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USA entschuldigen sich bei Irland für Verstoß gegen scharfe Corona-Regeln

Mehr als 50 US-Soldaten haben in einem Hotel in Irland übernachtet, ohne negative Corona-Tests vorgelegt oder Formulare zur Kontaktnachverfolgung ausgefüllt zu haben. Normalerweise drohen bei solchen Verstößen hohe Geldstrafen.
USA entschuldigen sich bei Irland für Verstoß gegen scharfe Corona-RegelnQuelle: Reuters © Clodagh Kilcoyne

Am 25. Januar haben US-Truppen, die von Bahrain in die USA an Bord der C40 transportiert wurden, einen Zwischenaufenthalt in Irland gemacht. Die Soldaten landeten am Flughafen Shannon und wurden in einem Hotel untergebracht, ohne negative Corona-Tests vorgelegt und die erforderlichen Formulare zur Kontaktnachverfolgung ausgefüllt zu haben. Solche Verstöße können mit bis zu 2.500 Euro Strafe oder sechs Monaten Haft geahndet werden. Der Vorfall wurde erst am Montag nach Ermittlungen eines irischen Parlamentariers bekannt.

Der irische Außenminister Simon Coveney wies darauf hin, dass die Polizei dem Hotel einen Besuch abstattete, um die Militärangehörigen über ihr Verbrechen zu informieren. Nach seinen Angaben seien die Soldaten auch hinausgegangen, um Lebensmittel zu kaufen. "Mein Ministerium und unsere Botschaft in Washington haben sowohl mündlich als auch schriftlich Entschuldigungen von den zuständigen US-Behörden und den US-Militärbehörden erhalten", gab Coveney bekannt und fügte hinzu, die Verstöße seien "aufgrund eines Fehlers seitens der USA" geschehen.

Cian O'Callaghan, ein irischer Abgeordneter, der das Problem zur Sprache gebracht hatte, kritisierte, dass die Einheimischen große Opfer bringen, um die Corona-Regeln zu befolgen. Jeder, der ins Land komme, müsse sich an Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit halten. Dies gelte auch für das US-Militär.

Irland verlängerte seinen Lockdown zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie bis zum 5. März. Für die kommenden Wochen gilt weiterhin, dass die Menschen zuhause bleiben und sich nicht außerhalb eines Radius von fünf Kilometern rund um ihren Wohnort bewegen sollten. Derzeit sind Geschäfte, Schulen und die Gastronomie weitestgehend geschlossen. Einreisende aus Hochrisikogebieten wie Brasilien oder Südafrika müssen sich fortan in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Das gilt ebenso für Menschen, die ohne negativen Corona-Test einreisen.

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