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Adam Toledo und Daunte Wright: Proteste gegen Gewalt und Rassismus bei der US-Polizei

In den USA gehen die Unruhen nach den von der Polizei verschuldeten Toden von Adam Toledo und Daunte Wright weiter. Was beide Fälle vereint, sind Rassismus-Vorwürfe an die Polizisten und entsprechende Defund-the-Police-Forderungen.

Ende März wurde der 13-Jährige mexikanische Junge Adam Toledo bei einem Polizeieinsatz in Chicago erschossen. Damals hieß es in der Stellungnahme der Polizei, der Jugendliche sei bewaffnet gewesen. Nun veröffentlichte die Polizei-Aufsichtsbehörde Copa Aufnahmen von Bodycams, aus denen hervorgeht, dass Adam zum Zeitpunkt des Schusses keine Pistole in den Händen hielt.

Es ist also sehr wichtig, wenn wir schreien und sagen, dass der Polizei die Finanzierung entzogen und unseren Gemeinden zugeteilt werden soll. Adam hatte keine Chance. Er stand erst am Anfang seines Lebens.

Während die Proteste in Chicago friedlich blieben, kam es in Brooklyn Center, wo der 20 jährige Afroamerikaner Daunte Wright am 11. April in einer Verkehrskontrolle erschossen wurde, mehrere Nächte zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei. Die verantwortliche Polizistin Kim Potter hat bereits ihren Dienst quittiert und wurde festgenommen. Nun wird sie wegen Totschlags zweiten Grades angeklagt. 

Wir müssen unseren Söhnen beibringen Angst vor der Polizei zu haben. Ich sage es meinem Sohn jeden Tag: Hab Angst vor denen! was auch immer du machst. Vermeide jeglichen Kontakt, denn du kannst denen nicht trauen."

Die Polizei räumte derweil ein, dass man sehr strukturelle Probleme habe, und Reformen zulassen müsse.

Wenn wir Veränderungen in der Polizei wollen, wenn wir Reformen in der Polizei wollen, machen wir das! Machen wir das zusammen und beginnen wir mit Reformen! Dieser Beruf braucht Hilfe."

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