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Russland warnt USA vor neuen Sanktionen

Nachdem ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses in einem Änderungsantrag zum Verteidigungshaushalt die Verhängung weiterer Sanktionen gegen russische Bürger empfahl, reagierte Moskau prompt und entschlossen.
Russland warnt USA vor neuen SanktionenQuelle: www.globallookpress.com © Ohde/face to face

Die russische Regierung hat laut der Agentur TASS die Vereinigten Staaten vor neuen unüberlegten Handlungen gewarnt. Im Zusammenhang mit den Vorschlägen der US-Gesetzgeber, neue Sanktionen gegen eine Reihe von russischen Beamten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu verhängen, heißt es in einem am Donnerstag verbreiteten Kommentar der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa:

"Offenbar ist alles, was in Washington passiert, das Ergebnis eines akuten 'Personalmangels', der vor allem die Spezialisten für unser Land betrifft. Nur Leute, die keine Ahnung von den russischen Realitäten haben, könnten diese Liste von Personen zu einem Thema erstellen, zu dem keiner von ihnen eine direkte oder indirekte Beziehung hat oder haben kann."

Moskau wolle Washington "noch einmal vor einem unbedachten Schritt auf der Sanktionsschiene warnen", so die Diplomatin weiter.

Zuvor hatten US-Medien berichtet,  dass der Geschäftsordnungsausschuss des US-Repräsentantenhauses einen Änderungsantrag zum Verteidigungshaushalt verabschiedet habe. In diesem werde der US-Regierung empfohlen, die Verhängung von Sanktionen gegen 35 russische Staatsbürger zu erwägen, darunter Regierungsminister, wichtige Geschäftsleute, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Journalisten.

Berichten zufolge werfen die US-Gesetzgeber den genannten russischen Bürger vor, möglicherweise in Menschenrechtsverletzungen verwickelt zu sein.

Auf der Liste stehen unter anderem Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, Premierminister Michail Mischustin, die Leiterin der Zentralen Wahlkommission Ella Pamfilowa, der erste stellvertretende Chef des Präsidentenstabs Sergej Kirijenko, Landwirtschaftsminister Dmitri Patruschew und Gesundheitsminister Michail Muraschko.

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