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New York Times: Russland und USA führen Geheimverhandlungen über Hacker und Rüstungskontrolle

Nach Angaben von The New York Times haben Russland und die USA nach dem Treffen der Staatschefs im Juni eine Reihe von "geheimen Gesprächen" zu verschiedenen Themen abgehalten. Unter anderem soll das Problem der Hackerangriffe auf den Tisch gebracht worden sein.
New York Times: Russland und USA führen Geheimverhandlungen über Hacker und RüstungskontrolleQuelle: Sputnik © Michail Metzel

Unter Berufung auf eigene Quellen hat die Zeitung The New York Times (NYT) über geheime Treffen zwischen Vertretern Russlands und der USA berichtet, die bereits kurz nach dem Gipfel zwischen Wladimir Putin und Joe Biden stattgefunden haben sollen. Vertreter der US-Regierung sollen bereits dreimal nach Moskau gereist sein, weitere Zusammenkommen sollen auf neutralem Boden in Finnland und in der Schweiz stattgefunden haben.

Unter anderem sollen die USA das Thema der Cybersicherheit auf den Tisch gebracht und Russland die Details jener Hacker übergeben haben, die der Angriffe auf die USA verdächtigt werden. Dabei wartet Washington nach den Worten eines unbenannten hochrangigen US-Beamten auf weitere Schritte seitens Moskau.

Verhandlungen über die Rüstungskontrolle seien ein weiteres Thema auf der Agenda der geheimen Treffen, hieß es. Angaben der US-Beamten zufolge sei Russland bereit, an der Wiederherstellung des Atomabkommens mit Iran zu arbeiten. Bezüglich der Gespräche über das Atomprogramm mit Nordkorea zeige Moskau zwar wenig Begeisterung, signalisiere aber Kooperationsbereitschaft.

Vertreter beider Länder sollen der NYT zufolge bestätigt haben, dass die Gespräche bisher wenig Konkretes gebracht, aber trotzdem dazu beigetragen hätten, dass die Spannungen zwischen den beiden Nationen nicht außer Kontrolle geraten würden.

In jüngster Zeit haben die Beziehungen zwischen Moskau und Washington einen Tiefstand erreicht. Washington empfiehlt russischen Bürgern, für die Beantragung von US-Visa in die polnische Hauptstadt Warschau zu reisen, da die US-Konsulate in Russland wegen Personalmangels keine ausreichenden Kapazitäten hätten. Russland erwiderte, Washington habe selbst konsequent die Konsulararbeit in Russland zerstört und ein einfaches Verfahren für russische Bürger vorsätzlich kompliziert gemacht. Darüber hinaus verweist Moskau darauf, dass US-Bürger auch weiterhin bei russischen Konsulaten in den Vereinigten Staaten Visa beantragen können.

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