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Wütender Protest: Wahlkundgebung von Trudeau aus Sicherheitsgründen abgesagt

Eine Wahlkampfveranstaltung des kanadischen Premierministers Justin Trudeau wurde abgebrochen, nachdem eine Gruppe von regierungskritischen Demonstranten bei der Kundgebung aufgetaucht war. Die Veranstaltung sei aus Sicherheitsgründen beendet worden.
Wütender Protest: Wahlkundgebung von Trudeau aus Sicherheitsgründen abgesagtQuelle: RT © REUTERS/Carlos Osorio

Die Liberal Party des kanadischen Premierministers Justin Trudeau erklärte der Öffentlichkeit, dass eine Wahlkampfkundgebung mit Trudeau aus Sicherheitsgründen abgebrochen worden war. Eine Gruppe von regierungskritischen Demonstranten war bei der Veranstaltung aufgetaucht.

Eine größere Gruppe von Protestierenden war am vergangenen Freitag zu einer öffentlichen Wahlkampfveranstaltung des kanadischen Premierministers gekomen. Das Event fand auf einem Hotelparkplatz in Bolton, Ontario, etwa 50 Kilometer von Toronto entfernt statt. Nachdem die Anwesenden zwei Stunden demonstriert und auf Trudeau gewartet hatten, teilte ein offizieller Vertreter des Wahlkampfteams der Liberal Party mit, dass die Veranstaltung abgesagt wurde. Später fügte ein Parteisprecher hinzu, dass die Kundgebung aus "Sicherheitsgründen" abgesagt worden sei. Er erklärte jedoch nicht, was er damit konkret meinte.

Sehr bald danach tauchten im Internet Bilder von wütenden Demonstranten auf, die Kraftausdrücke gegenüber dem Premierminister verwendeten. Viele waren empört über die kanadischen Corona-Maßnahmen und die Einführung von Impfpflichten.

Kanadische Journalisten zeigten wenig Verständnis für die Demonstranten. Der politische Journalist John Ivision schrieb beispielsweise mit Blick auf die Proteste auf Twitter:

"Beschimpfungen, Einschüchterungen und blanker Hass haben keinen Platz in unserer Demokratie."

Ivision ergänzte in einem weiteren Tweet zu einer anderen Demonstration in der Stadt Nobleton:

"Die Menschen verlieren den Verstand. Es ist lange her, dass ich solche Wutausbrüche in einem Wahlkampf gesehen habe."

Später verlegte Trudeau das in Bolton geplante Event in die Nähe von Brampton, wo er erklärte, dass die Sicherheit der Anwesenden in Bolton nicht hätte garantiert werden können. Eine politische Veranstaltung sei nicht der richtige Rahmen, um Wut zum Ausdruck zu bringen. "So sind wir nicht", ergänzte Trudeau. Die regierungskritischen Demonstranten lehnen die Einführung eines Impfpasses und die Koppelung von Grundrechten an den Impfstatus ab.

Trudeau hatte in seiner Wahlkampagne seine Kritiker mehrfach aufgefordert, sich impfen zu lassen: "Bitte lasst euch impfen." Reisende und Angestellte des Staates müssten sich schon sehr bald die Spritze geben lassen, so der Premierminister. 

"Impfungen sind der beste Weg, um den Kampf gegen COVID-19 abzuschließen. Deshalb werden wir für jeden, der einen Zug oder ein Flugzeug besteigt oder der im öffentlichen Dienst arbeitet, eine Impfpflicht einführen. So werden wir jeden, inklusive unserer Kinder, sicher und gesund halten."

Weltweite Gesundheitsdaten zeigen, dass in Ländern mit einer hohen Durchimpfungsrate die Zahl positiv auf Corona getesteter Fälle massiv ansteigt. Mediziner und Gesundheitsexperten befürchten zudem eine starke Schwächung des natürlichen Immunsystems durch die genetischen Impfungen.

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