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Analysten überrascht: Chinas Exporte stiegen im September um 28 Prozent

Der Anstieg der chinesischen Exporte übertraf die Erwartung der Analysten. Zugleich stiegen auch die Erzeugerpreise in China, was vor allem auf die Schwerindustrie, die derzeit unter hohen Kohlepreisen leidet, zurückzuführen ist.
Analysten überrascht: Chinas Exporte stiegen im September um 28 ProzentQuelle: www.globallookpress.com © Yu Fangping/XinHua

Die Exporte aus der Volksrepublik China sind im September im Jahresvergleich um 28 Prozent auf über 305 Milliarden US-Dollar gestiegen, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete.

Dieser Anstieg übertraf jenem des Vormonats August sowie die Erwartungen der Wirtschaftsexperten. Diese hatten im Durchschnitt nur einen Wachstum von 21,5 Prozent erwartet, wie die Wirtschaftsagentur Bloomberg berichtete. Die anhaltende Stromkrise und die hohen Preise für viele Waren hatten die Experten einen niedrigeren Anstieg erwarten lassen.

Die Zahlen sind aufgrund der wirtschaftlichen Flaute im Zuge der Corona-Pandemie im letzten Jahr verzerrt. Im ersten Halbjahr 2020 war sowohl die globale Nachfrage als auch die Produktion in China eingestürzt.

Li Kuiwen, ein Sprecher der chinesischen Zollbehörde, erklärte, dass Chinas Außenhandelsleistung unter den großen Volkswirtschaften der Welt führend sei. Das Land habe seinen internationalen Marktanteil vergrößert.

"Unter Berücksichtigung der Auswirkungen der hohen Basis des Außenhandels im Jahr 2020 könnte die Wachstumsrate der Importe und Exporte im vierten Quartal dieses Jahres sinken, aber der allgemeine Aufwärtstrend des chinesischen Außenhandels wird sich nicht ändern, und es wird weiterhin ein schnelles Wachstum während des gesamten Jahres erwartet."

Chinas Handelsüberschuss erreichte mit im September 68 Milliarden US-Dollar den höchsten Stand seit 2016.

Derweil sind die Preise in Chinas Fabriken im September aufgrund der boomenden Nachfrage und steigender Preise für Kohle und Produkte energieintensiver Industrien weiter angestiegen, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Der Erzeugerpreisindex (EPI), der die Kosten für Waren am Werkstor misst, stieg im September im Jahresvergleich um 10,7 Prozent und damit schneller als der im August verzeichnete Anstieg von 9,5 Prozent, so das Nationale Statistikamt (NBS).

Die schnellere Expansion des EPI im letzten Monat war auf die Preissteigerungen bei Kohle und Produkten einiger energieintensiver Industrien zurückzuführen, wie der Chefstatistiker des NBS erklärte.

Mit der beschleunigten Erholung der chinesischen Wirtschaft und dem Beginn des massiven Kohleverbrauchs im Herbst und Winter sei die Nachfrage nach Kohle relativ stark gestiegen, sagte Wen Bin, Chefanalyst der China Minsheng Bank.

Er wies auch darauf hin, dass die jüngsten Überschwemmungen in der Provinz Shanxi die Kohleproduktion und den Transport einschränkten, was auch die Stromversorgung belastete.

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