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Kritische Stimmen unerwünscht: Google und YouTube unterdrücken Inhalte zum Klimawandel

Auf Google und YouTube werden Inhalte, in denen der Klimawandel geleugnet wird, künftig von Werbeeinnahmen ausgeschlossen. Mitarbeiter und Technik sollen diese filtern. Auch von Facebook wird gefordert, gegen diese "verwirrenden Inhalte" anzugehen.
Kritische Stimmen unerwünscht: Google und YouTube unterdrücken Inhalte zum KlimawandelQuelle: www.globallookpress.com © © imagebroker/Stefan Auth

Besonders bei jungen Menschen ist die Angst vor den Folgen des Klimawandels groß. Vier von zehn der 16- bis 25-Jährigen scheuen sich davor, Kinder zu bekommen, berichtet der britische Guardian als Resultat einer internationalen Studie. Sechs von zehn dieser Altersgruppe sind "extrem besorgt". Die Klimaaktivistin und Mitbegründerin der Protestbewegung Fridays for Future, Greta Thunberg, erscheint da wie ein Kind ihrer Zeit. 

Die Hälfte der Studienteilnehmer sieht sich angesichts einer drohenden Katastrophe gegenüber den Eltern in ihren Karrieremöglichkeiten eingeschränkt. An der Studie nahmen 10.000 junge Menschen aus Australien, Brasilien, Finnland, Frankreich, Indien, Nigeria, den Philippinen, Portugal, Großbritannien und den USA teil. Angesichts der anstehenden UN-Klimakonferenz hat das Thema Klimawandel derzeit Hochkonjunktur. In Deutschland bestimmte es die Bundestagswahl. Google will seinen Teil gegen Leugner eines menschengemachten Klimawandels beitragen.

Inhalte wie das Leugnen der Erderwärmung, die Behauptung, der Klimawandel sei Betrug und nicht menschengemacht, will Google nicht mehr unterstützen und streicht die Möglichkeit für Werbeeinnahmen. 

Der Google-Konzern erklärte:

"(Inhalte, die) dem fundierten Konsens rund um die Existenz und die Gründe des Klimawandels widersprechen. Werbekunden wollen ihre Werbung einfach nicht neben solchen Inhalten sehen."

Die Neuerungen greifen ab kommendem Monat. Ganz zensiert werden sollen Videos auf YouTube nicht, wenn diese den Klimawandel leugnen.

Herausgefiltert werden die klimakritischen Inhalte künftig durch damit beauftragte Angestellte und technische Werkzeuge. Google verweist auf das Interesse der Werbetreibenden: 

"In den letzten Jahren haben wir direkt von einer wachsenden Zahl unserer Werbe- und Verlagspartner gehört, die Bedenken über Anzeigen geäußert haben, die neben unzutreffenden Behauptungen über den Klimawandel laufen oder diese fördern. Werbetreibende wollen einfach nicht, dass ihre Anzeigen neben diesen Inhalten erscheinen. (...) Urheber wollen nicht, dass Anzeigen, die diese Behauptungen unterstützen, auf ihren Seiten oder Videos erscheinen." 

Man werde jedoch zwischen Inhalten differenzieren, die falsche Behauptungen als Tatsachen darstellen, und solchen, die den Klimawandel nur zur Diskussion stellen. Derweil werden Forderungen von Umweltorganisationen laut, dass Facebook mit Google gleichziehen sollte. 

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