International

Instagram sperrt Redfish-Seite

Immer öfter geraten die oft von westlichen Firmen betriebenen Social-Media-Plattformen für angeblich politisch motivierte Sperren in die Kritik. Der neueste Fall einer solchen Sperre betrifft das linksalternative Medienprojekt redfish.
Instagram sperrt Redfish-SeiteQuelle: www.globallookpress.com © Shingo Tosha/AFLO

Die Social-Media-Plattform Instagram hat die Seite von redfish heruntergenommen, wie redfish am Donnerstag mitteilte. Redfish ist eine alternative Videoproduktionsfirma, die sich auf gesellschaftskritische Dokumentarfilme spezialisiert hat. Bereits im April hatte der Mutterkonzern von Instagram, Facebook, die Seite von redfish entfernt.

Redfish konnte bei Instagram nicht in Erfahrung bringen, womit die Sperre begründet wird. Instagram erklärte, Bedenken im Hinblick auf Sicherheit und Datenschutz würden gegen eine Veröffentlichung der Hintergründe der Sperre sprechen. Die Videoproduktionsfirma sprach in diesem Zusammenhang von "Zensur".

Laut eigenen Angaben hatte redfish über 419.000 Follower auf Instagram. Viele Nutzer seien auf die Social-Media-Angebote angewiesen, um neue Projekte von redfish zu verfolgen.

In den vergangenen Monaten habe die Social-Media-Abteilung klare Anzeichen für die gezielte Unterdrückung der Social-Media-Präsenz von redfish ausfindig machen und nachverfolgen können. Redfish sei fälschlicherweise als "russisch-kontrolliertes Medium" bezeichnet worden. Zudem habe es eine Unterdrückung des Gesamtwachstums von Redfish gegeben, während andere Social-Media-Kennzahlen sich weiter verbessert hätten. Das seien Anzeichen dafür, dass es ein politisch motiviertes "Durchgreifen" gegen redfish gebe.

Zwar sei man nicht über die mutmaßliche Zensur seitens Instagram überrascht, dennoch stelle die letzte Episode der "Unterdrückung" einen Teil von Instagrams Politik des Durchgreifens gegenüber Medienquellen dar, die den Mainstream herausfordern.

Redfish widmet sich laut der Firmenwebsite "den am meisten ausgegrenzten und unterdrückten Bevölkerungsgruppen der Welt und ihren Anliegen".

Mehr zum ThemaPrivatsphäre ade? – Zeitarbeiter bei WhatsApp lesen Chats mit

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team