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Corona-Schutzmasken: Plastikmülldesaster und giftige Bestandteile zerstören Umwelt nachhaltig

Die massiven Schäden, die Masken in der Umwelt anrichten, spielen in der Corona-Krise kaum eine Rolle. Dabei werden pro Monat etwa 129 Milliarden Gesichtsmasken verwendet. Das weltweite Plastikproblem spitzt sich zu – dazu kommen zahlreiche Giftstoffe, die sich leicht in Wasser lösen.
Corona-Schutzmasken: Plastikmülldesaster und giftige Bestandteile zerstören Umwelt nachhaltigQuelle: www.globallookpress.com © Andrey Nekrasov

Bis heute gilt die Maskenpflicht, besonders im Freien, wissenschaftlich als mindestens umstritten. In den deutschen Mainstream-Medien wird an diesem Narrativ aber nicht gerüttelt. Doch auch andere Aspekte des Maskentragens, die obskurerweise nicht von Fridays for Future oder den Grünen aufgegriffen werden, treten immer stärker in die Öffentlichkeit. Eine neue, von anderen Experten begutachtete Studie der Autorengruppe um G. L. Sullivan, J. Delgado-Gallardo, T. M. Watson und S. Sarp in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Water Research hat eine umfassende Untersuchung von Gesichtsmasken gefordert. Sie wirft Fragen über die Sicherheit für den täglichen Gebrauch und die Auswirkungen auf die Umwelt auf.

Die Studie "Eine Untersuchung der Auswaschung von Mikro- und Nanopartikeln und chemischen Schadstoffen aus Einweg-Gesichtsmasken – in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie" untersuchte die Auswirkungen von Einweg-Plastik-Gesichtsmasken auf die Umwelt. Dabei wurden sieben Artikel von verschiedenen Herstellern in Wasser eingetaucht, das anschließend auf Chemikalien analysiert wurde. Die Wissenschaftler entdeckten dabei große Mengen von Blei, Cadmium, Antimon und verschiedene Kunststoffe sowie organische Substanzen. Parallel dazu warnen sie vor dem massiven weltweiten Plastikproblem, zu dem die Einweg-Gesichtsmasken enorm beitragen. 

Massive Konsequenzen für die Umwelt und speziell die Weltmeere folgen durch die Giftigkeit dieser Chemikalien und da sie sich in Wasser rasch aus den Masken lösen. Die Autoren fordern daher eine umfassende Untersuchung der Risiken für die Umwelt und die öffentliche Gesundheit:

"Es gibt eine beunruhigende Menge an Beweisen, die darauf hindeuten, dass Partikelfilterabfälle potenziell erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt haben können, indem sie Schadstoffe freisetzen, einfach indem sie dem Wasser ausgesetzt werden. Partikelfilter setzen kleine physikalische Schadstoffe wie Mikro- und Nanopartikel frei, die hauptsächlich mit Kunststofffasern und Silikatkörnern übereinstimmen und von denen gut dokumentiert ist, dass sie schädliche Auswirkungen auf die Umwelt und die öffentliche Gesundheit haben. Zusätzlich zu den physikalischen Partikeln werden auch schädliche Chemikalien wie Schwermetalle – Blei, Kadmium und Antimon – und organische Schadstoffe freigesetzt."

Auch auf die unmittelbaren Folgen des permanenten Maskentragens und die Gesundheit der Träger geht die Studie ein:

"Neben den Umweltaspekten müssen auch die Auswirkungen solcher Partikelauswaschungen auf die öffentliche Gesundheit verstanden werden, da alle Partikelfilter während unserer Untersuchung Mikro-/Nanopartikel und Schwermetalle an das Wasser abgaben. Dies ist ein erhebliches Problem, insbesondere für Angehörige der Gesundheitsberufe, Schlüsselkräfte und Kinder, die verpflichtet sind, für einen großen Teil des Arbeits- oder Schultages – 6 bis 12 Stunden – Masken zu tragen." 

Neben den gesundheitlichen Schäden stehen also auch die mittel- und langfristigen Studien im Fokus. Wer bereits "vor Corona" einmal im Mittelmeer tauchen war, wird sich an die vielen kleinen Plastikpartikel im Wasser erinnern können. Eine weitere Studie von Elvis Genbo Xu und Zhiyong Jason Ren schätzt, dass weltweit jeden Monat 129 Milliarden Gesichtsmasken zum Einsatz kommen – also etwa drei Millionen Stück jede Minute. Und ein Ende scheint nicht absehbar, ganz im Gegenteil.

Der Wissenschaftsjournalist Peter F. Mayer resümiert als Konsequenz dieser Entwicklungen:

"Hier liegt die Vermutung nahe, dass die Maskenpflicht weniger aus epidemiologischen Gründen – denn dafür gibt es keine –, sondern dank geschicktem Lobbying der Erzeuger oder dank Naheverhältnis von Politikern verhängt wurde. Nachfolgende Generationen werden dafür zu bezahlen haben, denn die Masken brauchen 300 Jahre, um sich aufzulösen. Die Fischesser werden sicher einiges davon konsumieren."

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