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Raketentests: Kims Schwester nennt Südkoreas Präsidenten "Papagei der USA"

Die südkoreanische Führung hatte Nordkorea für seine jüngsten Raketentests kritisiert. Nun schlägt die Schwester von Machthaber Kim zurück: Das "unlogische und dreiste Verhalten Südkoreas" gleiche der Position der USA.
Raketentests: Kims Schwester nennt Südkoreas Präsidenten "Papagei der USA"Quelle: Reuters © Jorge Silva

Die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers, Kim Yo-jong, bezeichnete den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in wegen seiner Kritik an dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest als einen "von den USA aufgezogenen Papagei". Kim Yo-jong warf Moon in einer von den Staatsmedien am Dienstag veröffentlichten Erklärung vor, unverschämt zu sein. Das "unlogische und dreiste Verhalten Südkoreas" gleiche der Position der USA. 

"Es kann ihm nicht leidtun, als von den USA aufgezogener Papagei gelobt zu werden."

Der verbale Angriff wurde von Seoul umgehend verurteilt, wobei die südkoreanische Führung ihr "Bedauern" über solche Äußerungen zum Ausdruck brachte und Nordkorea aufforderte, "sich bürgerlich zu verhalten". 

Nach den Raketentests hatte Moon gesagt, die "Menschen seien sehr besorgt" über die Aktionen Nordkoreas, und hinzugefügt, dass solche Aktionen, die "die Stimmung für den Dialog erschweren, unerwünscht sind". US-Präsident Joe Biden hatte während einer Pressekonferenz letzte Woche als Reaktion auf nordkoreanische Raketentests gesagt: "Wir beraten uns mit unseren Verbündeten und Partnern." 

Seit dem jüngsten Raketentest erhöhen sich wieder die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Nordkorea hatte nach Angaben Südkoreas am vergangenen Donnerstag an seiner Ostküste zwei ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung offenes Meer abgefeuert. Nordkorea sprach einen Tag später von der gelungenen Erprobung eines neuen Typs taktischer Lenkraketen, die der Selbstverteidigung dienten.

Das Weiße Haus hat bereits signalisiert, dass Biden nicht beabsichtigt, Nordkoreas starken Mann Kim persönlich zu treffen, wie es der vorherige Präsident Donald Trump getan hatte.

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