International

Inmitten zunehmender Spannungen: US-Botschafter verlässt Moskau vorübergehend

Nachdem die USA bereits in der letzten Woche zehn russische Diplomaten ausgewiesen hatten, verlässt nun US-Botschafter Sullivan Moskau. Er erklärte jedoch, er werde in der kommenden Woche zurückkehren – und damit vor einem möglichen Treffen zwischen Biden und Putin.
Inmitten zunehmender Spannungen: US-Botschafter verlässt Moskau vorübergehendQuelle: AFP © Kirill Kudryavtsev

Inmitten zunehmender Spannungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten verlässt US-Botschafter John Sullivan Moskau "vorübergehend". Er werde in dieser Woche für Konsultationen nach Washington zurückkehren, teilte der Diplomat am Dienstag in Moskau mit.

"Ich glaube, es ist wichtig für mich, direkt mit meinen neuen Kollegen in der Biden-Regierung in Washington über den gegenwärtigen Zustand in den bilateralen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland zu sprechen."

Er fügte hinzu, dass er in den kommenden Wochen – vor dem möglichen Treffen zwischen Joe Biden und Wladimir Putin – nach Moskau zurückkehren werde.

Die USA verhängten kürzlich Sanktionen gegen Russland und wiesen zehn russische Diplomaten aus. Der Schritt wurde als Reaktion auf die angebliche Einmischung Moskaus in die US-Präsidentschaftswahlen 2020 deklariert. Der Kreml hat stets dementiert, dass er versucht habe, sich in die Wahl einzumischen, bei der Biden den ehemaligen Präsidenten Donald Trump besiegt hatte. Auf die jüngsten US-Sanktionen hatte Russland bereits mit Gegenmaßnahmen reagiert und im Gegenzug zehn US-Diplomaten ausgewiesen.

Russland hatte bereits seinen Botschafter Anatoli Antonow aus Washington zu Konsultationen in die Heimat zurückgerufen. Dazu kam es, nachdem US-Präsident Biden in einem Interview die Frage bejaht hatte, ob er seinen russischen Kollegen Putin für einen "Killer" halte. 

Biden sprach zuletzt Mitte April mit Putin und schlug ein Gipfeltreffen vor, das in den kommenden Monaten "in einem Drittland" stattfinden soll. Laut einer offiziellen Verlautbarung des Weißen Hauses diskutierten die beiden Staatsoberhäupter "eine Reihe regionaler und globaler Themen", wobei Biden "sein Ziel des Aufbaus einer stabilen und berechenbaren Beziehung zu Russland im Einklang mit den Interessen der USA" bekräftigt habe.

Mehr zum Thema - Russland weist zehn US-Diplomaten aus und plant Verbot für Aktivitäten von US-Stiftungen und NGOs

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team