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US-Hospitalisierungszahlen für Kinder laut Biden-Berater Fauci übertrieben

Anthony Fauci erklärt in einem Fernsehinterview, dass die aktuellen Statistiken bezüglich der Krankenhausaufenthalte von Kindern mit COVID-19 die tatsächliche Lage übertrieben darstellen. Der Grund: Viele Kinder würden mit COVID und nicht wegen COVID eingeliefert.
US-Hospitalisierungszahlen für Kinder laut Biden-Berater Fauci übertriebenQuelle: www.globallookpress.com © Rod Lamkey

Der medizinische Chefberater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, gab dem US-Sender MSNBC ein Live-Interview. Der Moderator bat Fauci um eine Einschätzung zur aktuellen Verbreitung der Omikron-Variante, die in den USA dazu geführt habe, dass deutlich mehr Kinder in die Krankenhäuser eingeliefert würden.

Laut der US-Seite Washington Examiner seien in den USA vom 21. bis 27. Dezember 2021 täglich im Schnitt 334 Kinder unter 17 Jahren in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Dies stellt einen Anstieg von über 50 Prozent gegenüber der Vorwoche dar, so die Angaben der Associated Press unter Berufung auf das Center for Disease Control and Prevention. Die Zahl reicht demnach beinahe an den bisherigen Höchststand von 342 Einweisungen von Kindern innerhalb eines Tages heran, der Ende September 2021 erreicht wurde.

Fauci erläuterte im Interview, dass der Anstieg der Zahlen auf zwei Faktoren zurückzuführen sei. Zum einen spiele die Tatsache eine Rolle, dass sich im Moment mehr Erwachsene und Kinder mit der neuen Omikron-Variante infizieren. Die Zahl der Krankenhausaufenthalte bei Kindern sei jedoch prozentual gesehen "viel, viel niedriger, als bei Erwachsenen, insbesondere bei älteren Menschen", so Fauci im Interview.

"Wenn man eine so große Anzahl von Infektionen bei Kindern hat, wird man auch bei einer niedrigen Infektionsrate immer noch viel mehr Kinder sehen, die ins Krankenhaus eingeliefert werden."

Der zweite Faktor sei der, "dass viele der Kinder, die ins Krankenhaus eingeliefert werden, mit COVID und nicht wegen COVID eingeliefert werden".

Ergänzend legte er dar:

"Damit meinen wir, dass ein Kind, das ins Krankenhaus kommt, automatisch auf COVID getestet wird. Und es wird als COVID-Kind im Krankenhaus gezählt. In Wirklichkeit wird es vielleicht wegen eines gebrochenen Beins oder einer Blinddarmentzündung oder etwas Ähnlichem eingeliefert. So wird die Zahl der Kinder, die, Zitat, 'mit COVID ins Krankenhaus eingeliefert werden' und nicht wegen COVID, zu hoch gezählt."

Washington Examiner weist darauf hin, dass US-Gesundheitsexperten derzeit betonen, dass die Omikron-Variante im Vergleich zur zuvor vorherrschenden Delta-Variante bei Kindern offenbar eine "mildere Erkrankung" verursache. Die New York Times titelte dazu am 29. Dezember 2021: "Trotz zunehmender Krankenhausaufenthalte ist Omikron für Kinder nicht gefährlicher." Im Artikel wird dazu erläutert: "Vorläufige Daten deuten sogar darauf hin, dass Omikron im Vergleich zur Delta-Variante bei Kindern offenbar mildere Erkrankungen hervorruft, ähnlich wie die ersten Ergebnisse bei Erwachsenen."

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