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"F**k him!" – Trump mächtig enttäuscht von Netanjahu

Sie galten eine Zeitlang "als ziemlich beste Freunde" – doch war alles nur Show? Ex-US-Präsident Donald Trump zeigt sich in einer Interview-Reihe schwer enttäuscht vom ehemaligen israelischen Premier Benjamin Netanjahu – und findet deutliche Worte dafür.
"F**k him!" – Trump mächtig enttäuscht von NetanjahuQuelle: AFP © Mandel Ngan

Ex-US-Präsident Donald Trump hat sich in einer Interview-Reihe auch über seinen ehemaligen israelischen Amtskollegen Benjamin Netanjahu geäußert und dabei seine große Enttäuschung ausgedrückt. Trump illustrierte diese zum Teil mit deutlichen Worten. Dabei galt das Verhältnis zwischen den beiden während ihrer Amtszeit als nahezu freundschaftlich.

Der israelische Journalist Barak Ravid führte für sein Buch "Trump's Peace: The Abraham Accords and the Reshaping of the Middle East" ("Trumps Frieden: Das Abraham-Abkommen und die Neugestaltung des Nahen Ostens") mehrere Interviews mit Trump, in denen sich der 45. US-Präsident auch über den ehemaligen israelischen Premier "Bibi" Netanjahu ausließ. Die Kommentare von Trump wurden von Ravid am Donnerstag auf der israelischen Newsseite Axios  veröffentlicht.

Trump sagte gegenüber Ravid:

"Ich mochte Bibi. Ich mag Bibi immer noch. Aber ich mag auch Loyalität. Die erste Person, die Biden gratulierte, war Bibi. Und er hat ihm nicht nur gratuliert, er hat es auf Band aufgenommen."

Tatsächlich hatte der damalige israelische Premier dem neu gewählten US-Präsidenten nicht nur formal gratuliert, sondern auch eine spezielle Videobotschaft aufgenommen. Für Trump, der das Endergebnis der letzten US-Präsidentschaftswahlen lange angefochten hat, offenbar ein Affront von Seiten Netanjahus gegen ihn. Trump fügt im Hinblick auf die Gratulation von Nethanjahu an Biden hinzu:

"Er [Netanjahu] war sehr früh dran – früher als die meisten. Ich habe seitdem nicht mehr mit ihm gesprochen. F**k ihn!"

Trump beschwerte sich in den Interviews nicht nur darüber, dass Netanjahu Biden gratuliert habe, "bevor die Tinte überhaupt trocken war", sondern auch über die Aussage Netanjahus, dass dieser eine "große Freundschaft" mit Biden pflege. Trump dazu:

"Sie hatten keine Freundschaft, denn sonst hätte [die Obama-Regierung] das Iran-Abkommen nicht abgeschlossen."

Netanjahus Glückwunschrede für Biden sei die einer Person, "die um Liebe bettelt", so der Ex-Präsident weiter. Netanjahu wurde nur wenige Monate nach Trumps Niederlage gegen Biden als Premierminister abgesetzt und durch Naftali Bennett ersetzt. Als US-Präsident hatte Trump Israel und Netanjahu viele Zugeständnisse gemacht, darunter die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem, den Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran und die formelle Anerkennung der syrischen Golanhöhen als Teil Israels.

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