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Potenziell gefährlicher Asteroid nähert sich am 11. Dezember der Erde

Ein Asteroid mit einem Durchmesser von 330 Metern nähert sich der Erde und soll am 11. Dezember die Erdumlaufbahn um die Sonne kreuzen. Von der NASA wurde der Asteroid (4660) Nereus als "potenziell gefährlich" eingestuft. Den Forschern zufolge besteht jedoch kein Grund zur Panik.
Potenziell gefährlicher Asteroid nähert sich am 11. Dezember der ErdeQuelle: www.globallookpress.com © ESA

Der Erde nähert sich der potenziell gefährliche Asteroid (4660) Nereus mit einem mittleren Durchmesser von 330 Metern. Am 11. Dezember wird er nach NASA-Angaben die Erdumlaufbahn um die Sonne passieren und dann innerhalb der Erdumlaufbahn seinen Sonnenumlauf fortsetzen. Der Asteroid wird jedoch in 3,9 Millionen Kilometern Entfernung an unserem Planeten vorbeifliegen. Damit kommt er der Erde jedoch so nahe wie vermutlich schon lange nicht mehr.

Der Chef des Instituts für Astronomie der Russischen Akademie der Wissenschaften Boris Schustow erklärte, es gebe aber auch diesmal keinen Grund zur Sorge. Jeden Monat würden sich große Asteroiden der Erde nähern. Solange ihr Mindestabstand zur Erde mehr als 2,5 Millionen Kilometer betrage, würden sie allerdings keinerlei Gefahr für unseren Planeten darstellen, so Schustow. Der Experte wörtlich:

"Der Asteroid (4660) Nereus wird in einer Entfernung von 3,9 Millionen Kilometern an der Erde vorbeikommen, was ungefähr 10 Distanzen von der Erde zum Mond entspricht. Deshalb sprechen wir hier von keinen Risikokriterien."

Der Asteroid (4660) Nereus wurde bereits im Jahr 1982 entdeckt. Für einen vollständigen Umlauf um die Sonne benötigt er knapp 664 Tage. Raumfahrtbehörden weltweit kontrollieren die Umlaufbahnen bekannter Asteroiden und so auch die von Nereus, um prüfen, dass keine unvorhergesehenen Bahnabweichungen auftreten. Das nächste Mal wird er voraussichtlich erst im Jahr 2112 wieder so nahe an unserem Planeten vorbeifliegen.

Den Forschern zufolge ist dieser Asteroid ein perfekter Kandidat für eine zukünftige Robotermission oder sogar für einen Bergbaubetrieb: Er soll reich an Nickel, Eisen und Kobalt sein. Er war deshalb bereits im Jahr 2000 einmal als mögliches Zielobjekt für die japanische Hayabusa-Mission auserkoren, eine Startverschiebung wegen technischer Probleme führte letztlich zur Auswahl von (25143) Itokawa als Zielobjekt für die damalige Mission.

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