehungen des Vatikans mit den Staaten, bekannt gegeben, dass der Heilige Stuhl bereit sei, einen Ort für Gespräche über die Ukraine zur Verfügung zu stellen. Solche Vorschläge seien vom Vatikan seit dem Beginn des Konflikts immer wieder gekommen, bisher habe es aber keine konkrete Antwort von den beiden Konfliktparteien gegeben. Trotzdem bleibe der Vatikan immer erreichbar.

    Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte seinerseits, Russland begrüße die Bemühungen einiger Länder, darunter der Vatikan, zur Lösung des Konflikts in der Ukraine beizutragen. Dennoch benötige Kiew ihm zufolge keine Verhandlungsplattformen.

  • 14:44 Uhr

    US-Admiral: Einstellung der Waffenlieferungen wäre Katastrophe für die Ukraine

    Am Sonntag hat James Stavridis, der ehemalige Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte der NATO in Europa, erklärt, eine Einstellung der Waffenlieferungen in die Ukraine wäre eine Katastrophe. Im Interview mit dem US-amerikanischen TV-Sender MSNBC sprach der US-Admiral außer Dienst vom Vorschlag einiger Vertreter der Republikanischen Partei, die Unterstützung für Kiew zu beenden. Wenn der Vorschlag umgesetzt würde, hätte dies verheerende Auswirkungen auf die Bemühungen des ukrainischen Militärs.

    Dennoch halte Stavridis dies für höchst unrealistisch. Ihm zufolge gebe es im US-Repräsentantenhaus immer noch eine große Mehrheit von Republikanern, die die Finanzhilfe auf einem vernünftigen Niveau weiterhin unterstützen würde.

    Zuvor hatte die republikanische Minderheit im Repräsentantenhaus versprochen, die Kontrolle über die Finanzhilfe für die Ukraine im Fall eines Sieges der Partei bei den Zwischenwahlen im November zu verschärfen.

  • 14:12 Uhr

    Soldaten der ukrainischen Armee feuern Raketen auf Siedlung bei Donezk ab

    Artilleristen der ukrainischen Streitkräfte haben zwei Raketen aus einem Mehrfachraketenwerfer vom Typ Uragan auf die Siedlung Werchnetorezkoje in der Volksrepublik Donezk (DVR) abgefeuert.

    Die Gemeinsame Zentrale für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen der ukrainischen Kriegsverbrechen in der DVR bestätigt, dass um 12:50 Uhr aus einem Mehrfachraketenwerfer BM-27 Uragan zwei Raketen in Richtung der Siedlung Werchnetorezkoje abgefeuert worden seien. 

    Werchnetorezkoje liegt etwa 25 Kilometer nördlich von Donezk.

  • 13:38 Uhr

    Lafontaine: USA haben die Ukraine aufgerüstet und sie auf einen Krieg gegen Russland systematisch vorbereitet

    Die USA haben den Konflikt in der Ukraine nach dem Euromaidan im Jahr 2014 aktiv angeheizt. Darauf wies der Politiker Oskar Lafontaine gegenüber den Deutschen Wirtschaftsnachrichten hin. Er stellte fest:

    "Die USA und ihre westlichen Vasallen haben seitdem die Ukraine aufgerüstet und sie auf einen Krieg gegen Russland systematisch vorbereitet. So wurde die Ukraine zwar nicht de jure, aber de facto ein NATO-Mitglied. Diese Vorgeschichte wird von den westlichen Politikern und Mainstreammedien geflissentlich ignoriert."

    Dem Politiker zufolge sei es Washington gelungen, eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Russland zu erreichen und gleichzeitig einen geopolitischen Feind in Deutschland zu beseitigen. Die USA hätten nun die Möglichkeit, die Politik der EU-Länder zu bestimmen, fügte Lafontaine hinzu. Er beklagte:

    "Sie können ihr dreckiges Fracking-Gas verkaufen und die US-Rüstungsindustrie macht Bombengeschäfte."

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