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Lawrow: Beziehungen zu USA haben "Tiefpunkt erreicht" – US-Diplomaten beschuldigen Russland

Die USA dementieren, dass Washington für die jüngste Verschlechterung der Beziehungen zu Moskau die Verantwortung trage. Der russische Außenminister Sergei Lawrow betont, die Konfrontation zwischen beiden Staaten habe "noch nie dagewesene Ausmaße" erreicht.
Lawrow: Beziehungen zu USA haben "Tiefpunkt erreicht" – US-Diplomaten beschuldigen RusslandQuelle: www.globallookpress.com © Ohde/face to face

Die Konfrontation zwischen Russland und den USA habe "noch nie dagewesene Ausmaße" erreicht, aber Moskau erwarte, dass die Vernunft in Washington doch überwiegen werde. Dies erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow am Donnerstag im russischen Fernsehen. Der russische Chefdiplomat betonte:

"Dies ist keineswegs eine Neuheit: Joe Biden wurde zum Präsidenten, begann Sanktionen gegen Russland zu verhängen, die Rhetorik zu verschärfen und allgemein Druck auf alle Fronten auszuüben. Dies dauert seit vielen Jahren an."

Das US-Außenministerium dementiert, dass Washington für die jüngste Verschlechterung der Beziehungen zu Moskau verantwortlich ist. Zuvor hatte US-Präsident Joe Biden eine neue diplomatische Auseinandersetzung ausgelöst, indem er auf die Frage, ob sein russischer Amtskollege ein "Mörder" sei, positiv antwortete. 

Während des Briefings am Donnerstag erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums Ned Price, dass Russland an den Spannungen in den Beziehungen zwischen Moskau und Washington schuld sei. Er wies auf "Russlands Angriff auf unsere Demokratie im Jahr 2016 und in jüngerer Zeit im Jahr 2020" sowie auf die "Hackerangriffe auf US-amerikanische Computernetzwerke" hin.

Außerdem verwies Price auf die Inhaftierung des Oppositionellen Alexei Nawalny und die anschließende Verhaftung von Pro-Nawalny-Demonstranten als Vorwand für die jüngsten Auseinandersetzungen zwischen den beiden Staaten. Price fügte jedoch hinzu:

"Wenn es Bereiche für eine mögliche Zusammenarbeit gibt, Bereiche, die in unserem – der USA – nationalen Interesse liegen, werden wir dies tun."

Von einem Fernsehmoderator gefragt, ob er den russischen Präsidenten Wladimir Putin für "einen Mörder" halte, antwortete Biden: "Das tue ich". Biden beschrieb den russischen Präsidenten zudem als seelenlos. Dieser Vorfall löste in Moskau heftige Kritik aus. Der russische Botschafter in den USA, Anatolij Antonow, wurde zurückgerufen und bleibt vorläufig in Moskau.

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