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"Havanna-Syndrom" – CIA findet keine Belege für feindliches Vorgehen gegen US-Botschaften

Der US-Geheimdienst CIA konnte Berichten zufolge keine ausländische Kampagne zur Schädigung der Gesundheit des diplomatischen Personals der USA ausfindig machen. Der Direktor der CIA versprach, die Untersuchung zum sogenannten Havanna-Syndrom fortzuführen, da noch Fragen offen blieben.
"Havanna-Syndrom" – CIA findet keine Belege für feindliches Vorgehen gegen US-BotschaftenQuelle: AFP © ADALBERTO ROQUE / AFP

Die meisten der 1.000 gemeldeten Fälle des "Havanna-Syndroms", einer mysteriösen Krankheit, die seit 2016 in ausländischen Staaten stationierte US-Beamte plagt, konnten laut einem internen CIA-Bericht nicht auf einen ausländischen Gegner zurückgeführt werden, wie US-Medien berichten. Die Spionagebehörde konnte in rund zwei Dutzend Fällen ein feindliches Vorgehen nicht ausschließen, fand aber keine Beweise dafür.

In dem Bericht kam die CIA zu dem Schluss, dass es keine anhaltende globale Kampagne einer feindlichen Macht wie Russland oder China gibt, die US-Amerikaner mit einer nicht zurückverfolgbaren Waffe bedroht, wie einige Kommentatoren glauben. Der CIA-Zwischenbericht, über den die New York Times, NBC News und Politico ausführlich berichteten, frustriert jene Menschen, die an Symptomen des Havanna-Syndroms leiden.

Eine von NBC News zitierte Person gab an, dass "selbst zwei Dutzend Fälle eine Menge Fälle sind, wenn US-Amerikaner angegriffen wurden", und bezog sich dabei auf die Fälle des Havanna-Syndroms, bei denen die CIA ein falsches Spiel nicht gänzlich ausschließen konnte. William Burns, der Direktor der CIA, versprach in einer von der Times zitierten Erklärung, "die Mission fortzusetzen, diese Vorfälle zu untersuchen und denjenigen, die es brauchen, Zugang zu erstklassiger Behandlung zu verschaffen".

Eine Interessenvertretung für Betroffene bezeichnete den Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts und seinen Inhalt als verdächtig.

"Die Entscheidung, den Bericht jetzt und mit dieser speziellen Reihe von 'Erkenntnissen' zu veröffentlichen, scheint ein Vertrauensbruch zu sein und untergräbt die Absicht des Kongresses und des Präsidenten, uns beizustehen und einen regierungsweiten Konsens darüber zu erreichen, was dahintersteckt", hieß es in einer Erklärung.

Die Gruppe behauptete, dass es der Untersuchung an ressortübergreifender Koordination mangelte und dass der von der CIA erstellte Bericht möglicherweise "nicht einmal den Konsens der gesamten CIA widerspiegelt, sondern die Ansichten einer Untergruppe von Beamten, die am meisten an einer Lösung und einem Abschluss interessiert sind".

Laut den von den Medien zitierten Quellen hatten verschiedene Teile der US-Geheimdienstgemeinschaft unterschiedliches Vertrauen in die Schlussfolgerungen der CIA, das von Gering bis Hoch reichte.

Das Syndrom wurde nach der kubanischen Hauptstadt benannt, in der in der kurzen Zeit während der Präsidentschaft von Barack Obama, als US-Diplomaten im Rahmen eines Entspannungsversuchs in das Land entsandt worden waren, die ersten Fälle dieses mysteriösen Zustands gemeldet worden waren. Donald Trump, der in seiner Amtszeit dieses Engagement wieder rückgängig machte, sagte, er glaube, "dass Kuba verantwortlich" sei. Die Wissenschaftler der Insel wiesen die Anschuldigungen zurück. In den letzten Jahren berichteten US-Beamte in aller Welt, dass sie ähnliche Symptome hatten.

Eine Studie der National Academies of Sciences aus dem Jahr 2020, die vom US-Außenministerium in Auftrag gegeben wurde, bezeichnete Mikrowellen als die "plausibelste" Ursache für den Zustand. In einem Bericht der wissenschaftlichen Gruppe JASON, die das Außenministerium berät, aus dem Jahr 2018 heißt es, es sei höchst unwahrscheinlich, dass das Havanna-Syndrom durch eine Art direkter Energie oder Schallwaffe verursacht wurde. Der Bericht wurde erst im Jahr 2021 freigegeben.

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