Tech-Unternehmer wollen mit "synthetischer Gebärmutter" Geburtenrate ankurbeln

Wenn man Frauen die Verantwortung für die Schwangerschaft abnehme, könne dies zu einer Verringerung des Wohlstandsgefälles zwischen den Geschlechtern führen, argumentieren die beiden Milliardäre und Tech-Unternehmer Vitalik Buterin und Sahil Lavingia. Buterin ist Mitbegründer des Unternehmens Ethereum, Lavingia gründete das Unternehmen Gumroad.
Laut den beiden Unternehmern würde eine solche Technologie die "Last" der Schwangerschaft für Frauen beseitigen und es ihnen so ermöglichen, mehr zu arbeiten. Auslöser der Twitter-Diskussion war ein Tweet von Tesla-CEO Elon Musk, der am Dienstag davor gewarnt hatte, dass sich die Gesellschaft "viel mehr Sorgen um den Bevölkerungszusammenbruch machen sollte".
We should be much more worried about population collapse
— Elon Musk (@elonmusk) January 18, 2022
Daraufhin schlugen Buterin und Lavingia ihre "Lösung" für die sinkenden Geburtenraten vor. "Wir sollten in Technologien investieren, die das Kinderkriegen schneller/einfacher/billiger/zugänglicher machen... Synthetische Gebärmütter usw.", schlug Lavingia vor, der Gründer der digitalen Produkthandelsplattform Gumroad.
We should be investing in technology that makes having kids much faster/easier/cheaper/more accessibleSynthetic wombs, etc
— Sahil Lavingia (@shl) January 18, 2022
Buterin, Mitbegründer der Kryptowährung Ethereum, stimmte dem zu und argumentierte, dass Frauen weiterhin arbeiten könnten, wenn die "Last der Schwangerschaft" durch eine künstliche Gebärmutter ersetzt würde.
Disparities in economic success between men and women are far larger once marriage+children enter the picture. Synthetic wombs would remove the high burden of pregnancy, significantly reducing the inequality.https://t.co/Zpin8tTlR6
— vitalik.eth (@VitalikButerin) January 18, 2022
Buterin, der ein geschätztes Vermögen von 1,46 Milliarden US-Dollar besitzt, behauptete zudem, dass die Auslagerung der Schwangerschaft an Maschinen die Ungleichheit des Reichtums zwischen den Geschlechtern "erheblich verringern" könne.
Obwohl Lavingia und Buterin in den sozialen Medien Unterstützung erhielten, waren die meisten Reaktionen überwältigend negativ, wobei Kritiker die Idee mit den im Labor gezüchteten Menschen aus "The Matrix" verglichen.
So grow babies in labs or what? Like the matrix? pic.twitter.com/ce8AIsksgs
— Syk. (@Zzsyk_) January 18, 2022
"Das ist so dystopisch... warum nicht ein System schaffen, in dem jeder, der einen Beitrag zur Gesellschaft leistet, genug verdient, um eine Familie zu gründen, ein Haus zu kaufen und zu leben, anstatt ständig von der Inflation ausgepreist zu werden", schlug eine Person vor.
This is so dystopian… why not create a system where anyone contributing to society earns enough to build a family, buy a house and live instead of constantly being priced out by inflation? How bout that?
— DyorGen (🤡,🌎) 🦇🔊 (@DYORgenDefi) January 18, 2022
Der Journalist Amil Niazi twitterte: "Der Grund, warum sich die meisten Menschen gegen Kinder entscheiden, liegt nicht darin, dass sie keine schnelle und einfache künstliche Gebärmutter haben, sondern darin, dass es sich zunehmend so anfühlt, als müsse man Millionär sein, um Kinder zu bekommen."
The reason the majority of ppl choosing not to have kids aren’t having them is not because they’re lacking quick and easy synthetic wombs it’s because it increasingly feels like you need to be a millionaire to have them
— amil (@amil) January 18, 2022
Im Jahr 2019 behaupteten Wissenschaftler in den Niederlanden, dass sie innerhalb von 10 Jahren die erste künstliche Gebärmutter der Welt herstellen könnten. Diese Technologie soll jedoch eher zum Schutz von Frühgeborenen eingesetzt werden, als dass sie die natürliche Schwangerschaft vollständig ersetzt.
Mehr zum Thema – Kroatien hat in zehn Jahren fast 400.000 Einwohner verloren
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.