International

Martine Moïse: First Lady Haitis in kritischem Zustand – Verlegung nach Miami

Unbekannte sind in die Residenz des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse eingedrungen und haben ihn erschossen. Seine Frau befindet sich weiterhin in einem kritischen Zustand aufgrund der erlittenen Schussverletzungen. Im Netz kursiert ein nicht verifiziertes Video über bewaffnete Einheiten, das angeblich kurz vor der Attacke gedreht wurde.

Haitis First Lady Martine Moïse befindet sich nach dem Angriff in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, bei dem ihr Gatte und Präsident Jovenel Moïse getötet wurde, weiterhin in einem kritischen Zustand aufgrund der erlittenen Schussverletzungen. 

"Sie ist stabil, aber in kritischem Zustand", sagte Haitis Botschafter in den USA, Bocchit Edmond.  "Es werden jetzt Anstrengungen unternommen, um sie nach Miami zu bringen, um behandelt zu werden", zitiert Reuters den Botschafter. 

In der Nacht zu Mittwoch war eine Gruppe von spanisch und englisch sprechenden Unbekannten  in Moïses Privatresidenz eingedrungen und erschoss den Staatschef. Der haitianische Nachrichtensender Le Louverture identifizierte einen der Attentäter als Kolumbianer, was jedoch derzeit unbestätigt ist.

Als geschäftsführender Ministerpräsident agiert nun Claude Joseph. 

Das Weiße Haus sprach dem Land sein Beileid aus. In einem Interview mit CNN am Mittwoch nannte Psaki die Ermordung eine "tragische Tragödie" und ein "schreckliches Verbrechen" und erklärte gegenüber den Einwohnern von Haiti, dass das Weiße Haus "den Verlust bedauere, den sie alle erleiden und durchmachen müssen".

In einem viral gehenden, nicht verifizierten Video, das scheinbar die bewaffneten Männer vor Moïses Wohnsitz am Mittwochmorgen zeigte, war eine Person zu hören, die mit einem amerikanischen Akzent rief:

"DEA-Einsatz! Alle zurücktreten! DEA-Einsatz! Alle zurück, zurücktreten!"

Ungenannte Quellen sagten der New York Post jedoch, dass die Männer nicht bei der US-Drogenbehörde DEA beschäftigt seien. Es wird vermutet, dass es sich bei den Personen hinter dem Angriff um Söldner gehandelt hat.

Das Nachbarland, die Dominikanische Republik, reagierte angeblich auf die Ermordung von Moïse, indem es die Schließung seiner Grenzen zu Haiti angeordnet und deren Überwachung verstärkt hat.

In Haiti, das als eines der ärmsten Länder der Welt gilt und von organisierter Kriminalität überschattet wird, stehen Ende September Präsidentschaftswahlen an.

Anmerkung der Redaktion: In einer vorherigen Version des Artikels hieß es unter Berufung auf den Sender teleSUR, dass Martine Moïse ihren Verletzungen erlegen sei. Diese Darstellung war falsch. Haitis First Lady befindet sich derzeit nach wir vor in einem kritischen Zustand.

Mehr zum Thema - Haiti: Präsident Moïse von Unbekannten erschossen

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