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Kap Verde: Auslieferung von Poklonskaja an Kiew ist ausgeschlossen

Die ehemalige Generalstaatsanwältin der Republik Krim und Ex-Abgeordnete der Staatsduma, Natalja Poklonskaja, ist zur Botschafterin in Kap Verde ernannt worden. Aus Regierungskreisen des Inselstaats heißt es, eine Auslieferung der Diplomatin an die Ukraine sei ausgeschlossen.
Kap Verde: Auslieferung von Poklonskaja an Kiew ist ausgeschlossenQuelle: Sputnik © Dmitri Makejew

Natalja Poklonskaja, die ehemalige Generalstaatsanwältin der Republik Krim und Ex-Abgeordnete der Staatsduma, ist seit Mittwoch bevollmächtigte Botschafterin Russlands im westafrikanischen Inselstaat Kap Verde.

Ein Mitarbeiter aus dem Außenministerium von Kap Verde teilte der russischen Nachrichtenagentur RIA mit, Kiew habe den Inselstaat wegen Poklonskaja bereits kontaktiert. Eine Auslieferung der Diplomatin sei aber ausgeschlossen. Oleg Nikolenko, der Sprecher des Außenministeriums der Ukraine, hatte schon im Vorfeld erklärt, Kiew werde sich bezüglich der "kriminellen Tätigkeit" der neuen russischen Botschafterin an die afrikanische Republik wenden. Gegen Poklonskaja war in der Ukraine ein Strafverfahren wegen des Staatsverrats eingeleitet worden.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Sacharowa, wies in diesem Zusammenhang auf die diplomatische Immunität von Poklonskaja hin und schlug Kiew vor, das Recht zuerst auf dem ukrainischen Territorium anzuwenden.

Poklonskaja ist im Jahr 2014 weltbekannt geworden, als sie mit 33 Jahren zur Generalstaatsanwältin der Republik Krim ernannt wurde. Zu dieser Zeit strebte die Krim eine Unabhängigkeit von der Ukraine an. Eine junge Frau in Uniform zog die Aufmerksamkeit der Medien auf sich. Im Internet gingen Fan-Arts von Poklonskaja als Superheldin im Anime-Stil viral.

Im Jahr 2016 zog Poklonskaja in das russische Parlament, die Staatsduma ein. Als Abgeordnete der Regierungspartei Einiges Russland förderte sie Initiativen zur Bekämpfung von Korruption. Im Juli 2018 stimmte Poklonskaja als einzige Abgeordnete ihrer Fraktion gegen die von der Regierung beabsichtigte, in der Bevölkerung jedoch unpopuläre Reform zur Erhöhung des Rentenantrittsalters. In Bezug auf ihre neue Funktion sagte die 41-Jährige, sie habe schon lange von einer diplomatischen Tätigkeit geträumt.

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