International

Sicherheitsdienst des ukrainischen Präsidenten schlägt nach Pressekonferenz Journalistin nieder

Nach der Pressekonferenz des ukrainischen Staatschefs Wladimir Selenskij musste dessen Wagenkolonne an der Ausfahrt eine Blockade von Journalisten durchbrechen. Dabei sollen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes eine Journalistin niedergeschlagen haben.
Sicherheitsdienst des ukrainischen Präsidenten schlägt nach Pressekonferenz Journalistin niederQuelle: AFP © Sergei Supinski

Am Freitag hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij in Kiew eine große Pressekonferenz zu den Ergebnissen der ersten Hälfte seiner Präsidentschaft gegeben. Im Anschluss an die Veranstaltung schlugen Angehörige des Sicherheitsdienstes an der Ausfahrt des Veranstaltungsortes eine Journalistin des Fernsehkanals Prjamoj nieder, als die Wagenkolonne des ukrainischen Staatschefs das Gelände verlassen wollte. Anna Dsjoba, das Opfer des Unfalls, wurde ins Krankenhaus gebracht.

Die Autos hatten nach Medienangaben die Menge der Journalisten durchbrechen müssen, die zur Pressekonferenz nicht zugelassen worden seien. Dabei stieß das Sicherheitspersonal des Präsidenten Menschen grob und gewalttätig beiseite. Nach Angaben der Augenzeugen fiel in diesem Durcheinander die Journalistin zuerst auf die Motorhaube des Präsidentenwagens und dann auf den Boden.

Prjamoj meldete, die Frau sei von den Sicherheitsbeamten auf die Motorhaube gestoßen und anschließend zu Boden geworfen worden. Zum Zustand der Journalistin liegen derzeit noch keine Informationen vor.

Der Fernsehkanal Prjamoj hatte während des Wahlkampfes in der Ukraine vor der letzten Präsidentschaftswahl den damaligen Staatschef Petro Poroschenko unterstützt.

Mehr zum Thema - Wladimir Selenskij offenbart Hinweise auf geplanten Staatsstreich in der Ukraine

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team