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"Voll daneben": Charlie Hebdo wegen "Meghan Markle und George Floyd"-Cartoons in der Kritik

Das Satiremagazin Charlie Hebdo präsentiert sich mit einem neuen Titelbild. Darauf werden die britische Queen, Meghan Markle und das Opfer von US-Polizeigewalt George Floyd dargestellt. Nun erntet die Darstellung Kritik von Anti-Rassismus-Vertretern.
"Voll daneben": Charlie Hebdo wegen "Meghan Markle und George Floyd"-Cartoons in der Kritik© © Twitter / @Nadine_Writes

Das französische Satiremagazin Charlie Hebdo erlangte durch Mohammed-Karikaturen internationale Berühmtheit. Diese hatten zu weltweiten Protesten von Muslimen geführt, die darin eine Beleidigung ihres Propheten sahen. Im Jahr 2015 wurden zwölf Menschen im Pariser Büro des Magazins getötet, als islamistische Bewaffnete die Büros stürmten, um sich für die Veröffentlichung der satirischen Bilder zu rächen.

Die Verantwortung übernahm seinerzeit eine Terrorgruppe, die mit al-Qaida in Verbindung steht. Es folgten Proteste für das Magazin, deren Teilnehmer unter dem Motto "Je suis Charlie" ihre Solidarität ausdrückten. Im Oktober 2020 wurde ein Lehrer in Frankreich brutal ermordet, weil er die Karikaturen im Unterricht zur Diskussion um das Thema "freie Meinungsäußerung" genutzt hatte. 

Auf dem Cover des neuen Charlie Hebdo-Magazins steht geschrieben: 

"Warum Meghan Markle den Buckingham-Palast verließ."

Gefolgt von der Pointe, die von Markle selbst geäußert wurde:

"Weil ich nicht mehr atmen konnte."

Die Illustration zeigt Markle unter dem haarigen Knie einer lächelnden Queen Elizabeth II. Die Pose und die Pointe sind dabei eine Anspielung auf George Floyd, einen Afroamerikaner, der im vergangenen Sommer infolge eines brutalen Polizeieinsatzes ums Leben kam. Seine letzten Worte "Ich kann nicht atmen" wurden zum Ausruf von Demonstrationen gegen die Gewalt des Staates, die sich, so die Protestierenden, vornehmlich gegen Nicht-Weiße richte. 

Das Cover führte zu Empörung. So kam etwa Kritik von Halima Begum, Direktorin des britischen Anti-Rassismus-Thinktanks. Sie schrieb auf Twitter: 

"Das ist auf jeder Ebene falsch."

Begum sprach von einer "Beleidigung auf der ganzen Linie". Andere verwiesen darauf, dass Beleidigungen schließlich das Ziel des Magazins seien. Einige sahen hierin Rassismus gegen die königliche Familie. 

Prinz Harry und seine Frau Meghan Markle hatten jüngst ein medienwirksames Interview gegeben, in dem Markle dem Königshaus Rassismusvorwürfe wegen ihrer ethnischen Herkunft machte. 

Mehr zum Thema - Terroranschlag auf Charlie Hebdo: 30 Jahre Haft für Hauptangeklagte

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