International

Nach Aufforderung durch Weißrussland: Französischer Botschafter verlässt Land

Der französische Botschafter in Belarus hat Minsk verlassen. Zwar wird kein offizieller Grund dafür genannt, doch laut Medienberichten soll der französische Diplomat dem weißrussischen Präsidenten Lukaschenko nie sein Beglaubigungsschreiben vorgelegt haben.
Nach Aufforderung durch Weißrussland: Französischer Botschafter verlässt LandQuelle: AFP © Geoffroy van der Hasselt

Der französische Botschafter in Weißrussland, Nicolas de Bouillane de Lacoste, hat nach einer Aufforderung durch Minsk das Land verlassen. Er habe bis zum 18. Oktober Zeit gehabt, der Aufforderung Folge zu leisten, so ein Sprecher des Botschafters gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

"Das belarussische Außenministerium hat darum gebeten, dass der Botschafter vor dem 18. Oktober abreist."

Der namentlich nicht genannte Mitarbeiter der französischen Botschaft nannte indes keine weiteren Einzelheiten. "Der Botschafter verabschiedete sich von den Botschaftsangehörigen", fügte er lediglich hinzu. Laut weißrussischen Medien soll de Lacoste sein Beglaubigungsschreiben nie an Präsident Alexander Lukaschenko übergeben haben. Paris erkennt die Wahl von Lukaschenko nicht an.

Frankreich hofiert Opposition

Die Abreise des Botschafters kommt etwas mehr als einen Monat nach dem Besuch von Swetlana Tichanowskaja in Paris. Die weißrussische Oppositionelle, die in Litauen im Exil lebt und wegen der Organisation von Massenunruhen nach den Präsidentschaftswahlen 2020 in Weißrussland angeklagt ist, hatte Frankreich aufgefordert, diplomatisch auf die Situation in ihrem Land zu reagieren.

"Ich fordere Frankreich und Präsident Macron auf, bei der Suche nach einer Lösung für die belarussische Krise entschlossen zu handeln", sagte sie auf einer Pressekonferenz.

Sie betonte auch das Gewicht Frankreichs auf der internationalen Bühne und erklärte, sie sei bereit, den Präsidenten der Republik jederzeit zu treffen. "Die Belarussen brauchen neue Energie, um voranzukommen", sagte sie. Am selben Tag empfing sie auch der französischen Außenminister, Jean-Yves Le Drian, der ihr die "Solidarität" Frankreichs mit dem belarussischen Volk angesichts "einer Unterdrückung, die im letzten Jahr nur noch radikaler geworden ist", zusicherte.

Mehr zum ThemaWeißrussland: Abonnenten von als extremistisch eingestuften Telegram-Kanälen droht Gefängnis

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team