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Internationale Atomenergiebehörde darf ihre Beobachtungsgeräte in Iran wieder betreuen

Zuletzt steckten die Vermittlungsversuche für eine Rückkehr zum Atomabkommen mit Iran fest. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde reiste daher nach Teheran – und brachte einen Teilerfolg mit. Doch eine "dauerhafte Lösung" ist weiterhin noch nicht in Sicht.
Internationale Atomenergiebehörde darf ihre Beobachtungsgeräte in Iran wieder betreuenQuelle: AFP © Alex Halada

Eine weitere Eskalation in dem Atomstreit mit Iran ist am Sonntag abgewendet worden. Die Internationale Atomenergie-Agentur (IAEA) soll wieder ihre Geräte zur Beobachtung der Atomanlagen im Land warten dürfen, wie IAEA-Chef Rafael Grossi und der neue iranische Atomchef Mohammed Eslami nach einem Gespräch in Teheran verkündeten. Damit sei das drängendste Problem gelöst, denn ohne diesen Zugang hätte eine durchgehende Überwachung nicht mehr gewährleistet werden können, sagte Grossi nach seiner Rückkehr in Wien.

Allerdings würden die Inspektoren der IAEA auch weiterhin keinen Zugang zu den Daten haben, die von den Geräten tatsächlich gespeichert wurden. "Das kann keine dauerhafte Lösung sein", sagte Grossi am Sonntagabend Journalisten am Wiener Flughafen. Seit Monaten kann die IAEA nicht auf die Daten zugreifen, die so lange gesperrt bleiben, bis sich Iran und die USA über eine Rückkehr zum Atomabkommen des Jahres 2015 geeinigt haben werden. Die Gespräche, in die auch Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China als Vermittler involviert sind, wurden jedoch noch nicht wieder aufgenommen, seitdem Iran im August eine neue Regierung bekommen hat.

Grossi besuchte nun zum ersten Mal Teheran, seit im August die neue Regierung Irans die Geschäfte übernommen hat. Die Verhandlungen seien sehr konstruktiv, rein technisch und total unpolitisch gewesen, sagte Irans Atomchef Eslami. Nach seinen Worten werde Iran der IAEA die Wartung ihrer Kameras und die Installation neuer Speicher erlauben, um so Videoaufnahmen der iranischen Atomanlagen weiterhin zu ermöglichen.

IAEA-Chef Grossi wolle noch am Montag den Gouverneursrat der IAEA über seine Reise informieren. Aus dem jüngsten Bericht seiner Organisation ging hervor, dass Teheran die Menge an bis zu 60 Prozent angereichertem Uran-235 noch einmal aufgestockt und dafür immer leistungsfähigere Zentrifugen eingesetzt habe. Iran hatte das Atomabkommen 2015 mit den europäischen Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien sowie auch Russland und mit den Vereinigten Staaten und China abgeschlossen. In Washington, D.C. entschied man 2018 unter dem damaligen Präsident Donald Trump, dass die USA einseitig aus dem Abkommen aussteigen. Seitdem steht das ganze Abkommen auf der Kippe, und die USA hatten damals sofort wieder Sanktionen gegen Iran verhängt und gegen dessen potenzielle Vertragspartner angedroht.

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(rt de/dpa)

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