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Präsident Rohani: Iran kann Uran auf bis zu 90 Prozent anreichern

Der iranische Präsident Hassan Rohani hat am Mittwoch die Fähigkeit des Landes zur Herstellung von waffenfähigem Uran bekannt gegeben. Irans Atomanlagen seien jetzt so stark wie nie zuvor, sagte er. Nachdem die USA das Iran-Atomabkommen 2018 einseitig verlassen hatten, sah Iran keine Notwendigkeit mehr, auf die Entwicklung der Kapazitäten zu verzichten.
Präsident Rohani: Iran kann Uran auf bis zu 90 Prozent anreichernQuelle: Reuters © Reuters

Irans Präsident Hassan Rohani hat vor der Regierung seines Landes erklärt, Iran sei nun in der Lage, bei Notwendigkeit Uran auf bis zu 90 Prozent anzureichern. Damit verfüge das Land über die Möglichkeit, waffenfähiges Uran herzustellen, berichtete das Nachrichtenportal RT International am Mittwoch.

Die Behörden Irans würden die Kapazitäten zur Nutzung der Nukleartechnologie prüfen, da sie nicht mehr an die Bestimmungen des Vertrages über den JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action – etwa: gemeinsam abgeschlossener umfassender Handlungsplan) aus dem Jahr 2015 gebunden seien. Dieser ist als Iran-Atomabkommen bekannt.

Rouhani sagte: "Die AEOI (Iranische Atomenergieorganisation) kann Uran auf bis zu 20 und auf bis zu 60 Prozent anreichern und sie kann, falls eines Tages notwendig, für unseren Reaktor 90-prozentiges Uran produzieren." Wie die halbstaatliche Nachrichtenagentur Mehr meldete, fügte Rohani hinzu, die Atomanlagen Irans sind jetzt so stark wie nie zuvor.

Eine Urananreicherung auf 90 Prozent gilt als waffenfähig. Schon 20-prozentiges Uran-235 hat kaum zivile Einsatzmöglichkeiten.

Das Abkommen JCPOA sieht vor, dass Iran für seine Atomanlagen das Uran auf nicht mehr als 3,67 Prozent des Isotops U-235 anreichert. Nachdem die USA unter Präsident Trump im Jahr 2018 das Abkommen für sich als ungültig erklärt hatten, gab Iran im April 2021 die mögliche Anreicherung auf 60 Prozent des Isotops U-235 bekannt. Diese Bekanntgabe folgte auf eine mutmaßlich durch Israel verübte Attacke auf die iranische Anlage Natanz.

Am JCPOA sind neben Iran noch Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Europäische Union sowie die USA, Russland und China beteiligt. Seit dem Austritt der USA gibt es diplomatische Bemühungen, die USA und Iran zur Fortsetzung von Verhandlungen über die Wiederbelebung des Abkommens zusammenzuführen.

Mehr zum Thema - IAEO-Chef: Wiederbelebung Atomabkommens mit Iran vor Regierungswechsel in Teheran kaum möglich

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